In der Kärntner Liga legte der SV Sportastic Spittal am Sonntag den Grundstein früh und besiegte die SK Austria Klagenfurt Amateure mit 3:1. Der Heimverein stand kompakt, nutzte seine Umschaltmomente eiskalt und führte bereits zur Pause 3:0. Nach dem Seitenwechsel kam Klagenfurt noch zum Anschlusstreffer, am verdienten Heimsieg änderte das aber nichts mehr. Sportchef Wolfgang Oswald brachte es hinterher auf den Punkt: Die Austria hatte viel Ballbesitz, doch Spittal war im Strafraum konsequent und machte aus wenigen klaren Möglichkeiten die entscheidenden Tore.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die ersten Minuten gehörten klar den Gästen. Das bestätigte Wolfgang Oswald ohne Umschweife: "Austria Klagenfurt war am Anfang sehr stark und dominant." Spittal stand tiefer, wartete auf den Moment – und setzte in Minute 22 den ersten Stich. Oswald schilderte die Szene detailliert: "Das 1:0 fiel nach einem Ballgewinn von Miha Kostanjsek im Mittelfeld. Er hat sich aufgedreht, den Ball mit links auf die rechte Seite zu Pascal Wegscheider gespielt, der ist durch und legt quer auf Denin Matoruga, der vollendet." Ein sauber ausgespielter Konter gegen den Ballbesitz-Fußball der Austria – genau das, was Spittal brauchte, um Ruhe ins eigene Spiel zu bekommen und dem Match eine neue Richtung zu geben.
Mit der Führung im Rücken bekamen die Gastgeber Oberwasser – und schlugen eiskalt nach. In der 28. Minute erhöhte Mersad Ramic auf 2:0, erneut nach einem feinen Zuspiel von Denin Matoruga. "Das 2:0 war wunderschön durchgespielt von Matoruga auf Ramic, der macht ihn rein", freute sich Oswald über die Zielstrebigkeit seiner Offensive. Nur vier Minuten später stand es 3:0: Nach einem Eckball landete der Ball im Getümmel vor Ramic, der abstaubte (32.). "Das dritte Tor war ein Gestocher nach einem Eckball, den wieder Ramic verwandelt hat", so Oswald. Nach der Pause blieb Klagenfurt dran und kam durch Din Delic in der 53. Minute zum 3:1, doch Spittal ließ hinten wenig zu und brachte den Vorsprung souverän heim.
Warum klappte es für Spittal an diesem Tag so gut? Oswald hob zwei Dinge hervor: "Es war die taktische Disziplin und die Einstellung des Trainerteams. Sie haben den Gegner sehr gut eingeschätzt, dadurch ist Klagenfurt schwer ins Spiel gekommen." Gleichzeitig streute er den Gästen viel Lob: "Die haben mich wirklich begeistert. Laut Spielbericht hatten sie viele Burschen Jahrgang 2007 und jünger, die einen tollen, technischen Fußball gespielt haben – aber nicht das Glück für die entscheidenden Tore."
Auch das Drumherum passte: "Es war schön zu sehen, dass so viele Austria-Fans dabei waren und ihre Mannschaft 90 Minuten angefeuert haben." Für Spittal war es ein wichtiger Dreier, auch weil man – wie Oswald betonte – auf gleich mehrere verletzte Spieler verzichten musste. Mit dieser Mischung aus Effizienz, Disziplin und Widerstandskraft wollen die Lieserstädter die nächsten Aufgaben ebenso mutig angehen.