Nach dem offenen Duell zwischen SC St. Veit und TSV Grafenstein in der Kärntner Liga zeigt sich Trainer Arno Paul Kozelsky spürbar zufrieden und zuversichtlich. Er spricht von reiferen Abläufen, gemeinsamer Defensivarbeit und vielen herausgespielten Möglichkeiten – ohne die Wucht des Gegners im Umschalten kleinzureden. Insgesamt überwiegt Zuversicht: eine Leistung mit Anpassungen zur richtigen Zeit und ein Team, das seine Idee immer klarer auf den Platz bringt.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
St. Veit setzte den Ton früh und behielt am Ende die Nerven. Alexander Hofer eröffnete in der 10. Minute mit dem 1:0, Lukas Rutnig glich in der 16. aus, ehe David Hude in Minute 32 die Führung zurückholte. Nach der Pause blieb es intensiv, bis Hofer in der 75. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 stellte. Der Trainer beschrieb die Schlüsselpassagen so: „Wir sind super in die Partie gestartet, haben schnell das 1:0 gemacht und waren zunächst überlegen. Dann hat sich Grafenstein gut auf uns eingestellt und verdient ausgeglichen. Nach ein paar gefährlichen Umschaltsituationen haben wir uns angepasst, sind noch vor der Pause wieder 2:1 in Führung gegangen und haben das Spiel danach kontrolliert.“
Kozelsky sah sein Team über weite Strecken am Ball, ohne die Gefährlichkeit der Gäste kleinzureden: „Im Großen und Ganzen waren wir die Mannschaft mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen. Grafenstein hatte allerdings viele schnelle Umschaltmomente – das war immer wieder gefährlich.“ Die Chancenbilanz ordnete er als offen ein, mit einem Plus an Klarheit für St. Veit: „Das Spiel hätte auch 5:4 oder 5:3 ausgehen können, es gab sehr viele Möglichkeiten auf beiden Seiten.“
Entscheidend war aus seiner Sicht die Reaktion auf die gegnerische Gegenwehr. „Wir sind stark hineingestartet und haben offensiv vieles richtig gemacht. Dann hat Grafenstein ein gutes Mittel gegen uns gefunden. Nach einer taktischen Umstellung waren wir sehr stabil – eher ungefährdet“, erklärte er. Einzelne Spieler wollte der Coach trotz auffälliger Aktionen nicht herausheben: „Ich setze das Kollektiv in den Vordergrund. Wir haben gemeinsam stark verteidigt, im Ballbesitz viele Chancen kreiert und dadurch am Ende verdient gewonnen.“ Über den größeren Bogen der vergangenen Wochen sagte Kozelsky: „Unsere Idee, wie wir Fußball spielen wollen, wird immer ausgereifter und kommt besser zum Tragen. Wir treffen in jedem Spiel, kassieren weniger, verteidigen als Mannschaft besser – und wenn wir so weitermachen, wird es sehr schwer, uns zu schlagen.“