In der Kärntner Liga hat Sportunion Matrei in Osttirol am Freitagabend gegen den SV Seeboden am Millstättersee mit 6:2 gewonnen und den Grundstein schon früh gelegt. Michael Berger mit drei Treffern und Luca Ronacher mit einem Doppelpack sorgten für einen torreichen Heimsieg. Sportlicherleiter Harald Panzl brachte den Hauptgrund nach dem Schlusspfiff klar auf den Punkt: "Das gute Miteinander und der Wille, daheim unbedingt drei Punkte zu holen, waren heute entscheidend."

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Harald Panzl sprach von einem "klassischen, rasanten Fußballspiel" und sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit im Vorteil. "Matrei war neunzig Minuten feldüberlegen und auch von den Torchancen her war es ein verdienter Sieg, auch in dieser Höhe", sagte der Sportlicherleiter Der Spielverlauf stützte diese Einschätzung vor allem in der ersten Hälfte. Michael Berger brachte Matrei in der 9. Minute mit 1:0 in Führung, Luca Ronacher legte in der 19. Minute das 2:0 nach. Die Gastgeber hatten damit früh die Richtung vorgegeben und blieben das aktivere Team. Als Ronacher in der 37. Minute auch noch auf 3:0 stellte, war der starke Beginn auch auf der Anzeigetafel deutlich sichtbar. Dass Mirsad Ramic nur zwei Minuten später für Seeboden auf 3:1 verkürzte, änderte am Gesamtbild bis zur Pause wenig. Matrei hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon klar an sich gezogen und ging mit einer verdienten 3:1-Führung in die Kabine.
Panzl hob nach dem Spiel besonders jene Phase hervor, in der Matrei das Tempo vorgab und vor dem Tor sehr konsequent war. "Die erste halbe Stunde war eine ausgezeichnete Leistung von der gesamten Mannschaft, mit sehr schönen Spielzügen und wunderbaren Toren", sagte er. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Matrei am Drücker und ließ keinen Zweifel daran, in welche Richtung dieser Abend gehen würde. Michael Berger erhöhte in der 55. Minute auf 4:1 und stellte damit die Weichen noch deutlicher auf Heimsieg. In der 71. Minute traf Adrian Steurer zum 5:1, ehe Seeboden durch Pasqual Eder in der 76. Minute noch einmal auf 5:2 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte wieder Berger, der in der 82. Minute seinen dritten Treffer an diesem Abend erzielte und den 6:2-Endstand fixierte. Damit standen am Ende ein Dreierpack von Berger, zwei Tore von Ronacher und ein Treffer von Steurer für Matrei zu Buche.
So deutlich das Ergebnis auch ausfiel, Panzl beließ es nicht beim bloßen Lob für seine Mannschaft. Er sprach zwar von einem "guten Auftritt daheim", nannte aber auch gleich die Punkte, die aus seiner Sicht trotz des 6:2 noch besser werden müssen. "Die Chancenauswertung wäre sicher noch verbesserungswürdig, und auch in der Defensive müssen wir den einen oder anderen Fehler abstellen", sagte der Sportlicherleiter. Gerade diese Einschätzung passt zu einem Spiel, in dem Matrei viel richtig machte, aber eben nicht alles perfekt war. Seeboden kam immerhin zu zwei Treffern und bestätigte damit auch das Bild, das Panzl vom Gegner hatte. "Offensiv ist das eine starke Mannschaft, die in der Sturmspitze immer gefährlich war und auch eine der besten Offensiven in der Liga hat", sagte er. Der klare Heimsieg war also für Matrei hochverdient, ohne dass der Gegner völlig aus dem Spiel genommen worden wäre.
Zum starken Fußballabend in Matrei gehörte für Panzl nicht nur die Leistung auf dem Platz, sondern auch die Stimmung rundherum. "Wir hatten eine super Zuschauerkulisse mit, ich glaube, 800 Zuschauern, die uns von der ersten bis zur letzten Minute sehr gepusht haben", sagte er. Gerade bei einem Spiel, das von Beginn an mit hohem Tempo geführt wurde, war dieser Rückhalt spürbar wichtig. Panzl bezeichnete das ausdrücklich als "Riesenvorteil für unsere Mannschaft". Auch mit der Leitung des Spiels war der Sportlicherleiter zufrieden: Er sprach von einer "guten Leistung vom Schiedsrichter-Trio" und fügte an: "Genau so soll es sein." Für Matrei bleibt damit ein Abend, der in vielerlei Hinsicht stimmte: sechs eigene Tore, ein klarer Heimsieg und das Gefühl, mit mannschaftlicher Geschlossenheit viel auf den Platz gebracht zu haben. Gleichzeitig ist durch die Aussagen des Sportlicherleiter auch klar, woran weiter gearbeitet werden soll: vorne noch konsequenter werden und hinten die Fehler abstellen. Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und Anspruch macht den 6:2-Erfolg für Matrei besonders wertvoll.