Ein abgeklärter Auftritt und große Erleichterung prägten den Abend von ATUS Ferlach im Duell mit der Sportunion Matrei in Osttirol in der Kärntner Liga. Coach Darko Djukic stellte die Geschlossenheit über alles, sprach von einem „Neun-Punkte-Spiel“ und sah seine Mannschaft im Abstiegskampf neu belebt. Nach einer geduldigen ersten Hälfte legte sein Team nach der Pause Entschlossenheit und Effizienz an den Tag – der 2:0-Sieg war die folgerichtige Belohnung.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Matchplan trug: Ferlach stand tief, agierte eng und zweikampfstark. Matrei hatte zwar mehr Ballbesitz, kam aber selten gefährlich durch. Djukic betonte: „Wir waren vom ersten bis zur 95. Minute sehr kompakt, sehr eng. Wir haben dem Gegner kaum Raum gelassen – durch das ganze Spiel hindurch.“ In Durchgang eins entwickelte sich ein Geduldsspiel. Zur Pause stand es 0:0, obwohl Ferlach, wie der Trainer anmerkte, „dreimal sehr gute Chancen“ hatte, um in Führung zu gehen. Im Rückblick unterstrich Djukic den Teamcharakter, die Kompaktheit zwischen den Linien und die Disziplin gegen den Ball. Auch den Gegner würdigte er: In der vordersten Reihe sah er „zwei, drei sehr gute, sehr gefährliche Spieler“, doch die eigene Verteidigung und das kollektive Arbeiten neutralisierten vieles. „Wir waren als Mannschaft sehr gut positioniert und haben nur wenige Chancen zugelassen“, fasste er zusammen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die zuvor oft angedeutete Torgefahr zielstrebig ausgespielt. „Wir sind unserer Spielphilosophie gefolgt, kompakt geblieben und auf Konter sowie Halbkonter gegangen – dabei waren wir sehr gefährlich vor dem gegnerischen Tor“, erklärte Djukic. Was vor der Pause noch liegen blieb, bekam nun Zählbares: In der 74. Minute traf Val Cernos zum 1:0, sechs Minuten später erhöhte Florian Verdel auf 2:0. In Summe sprach der Trainer von einem verdienten Erfolg gegen einen starken Gegner – getragen von Geduld, klarem Plan und effektiven Umschaltmomenten.
Einen Einzelnen wollte Djukic nicht herausheben; er sah den Erfolg als Ergebnis einer angepassten Startelf und der reifen Reaktion seiner jungen Spieler in einer schwierigen Phase. Gleichzeitig blieb die Personallage angespannt: „Zwei, drei sehr wichtige Spieler wie Dejan Kern und Christopher Katschnig sind verletzt und waren heute nicht im Kader.“ Trotzdem ging das Team kalkuliertes Risiko: „Daniel Jobst, Nico Holzer und Jano Candussi waren angeschlagen, haben heute aber sehr gut gespielt.“
Der Sieg wirkt für ihn wie ein Impuls im Tabellenkeller: Ferlach steht auf Rang 15 und hat 18 Punkte. Die Botschaft ist entsprechend kämpferisch: „Wir sind wieder dabei im Abstiegskampf – es ist noch alles drin. Wir werden von Runde zu Runde wachsen, und ich bin mir sicher, dass wir unsere Ziele erreichen.“