In der Kärntner Liga setzte sich der Tabellenführer durch: VST Völkermarkt gewann gegen ATUS Ferlach klar mit 4:0. Der frühe Schock in Minute eins durch Armin Majanovic gab die Richtung vor, nach der Pause legten Mario Michael Kuester per Elfmeter, Majanovic später erneut und Kuester in der Schlussphase nach. Ferlach-Coach Darko Djukic haderte weniger mit Entscheidungen als mit der Effizienz: „Vorne müssen wir viel effektiver sein.“

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Der Tabellenführer brauchte ganze Sekunden, um das Spiel auf seine Seite zu ziehen: Armin Majanovic traf in der ersten Minute zum 1:0. „Wir haben in der ersten Minute ein Gegentor bekommen. Dann ist es schwer, sofort zu reagieren“, sagte Darko Djukic, dessen Team sich trotzdem nicht hängen ließ. Laut dem Ferlacher Trainer gab es noch vor der Pause und „ganz am Anfang der zweiten Halbzeit zwei, drei gute Möglichkeiten“, die jedoch ungenutzt blieben. In Minute 58 folgte aus Ferlacher Sicht der Knackpunkt: Das 2:0 fiel vom Punkt, Djukic schilderte die Szene so: „Unser Tormann hat den ersten Schuss gehalten, dann hat der Schiedsrichter auf Wiederholung entschieden, weil er die Linie verlassen haben soll. Beim zweiten Schuss war das 2:0 da – da ist unsere Moral ein bisschen runtergegangen.“ Kurz darauf erhöhte erneut Majanovic zum 3:0 (64.), ehe Mario Michael Kuester in der Schlussphase zum 4:0-Endstand traf (87.).
In seiner Analyse blieb Djukic sachlich. „Es war klar, dass Völkermarkt der Tabellenführer ist“, betonte er und hob vor allem die Wucht nach vorne hervor: „Sie sind im offensiven Bereich sehr gut, sehr gefährlich, sehr beweglich. Sie haben vorne vier Spieler, die jederzeit etwas machen können. Es ist kein Wunder, dass sie so viele Tore geschossen haben.“ Einen einzelnen Ausschlagpunkt wollte er trotz der Elfmeterszene nicht festnageln: „Den entscheidenden Moment, wo wir das Spiel verloren haben, kann ich nicht sagen.“ Stattdessen lenkte der Ferlach-Coach den Blick auf sein Team: „Hinten mussten wir viel arbeiten und sehr kompakt sein – das hat in vielen Momenten gut funktioniert. Vorne aber hätten wir unsere Situationen besser fertigspielen müssen.“
Als Lernpunkt nahm Djukic vor allem die Nachlässigkeiten im Abschluss mit. „Vorne müssen wir viel, viel effektiver sein, wenn wir gegen solche Gegner etwas mitnehmen wollen“, sagte er deutlich. Positives sah er trotzdem: „Gegen so einen Gegner musst du enorm arbeiten, konzentriert und kompakt sein – das hat über weite Strecken gut funktioniert. Wir haben zwei, drei sehr gute Aktionen ausgespielt, aber die Effektivität hat gefehlt. Die Moral war gut, muss ich sagen.“ Genau diese Mischung – Stabilität hinten und Schärfe vorne – will Ferlach in der anstehenden Woche auf den Platz bringen. „Es wartet uns jetzt eine Doppelrunde: Heimpartie gegen Dellach-Gail, wo wir wieder etwas mit den Punkten probieren wollen, und dann am Wochenende das Derby gegen Köttmannsdorf – das ist immer interessant. Es geht weiter“, blickte der Trainer voraus.