Spielberichte

ATUS Ferlach – Trainer Darko Djukic: „Starker Start, verdienter 2:1-Sieg – Val Cernos schnürt Doppelpack“

ATUS Ferlach
SV Spittal/Drau

Im Duell der Kärntner Liga zwischen ATUS Ferlach und SV Sportastic Spittal erlebte Trainer Darko Djukic eine Partie mit furiosem Beginn, kurzem Bruch nach dem Ausgleich und nervösem Finish – am Ende aber mit einem verdienten 2:1-Heimsieg. Ferlach überzeugte durch Zielstrebigkeit und gefährliche Umschaltmomente, während Spittal phasenweise mehr vom Ball hatte und in der Schlussphase nochmals andrückte. Zwischen Abstiegskampf, Fair Play und effektiv genutzten Momenten ordnete Djukic die Lage seiner Mannschaft ein.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Früher Zugriff, dann der Einschnitt

Ferlach legte los wie die Feuerwehr und setzte gleich zu Beginn die ersten Akzente. Val Cernos traf früh (2.) zum 1:0, doch Sebastian Ebner glich in der 24. Minute für Spittal zum 1:1 aus. Genau in dieser Phase nach dem Ausgleich spürte Djukic einen Bruch im eigenen Spiel: Der Rhythmus ging verloren, die zuvor klare Dominanz war dahin, und bis zur Pause blieb es beim 1:1. Direkt nach Wiederbeginn schlug Ferlach erneut zu: In der 47. Minute stellte Val Cernos mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 2:1. Djukic betonte, seine Mannschaft habe aus den eigenen Chancen das Maximum gemacht und den Sieg wegen der Effektivität verdient eingefahren. Immer wieder waren es tiefe Läufe und klare Durchbrüche, die zu brenzligen Situationen führten – inklusive Stangentreffer und Eins-gegen-eins-Duellen mit dem Tormann. Dass Spittal phasenweise mehr Ballbesitz hatte, störte ihn nicht: Man habe bewusst kompakt verteidigt und auf die eigenen Umschaltsituationen gelauert.

Standards als Hebel

Ein zentrales Motiv des Abends waren die ruhenden Bälle. Spittal war bei Standards äußerst wuchtig und kam zwei- bis dreimal zu richtig heiklen Szenen, in denen Ferlachs Verteidigungslinie gemeinsam mit dem Tormann stark reagierte. Offensiv suchte Ferlach ebenfalls nach Lösungen bei Ecken und Freistößen, ohne ganz große Wirkung zu erzielen. In Erinnerung blieb dennoch eine Szene: Nach einer Ecke kam ein Ferlacher aus zentraler Position zum Kopfball – eine jener Chancen, die oft den Unterschied machen, diesmal jedoch ungenutzt blieb. Aus dem Spiel heraus war Ferlach dafür umso zwingender: In den Umschaltmomenten reagierten Angriffs- und Mittelfeldlinie, wie Djukic es beschreibt, „sehr gut“ – daraus entstanden die klaren Durchbrüche, die letztlich den Unterschied machten. Spittal blieb bis in die Schlussphase präsent und setzte mit einigen Aktionen Nadelstiche, doch Ferlach brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Kampf statt Glanz – fair geführt und mit klarer Marschroute

Der Charakter des Spiels war deutlich von Zweikämpfen geprägt, ohne ins Negative abzugleiten. Es war, so Djukic, ein faires Spiel, in dem der Abstiegskampf spürbar war: weniger Glanz, mehr Arbeit, viel Fokus auf Ballgewinne und Robustheit. Bei strittigen Szenen blieb er reflektiert: Es habe zwei, drei Situationen gegeben, in denen der Schiedsrichter in die eine oder andere Richtung hätte pfeifen können – möglicherweise auch einmal Elfmeter für den Gegner. Insgesamt überwog für ihn jedoch die Gewissheit, die Partie aufgrund von Aggressivität, Effektivität und Chancenplus verdient auf die eigene Seite gezogen zu haben. Der Blick richtet sich nun nach vorne: Ein kurzes Durchatmen, dann gilt der Fokus dem nächsten Prüfstein mit der Überzeugung, dass man mit dieser Einstellung, Motivation und Emotion nicht über den Abstieg wird nachdenken müssen.

Kärntner Liga: Ferlach : Spittal/Drau - 2:1 (1:1)

  • 47
    Val Zaletel Cernos 2:1
  • 24
    Sebastian Ebner 1:1
  • 2
    Val Zaletel Cernos 1:0