Spielberichte

"Wir haben ihnen den Sieg geschenkt" – zwei Eigenfehler kosten Köttmannsdorf Punkte

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Köttmannsdorf
SAK Klagenfurt

In der Kärntner Liga musste sich ASKÖ Köttmannsdorf am Samstag gegen SAK Klagenfurt mit 1:2 geschlagen geben. Für Trainer Patrick Rene Striednig war die Niederlage dennoch keine Frage der Leistung, sondern der eigenen Fehler. Zwei unnötige Ballverluste brachten die Gäste vor der Pause auf 2:0, der späte Anschlusstreffer änderte nichts mehr daran, dass Köttmannsdorf den Ertrag aus einem aus seiner Sicht guten Auftritt selbst liegen ließ.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei Szenen vor der Pause bringen den SAK auf Kurs

Striednig machte nach dem Schlusspfiff sehr klar, woran die Partie aus seiner Sicht hing. "Wir haben ihnen den Sieg eigentlich geschenkt", sagte der Trainer der Gastgeber und meinte damit vor allem die beiden Gegentore vor der Pause. Schon in der 8. Minute brachte Sinan Samardzic den SAK mit 1:0 in Führung, in der 40. Minute legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Für Striednig waren beide Treffer nicht das Ergebnis einer längeren Druckphase, sondern direkte Folgen eigener Patzer. "Beim ersten Tor spielt unser Verteidiger den Stürmer mitten in den Fuß, der nur mehr allein aufs Tor laufen muss. Beim zweiten Tor verlieren wir am eigenen Zwanziger durch ein dummes Dribbling den Ball, und der Stürmer kann wieder alleine aufs Tor laufen", schilderte er die beiden entscheidenden Szenen. Mit diesem 0:2 ging es auch in die Halbzeit.

Mit dem Auftritt zufrieden, mit dem Ergebnis überhaupt nicht

Bemerkenswert war dabei, dass Striednig seine Mannschaft trotz der Niederlage deutlich in Schutz nahm. Er sprach nicht von einem schwachen Spiel seiner Elf, sondern im Gegenteil von einer Partie, mit der er über die gesamten 90 Minuten leben konnte. "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft wirklich sehr, sehr zufrieden", sagte er und legte Wert darauf, dass diese Einschätzung nicht nur für einzelne Phasen galt. "Eigentlich muss ich sagen, ich bin mit den kompletten neunzig Minuten sehr zufrieden, was wir da geboten haben." Genau deshalb ärgerte ihn das 1:2 umso mehr. Der Anschlusstreffer von Stephan Borovnik fiel erst in der 93. Minute und kam damit zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Er passte aber zu Striednigs Sichtweise, dass Köttmannsdorf bis zum Schluss in der Partie blieb und sich in erster Linie selbst um Zählbares brachte.

Auch bei den Entscheidungen der Assistenten blieb Unmut zurück

Neben den beiden Eigenfehlern sprach der Köttmannsdorfer Trainer noch einen weiteren Punkt an, ohne die Verantwortung vom eigenen Team wegzuschieben. Mit der Leistung des Schiedsrichters insgesamt war er einverstanden, zwei Entscheidungen an der Linie konnte er allerdings nicht nachvollziehen. "Der Schiedsrichter war völlig in Ordnung, aber zwei Entscheidungen des Linienrichters können wir leider nicht nachvollziehen", sagte Striednig. Nach seiner Darstellung habe eine dieser Szenen vor einem Treffer des SAK eine Rolle gespielt, eine weitere habe Köttmannsdorf selbst ein Tor gekostet. "Für uns wird ein Tor zurückgenommen, weil es angeblich Abseits war. Im Video sieht man im Nachhinein, dass das kein Abseits war", erklärte er. Auch das fügte sich für ihn in einen Nachmittag ein, an dem Kleinigkeiten und Fehler gegen seine Mannschaft liefen.

Ein Punkt nach acht Runden, aber der Trainer sieht weiter eine Chance

In der Tabelle bleibt Köttmannsdorf nach der achten Runde damit bei einem Punkt und wartet weiterhin auf den ersten Sieg. Striednig wollte aus der Niederlage gegen den SAK aber kein grundsätzliches Problem machen, sondern benannte sehr konkret, was seiner Mannschaft noch fehlt. "Wenn wir es endlich einmal schaffen würden, die unnötigen Eigenfehler abzustellen, dann wird es wirklich Zeit für unseren ersten Sieg", sagte er. Diese Aussage erklärt auch, wie er das 1:2 einordnet. Nicht die gesamte Leistung stimmt ihn nachdenklich, sondern die Tatsache, dass aus seiner Sicht ein ansonsten ordentlicher Auftritt wieder durch vermeidbare Fehler zunichtegemacht wurde. So blieb unter dem Strich das Gefühl, dass gegen den SAK mehr möglich gewesen wäre, wenn Köttmannsdorf sich die Gegentore nicht selbst vorbereitet hätte.

Kärntner Liga: Köttmanns. : SAK - 1:2 (0:2)

  • 93
    Stephan Borovnik 1:2
  • 40
    Sinan Samardzic 0:2
  • 8
    Sinan Samardzic 0:1