In der Kärntner Liga hat die SGA Sirnitz dem KAC 1909 mit einem 3:2-Heimsieg den Spitzenplatz schwer gemacht. Nach einem 0:2-Rückstand gegen den Tabellenführer drehte die Mannschaft von Bernhard Rekelj die Partie noch komplett. Der Trainer machte nach dem Schlusspfiff vor allem die Mentalität seiner Elf zum großen Thema und sprach von einem „riesengroßen Kompliment an die Mannschaft“.

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Bernhard Rekelj sah seine Mannschaft vor allem in den ersten 45 Minuten im Vorteil. „Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit besser waren“, sagte der Sirnitz-Trainer nach dem Spiel. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Elf „richtig gute Chancen“ hatte, diese aber nicht nutzen konnte. Deshalb ging es trotz dieser Phase nur mit einem 0:0 in die Pause. Genau darin lag für Rekelj auch schon ein wichtiger Punkt dieses Nachmittags. Sirnitz hatte das Spiel zunächst auf seiner Seite, belohnte sich aber nicht. Als er gefragt wurde, ob es einen Moment gab, in dem er spürte, dass die Partie in die richtige Richtung kippen könnte, verwies er noch einmal auf diese erste Hälfte. Die Möglichkeiten seien da gewesen, nur der Ertrag habe gefehlt. Dass der KAC ohne Gegentor in die Kabine kam, hielt die Begegnung damit offen.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Rekelj zunächst nicht den Eindruck, dass die Partie gegen seine Mannschaft laufen würde. „Wir sind gut aus der zweiten Halbzeit rausgekommen, und auf einmal waren wir hinten“, fasste er die Phase nach Wiederbeginn zusammen. Innerhalb von nur zwei Minuten zog der Tabellenführer dann aber davon: Milan Luka Mosser traf in der 59. Minute zum 0:1 und legte in der 61. Minute gleich das 0:2 nach. Der Sirnitz-Coach sprach dabei von „sehr guten Einzelaktionen eines KAC-Spielers“, betonte zugleich aber, dass dieses 0:2 aus seiner Sicht „dem Spielverlauf nicht entsprach“. Entscheidend war dann, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. Sirnitz versuchte laut Rekelj sofort, wieder ins Spiel zu kommen, stellte kurz um, und bekam dafür noch die Belohnung. Martin Hinteregger verkürzte in der 72. Minute auf 1:2, Andreas Pechmann stellte in der 81. Minute auf 2:2 und in der Nachspielzeit machte Hinteregger mit seinem zweiten Treffer das 3:2 perfekt.
Dass Sirnitz nach einem 0:2 gegen den Tabellenführer noch als Sieger vom Platz ging, stellte Rekelj ganz klar in einen größeren Zusammenhang. „Die Mentalität der Truppe war heute unsere größte Stärke. Wenn du zu Hause gegen den Tabellenführer 0:2 zurückliegst und 3:2 gewinnst, ist das ein riesengroßes Kompliment an die Mannschaft“, sagte er. Den Blick wollte der Trainer trotz des Doppelpacks von Martin Hinteregger nicht nur auf einzelne Spieler richten. „Martin Hinteregger hat zwei Tore gemacht. Das ist sicher wichtig. Aber ein riesengroßes Bravo an die ganze Mannschaft, die sich heute endlich die Lorbeeren geholt hat für das, was sie permanent investiert.“ Auch über den Gegner verlor Rekelj trotz der Niederlage des Tabellenführers anerkennende Worte. Der KAC sei „eine ganz junge Mannschaft mit großartigen Spielern“, dazu gefährlich und „nicht zu Unrecht oben“. Verbesserungspotenzial wollte der Sirnitz-Coach an diesem Nachmittag kaum suchen. Auf die entsprechende Frage fiel seine Antwort knapp aus: „Heute weniger.“ Dazu passte auch sein Urteil über den Unparteiischen. „Das war in Ordnung. Es hat gepasst.“ Für Sirnitz war es damit nicht nur ein spektakulärer Heimsieg, sondern ein Spiel, in dem sich der eigene Aufwand endlich einmal auch auf der Anzeigetafel niederschlug.