Spielberichte

Alexander Stroj (Trainer TSV Grafenstein): „Ein Fehler hat das Spiel entschieden“

TSV Grafenstein
FC Lendorf

In der 24. Runde der Kärntner Liga unterlag der TSV Grafenstein dem FC CT-Cartrade Lendorf zu Hause mit 0:1. Nach einer zähen, von vielen Duellen geprägten Partie reichte den Gästen ein Treffer von Christian Wernisch in Minute 62. Trainer Alexander Stroj sprach von einem offenen Spiel mit leichten Vorteilen für Lendorf und haderte: „Ein individueller Fehler hat uns den Punkt gekostet – wir hatten zuvor unsere Chancen.“ Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden, am Ende jubelte der Favorit auswärts.

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Kampf, wenig Raum – Lendorf sticht nach der Pause zu

Es war von Beginn an ein Spiel, in dem beide Teams um jeden Meter arbeiten mussten. „Spielerisch war es für beide Seiten schwierig, viel hohe Bälle, viele Zweikämpfe, sehr kampfbetont“, schilderte Stroj und ergänzte, man habe bei beiden Mannschaften gemerkt, „dass eine Doppelrunde gespielt wird“. Chancen gab es dennoch auf beiden Seiten, aus Sicht des Heimtrainers mit einem kleinen Plus für die Gäste. „Unser Torhüter hat ein paar Chancen ausgezeichnet vereitelt. Im Gegenzug haben wir auch Top-Chancen liegen gelassen.“ Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie mit einer einzigen Szene: „Ein individueller Fehler von einem unserer Außenverteidiger, der dann von Lendorf eiskalt ausgenutzt worden ist.“ Den entscheidenden Treffer markierte Christian Wernisch in Minute 62. Grafenstein warf danach alles nach vorne, blieb dran und hatte Pech: Miklautz traf die Stange, der Nachschuss aus kurzer Distanz wollte nicht über die Linie. Das 0:1 blieb.

„Wenn wir das erste Tor machen, gewinnen wir das Spiel“

Für Alexander Stroj lag der Knackpunkt klar in der Effizienz – und in der Reihenfolge der Tore. „Dass wir diese Szene der Unkonzentriertheit hatten, hat zum Tor geführt. Wir hatten davor durch Marco Raunegger eine hundertprozentige Chance allein vorm Tor.“ In solchen Partien, sagt Stroj, entscheiden Kleinigkeiten: „Wenn wir das erste Tor machen, gewinnen wir das Spiel.“ Insgesamt sprach er von einer ausgeglichenen Begegnung: „Unterm Strich war es eine Fünfzig-Fünfzig-Partie mit leichten Vorteilen für Lendorf.“ Auch die Einschätzung zum Sieger fiel nüchtern aus: „Sie haben das Tor erzielt, was wir nicht geschafft haben.“ Dass seine Mannschaft nach dem Rückstand noch einmal aufdrehte und zwingend wurde, nahm der Coach positiv mit – nur das Tor fehlte.

Enger, stumpfer Platz bremst das Passspiel – Blick nach vorne

Ein weiterer Faktor, der die Partie prägte, war für Stroj das Umfeld am Sportplatz. „Spielerisch war es über neunzig Minuten sehr schwierig, strukturiert nach vorne zu kommen. Das war bei Lendorf nicht anders. Ein großer Faktor war der Platz, der an diesem Tag auch sehr stumpf war – hochwertiges Passspiel war sehr schwierig.“ In der Tabelle bleibt Grafenstein mit 33 Punkten im gesicherten Mittelfeld (Rang acht), Lendorf festigt mit 43 Zählern den Platz in der Spitzengruppe.   

Kärntner Liga: Grafenstein : Lendorf - 0:1 (0:0)

  • 62
    Christian Wernisch 0:1