Nach dem Duell zwischen ASKÖ Köttmannsdorf und FC CT-Cartrade Lendorf in der Kärntner Liga überwog bei Nenad Pavicevic die Ernüchterung. Er sprach von einer offenen Partie, die am Ende unglücklich kippte – und fand klare Worte an die eigene Mannschaft. Sein Fazit: Das Spiel war ausgeglichen, die Führung da, doch zwei späte Fehler drehten alles. In seiner Analyse dominieren Selbstkritik, der Blick fürs Detail – und der klare Auftrag, an den eigenen Unzulänglichkeiten zu arbeiten.

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„Das war eine typische, offene Kärntner-Liga-Partie; am Ende ist das Ergebnis glücklich auf Lendorfer Seite gekippt“, ordnete Pavicevic ein. Früh im ersten Durchgang bekam Lendorf nach einem Abwehrfehler einen Elfmeter, in der 30. Minute blieb die Chance jedoch ungenutzt. Zur Pause stand es 0:0. Direkt nach Wiederbeginn setzten die Köttmannsdorfer den ersten Akzent: In der 48. Minute traf Matic Ahacic zum 1:0. „Wir sind nach einer guten Aktion 1:0 in Führung gegangen“, so der Trainer.
Die Gastgeber hatten den Sieg „am Fuß“, wie Pavicevic betonte. Um die 70. Minute bot sich die große Chance aufs 2:0: Nach einem Pass von Amir Mohammadi kam Daniel Genser per Kopf zum Abschluss. Lendorfs Tormann war zur Stelle, der folgende Abschluss strich unglücklich ans Außennetz. „Das wäre das 2:0 für uns gewesen – wahrscheinlich die Vorentscheidung“, haderte Pavicevic.
Stattdessen kippte die Statik. Nach einem Einwurf ohne sichtbare Gefahr fiel der Ausgleich: In der 79. Minute stellte Florian Pingist auf 1:1. In der Schlussphase traf Lendorf dann entscheidend: Ein weiter Abschlag des Gästekeepers segelte rund 80 Meter, Köttmannsdorfs Abwehr verschätzte sich – Michael Morgenstern traf in der 89. Minute zum 1:2. Pavicevic blieb bei einer ausgewogenen Bewertung: „Ich glaube, es war ausgeglichen. Wir hatten vielleicht ein bisschen mehr vom Spiel, Lendorf war aber immer gefährlich – ein X wäre gerecht gewesen.“
Warum es anders kam, erklärte er selbstkritisch: „Wir zahlen derzeit einen Preis, weil wir in gewissen Situationen unroutiniert und naiv sind. So verspielen wir das, was wir uns erarbeitet haben. Wir müssen nach der Niederlage aufstehen und vor allem unsere Fehler vermeiden – wir sind jetzt schon zum dritten Mal von eigenen Fehlern bestraft worden. Wir machen es uns selbst schwer.“