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"Wir haben wirklich auf Sieg gespielt" – Landskron dreht die Partie trotz früher Roter

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SC Landskron
SC Launsdorf

In der Kärntner Liga hat SC Landskron am Sonntag ein bemerkenswertes 3:2 gegen SC Launsdorf gefeiert. Die Hausherren gerieten früh in Rückstand, mussten ab der 26. Minute in Unterzahl auskommen und drehten die Partie trotzdem noch. Trainer Stefan Stresch sprach nach dem Schlusspfiff von einer Mannschaft, die sich das Momentum im Spiel zurückgeholt habe und am Ende bewusst auf Sieg gegangen sei.

Schuhe mit Tornetz

Image by Med Ahabchane from Pixabay

Früher Rückstand, dann die richtige Antwort

Landskron musste zunächst einem frühen Rückstand nachlaufen. Schon in der 7. Minute brachte Samuel Tamegger die Gäste mit 1:0 in Führung. Stresch machte nach dem Spiel kein Geheimnis daraus, dass ihn diese Szene ärgerte, weil seine Mannschaft nach einem Einwurf aus seiner Sicht nicht gut verteidigte und in dieser Aktion zu wenig Zugriff hatte. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion seiner Elf. Landskron blieb im Spiel, arbeitete sich zurück und kam über die rechte Seite zum Ausgleich. Eine Flanke in den Strafraum verwertete David Gräfischer in der 15. Minute zum 1:1. Damit war die Partie wieder offen, obwohl für die Gastgeber wenig später der nächste Rückschlag folgte. In der 26. Minute musste Landskron nach einer Roten Karte gegen Jonas Jakob Armin Steinwender in Unterzahl weiterspielen. "Wir sind nach dem Ausschluss als Mannschaft noch mehr zusammengerückt", sagte Stresch, und genau dieses Gefühl habe seine Mannschaft bis zur Pause getragen. Mit dem 1:1 zur Halbzeit blieb Landskron trotz Unterzahl voll in der Partie.

Zu zehnt blieb Landskron mutig

Dass Landskron den Nachmittag am Ende tatsächlich noch zu seinen Gunsten drehen konnte, führte der Trainer vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel zurück. Stresch betonte, dass sich seine Elf trotz Unterzahl nicht weit zurückziehen wollte. "Wir wollten aggressiv bleiben gegen den Ball und unsere Prinzipien verfolgen", sagte er. Aus seiner Sicht funktionierte dabei vor allem vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte: das Zentrum schließen, schnell umschalten, die Tiefe hinter der letzten Linie bespielen und über die Seiten Druck erzeugen. Genau daraus entstand dann auch die Führung. In der 58. Minute fiel das 2:1 durch ein Eigentor von Stefan Hasenbichler, nachdem Landskron den Ball gut zur Mitte gebracht hatte. Nur zwei Minuten später legten die Gastgeber nach. Wieder war David Gräfischer zur Stelle und stellte auf 3:1. Für Stresch war das kein Zufall, sondern die Belohnung für eine Mannschaft, die laut eigener Einschätzung "mit einem Mann weniger über lange Zeit die bessere Mannschaft" war.

Auch nach dem Anschlusstreffer blieb die Ruhe

Entschieden war die Partie mit dem Doppelschlag aber noch nicht. Launsdorf kam in der 69. Minute durch Fabian Christian Gangl noch einmal auf 3:2 heran und machte die Schlussphase wieder eng. Gerade deshalb hob Stresch nach dem Spiel hervor, wie ruhig seine Mannschaft geblieben sei. Er sprach zwar eine Szene an, bei der man aus seiner Sicht über ein nicht gegebenes Tor reden könne, wollte das aber ausdrücklich nicht in den Mittelpunkt rücken. "Wir können gewisse Sachen nicht beeinflussen. Wir sind ruhig geblieben und an unserer eigenen Leistung drangeblieben", sagte der Trainer. Das passte zu seiner gesamten Einordnung des Spiels. Auch dem Gegner zollte er Respekt, sprach von einem kampfstarken, disziplinierten Team mit viel Qualität und erinnerte daran, wie eng die Liga insgesamt sei. Umso mehr Gewicht hatte für ihn die Feststellung, dass Landskron "über neunzig Minuten gesehen die bessere Mannschaft" gewesen sei und sich diesen Sieg verdient habe.

Ein großes Kompliment und ein wichtiger Schritt

Nach dem Schlusspfiff stand deshalb weniger das Ergebnis allein im Vordergrund als vielmehr die Art und Weise, wie Landskron zu diesem Sieg gekommen war. Stresch sprach von einer "sehr guten Mannschaftsleistung" und schickte seiner Mannschaft ein klares Lob hinterher. Jeder einzelne Spieler sei an seine Grenze gegangen und habe alles dem Team untergeordnet. Besonders gefiel ihm, dass Landskron die Unterzahl nicht nur verwaltet, sondern den Mut behalten habe. "Wir haben nichts dem Zufall überlassen und wirklich auf Sieg gespielt", sagte er. In der Tabelle hält Landskron nach acht Runden nun bei 17 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe. Für den Trainer war nach diesem 3:2 aber noch etwas anderes entscheidend: die Entwicklung der Mannschaft. "Wir bleiben dran und arbeiten weiter", sagte Stresch. Genau das wollte er nach einem Nachmittag sehen, an dem seine Elf mit zehn Mann Charakter, Disziplin und viel Überzeugung auf den Platz gebracht hat.

Kärntner Liga: Landskron : Launsdorf - 3:2 (1:1)

  • 69
    Fabian Christian Gangl 3:2
  • 60
    David Gräfischer 3:1
  • 58
    Eigentor durch Stefan Hasenbichler 2:1
  • 15
    David Gräfischer 1:1
  • 7
    Samuel Tamegger 0:1