In der Kärntner Liga holte der SVG Bleiburg im Heimspiel gegen den ASCO ATSV Wolfsberg einen 2:1-Sieg – hart erarbeitet und mit einem klaren Plan. Ein frühes Standardtor brachte Ruhe, nach der Pause legten die Hausherren nach, ehe die Gäste spät verkürzten. Trainer Zan Sekaucnik lobte Disziplin und Gier seiner Mannschaft: „Wir haben Wolfsberg wenig Mittel gelassen und vorne unsere Chancen genutzt.“

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Bleiburg hatte vom Anpfiff weg eine klare Idee gegen Wolfsbergs lange Bälle. „Wir waren gut eingestellt auf den Spielplan von Wolfsberg. Die spielen viel mit langen Bällen, und wir haben uns darauf gut vorbereitet“, erklärte Zan Sekaucnik. Dazu gehörten Konzentration, Absicherung und ständige Kommunikation: „Das hat sehr gut funktioniert.“ Der Matchplan trug früh Früchte: Nach einem Eckball traf Patrick Paul Oswaldi in Minute 13 per Kopf zum 1:0 und gab dem Heimteam Sicherheit. Bis zur Pause ließen die Gastgeber hinten wenig zu, gewannen viele Zweikämpfe und hielten Wolfsberg von zwingenden Chancen fern. „Dadurch hatten die Wolfsberger eben wenig Mittel, um gefährlich zu werden, und wir haben unsere Chancen genutzt“, fasste der Bleiburg-Coach die erste Hälfte zusammen, die folgerichtig mit einer 1:0-Führung endete.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bleiburg das aktivere Team und legte den zweiten Treffer nach. „Das erste Tor war ein Eckball, den Patrick Oswaldi eingeköpft hat. Dann das 2:0 durch den eingewechselten Armin Kahvedzic – gute Vorarbeit von Lun Grizold und die Flanke von Mathias Knauder. Zwei schöne Tore“, schilderte Sekaucnik die Schlüsselaktionen. In der 62. Minute stellte Kahvedzic auf 2:0, und der Trainer hob den Willen in der Entstehung hervor: „Am Ende war viel Kampfgeist dabei, wir haben im Gegenpressing den Ball erobert und dann schnell fertig gespielt.“ Es lag noch ein weiterer Treffer in der Luft: „Knauder hat noch einen Stangenschuss gehabt.“ Bleiburg blieb am Drücker, arbeitete vorne unermüdlich und beschäftigte die Innenverteidiger der Gäste, so wie es der Plan vorsah: „Wir wollten, dass sie nichts Kontrolliertes auf die Beine bringen – das ist uns über weite Strecken gelungen.“
Ganz ohne Zittern ging es aber nicht über die Bühne. In der 77. Minute verkürzte Wolfsbergs Lukas Puff auf 2:1 – und die Schlussphase wurde noch einmal eng. „Vielleicht hätten wir es früher entscheiden können. Nach dem 2:1 wurde es noch einmal hektisch“, gab Sekaucnik offen zu. Umso mehr betonte er den Einsatz seiner Elf. Ein Beispiel dafür lieferte Nikola Tolimir: „Hut ab vor Nikola Tolimir. Er hat sich bei einem Eckball eine Platzwunde am Kopf geholt und trotzdem weitergespielt. Das zeigt, wie sehr jeder diesen Sieg wollte.“ Anerkennung gab es auch für das Schiedsrichterteam, das kurzfristig umstellen musste: „Der Hauptschiedsrichter ist ausgefallen, der Linienrichter hat pfeifen müssen – erster Einsatz in der Kärntner Liga. Wirklich brave Leistung, wenn man da ins kalte Wasser geworfen wird.“ Insgesamt sah der Coach eine starke Kollektivarbeit: „Die Einstellung der Jungs, die Gier, in jeder Aktion besser zu sein – kollektiv war das wirklich eine sehr, sehr gute Leistung. Die Jungs haben an die Leistung am Donnerstag angeschlossen.“
In der Tabelle steht Bleiburg nach 24 Runden bei 36 Punkten auf Rang sieben, Wolfsberg hält als Dritter bei 44 Zählern – für Sekaucnik ein Ergebnis, auf dem seine Mannschaft in den kommenden Wochen aufbauen will.