Der Auftritt des KAC 1909 in der Kärntner Liga gegen ASKÖ Köttmannsdorf war für Christian Rauter vor allem ein Stimmungs- und Charaktertest – und endete mit einem verdienten 3:0-Heimsieg. Der Trainer verwies neben der reifen Leistung seiner Mannschaft auch auf heikle Momente: Köttmannsdorf hatte bei 0:0 eine richtig gute Chance und setzte in der Schlussphase beim Stand von 3:0 einen Schuss an die Stange. Zwischen Dank an den lautstarken Fanklub, Kritik am hohen Rasen und Lob für das Schiedsrichterteam skizzierte Rauter zudem eine klare Agenda für die nächsten Wochen.

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Köttmannsdorf stand zu Beginn tief und lauerte nach Ballgewinnen auf Umschaltmomente. Der KAC hatte anfangs eine kurze Phase mit Unsauberkeiten in der Zuordnung, ließ jedoch nichts Zählbares zu – dann griff der Plan der Hausherren. In der 22. Minute stellte Maximilian Grochar auf 1:0, ehe Mihret Topcagic nur sechs Minuten später auf 2:0 erhöhte. Nach der Pause blieb KAC 1909 zielstrebig: Topcagic schnürte in der 58. Minute seinen Doppelpack und stellte auf 3:0. Auch wenn Köttmannsdorf in der Endphase noch einmal aufdrehte und die Stange traf, blieb es beim klaren Erfolg. Rauters Fazit: „Unterm Strich war es ein verdienter Sieg.“
Im Detail hob Rauter die Standards als wiederkehrende Gefahrenquelle hervor: Beide Seiten brachten ihre ruhenden Bälle gut vor das Tor, doch in der Box fehlte jeweils die letzte Entschlossenheit. Früh im Spiel blieb bei einer Standardsituation an der zweiten Stange die Zuordnung nicht sauber, ohne Folgen für den KAC. Mit zunehmender Spieldauer wurden die eigenen Umschaltaktionen immer schärfer – besonders nach dem 3:0 öffneten sich große Räume für Konter. Ein Debütant (Elias Widrich) setzte dabei noch einen späten Akzent: Nach einem präzisen Stanglpass von Maximilian Watscher lief er allein auf den Tormann zu, blieb jedoch ohne Torerfolg. Für die kommenden Wochen kündigte Rauter an, auf dem schwierigen Untergrund in der Magazingasse das Positionsspiel weiter zu schärfen, das Spiel gegen den Ball zu intensivieren und bei Standards an der Präzision zu arbeiten.
Abseits der Taktik prägten Atmosphäre und Rahmenbedingungen den Abend. Der lautstarke Support des Fanklubs vom Eishockeyclub KAC – mit Transparenten, Bengalos, Gesängen und Trommel – sorgte für spürbaren Rückenwind. „Wir brauchen da jeden Zuschauer, ich hoffe beim nächsten Heimspiel kommen noch mehr Fans, die Jungs brauchen solche unterstützung“, betonte Rauter und hofft, dass unsere Spielanlage und die Idee die Zuschauer in Klagenfurt am Fußballplatz zu Unterhalten, künftig „wieder mehr Zuschauer in die Magazingasse lockt“. Kritischer fiel sein Blick auf die Platzverhältnisse aus: Das Gras sei zu hoch gewesen und habe das saubere Passspiel erschwert, herzlichen Dank an unseren Andy (Anm. Strojnik), der es uns ermöglichte nochmals zu bewässern. Positiv bewertete er die Leitung auf dem Feld: Das Schiedsrichterteam habe die Partie sehr gut im Griff gehabt, ich bin wirklich glücklich, Woche für Woche großartige Schiedsrichter Teams am Spielfeld anzutreffen!