Ein Punkt mit Signalwirkung: SVG Bleiburg und SK Austria Klagenfurt Amateure trennten sich in der Kärntner Liga 0:0 – und für Trainer Zan Sekaucnik überwiegen Erleichterung und Kampfgeist. Er sprach von einem fairen Remis, haderte zugleich mit einem aberkannten Treffer vor der Pause und betonte, wie wichtig dieser Zähler nach dem Fehlstart mit null Punkten aus drei Spielen für Moral und Kopf sei.

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Bleiburg setzte auf Kompaktheit und Balleroberungen im Zentrum – genau dieses Bild zeichnete der Coach. Er beschrieb eine fokussierte erste Hälfte mit starker Arbeit gegen den Ball und schnellen Umschaltmomenten, die im letzten Pass zu ungenau blieben. Wörtlich sagte er: "Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir viele Ballgewinne im Zentrum und gute Umschaltmomente, die wir mit dem letzten Pass nicht sauber ausgespielt haben. Nach der Pause hat die Austria mehr gedrückt, aber sie wurden nie zwingend – maximal bis 20 bis 25 Meter vor unserem Sechzehner."
Vor dem Seitenwechsel kochten die Emotionen kurz hoch: "Wir haben vor der Halbzeit ein klares 1:0 geschossen, der Linienrichter entscheidet auf Abseits – aus dem Video war das aus meiner Sicht eindeutig kein Abseits, weil zwei Spieler hinter dem Ball waren." Insgesamt erlebte Sekaucnik eine Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, aber ohne zwingende Durchbrüche: "Wir sind zu ein, zwei guten Chancen gekommen, die wir nicht genutzt haben. Auch die Austria hatte ihre Möglichkeiten, allerdings ohne echte Großchancen. Mit einem regulären Tor hätte das Spiel wohl zu unseren Gunsten kippen können – am Ende ist es ein 0:0."
Die Wertschätzung für die eigene Mannschaft stellte Sekaucnik voran – und hob dann einen Mittelfeldarbeiter besonders heraus: "Zuerst einmal möchte ich die geschlossene Mannschaftsleistung hervorheben. Heute möchte ich aber meinen Achter, Aljaz Storman, herausheben: Was er an Metern gemacht und an Räume geschlossen hat, war unglaublich wichtig – Hut ab." Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner und dessen Trainerteam: spielstark, zur zweiten Halbzeit taktisch gut umgestellt – darauf habe Bleiburg vorbereitet reagiert und dagegengehalten. Personell hellt sich die Lage auf: Patrick Oswaldi war diesmal nicht einsatzbereit, Armin Kahvedzic feierte sein Comeback, und für Montag ist der nächste Rückkehrer angekündigt – wichtige Bausteine, um den Konkurrenzkampf zu beleben. In Summe sieht Sekaucnik im 0:0 einen psychologisch wertvollen Schritt, auf dem seine Mannschaft aufbauen will.