Spielberichte

„Kurz nach der Pause gleich das 2:0“: Launsdorf macht nach Seitenwechsel alles klar

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SC Launsdorf
SV Seeboden

In der Kärntner Liga hat sich der SC Launsdorf mit 4:1 gegen den SV Seeboden am Millstättersee durchgesetzt. Trainer Harald Proprentner sprach von einem „mehr als verdienten“ Heimsieg und sah den Schlüssel direkt nach Seitenwechsel: „Kurz nach der Pause gleich das 2:0 nachzulegen, das war für unser Spiel das Schönste, was passieren kann.“

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Das 1:0 war gut, das 2:0 war noch wichtiger

Launsdorf wusste von Beginn an, was auf die Mannschaft zukommen würde. Proprentner hatte einen kampfkräftigen Gegner erwartet, der viel mit langen Bällen auf die beiden Stürmer arbeitet, und genau dieses Bild zeigte sich auch. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, verteidigten sauber und gingen in der 21. Minute durch Zan Luka Pohlin in Führung. Mit dem 1:0 zur Pause war die Partie aus Sicht des Trainers auf Kurs, auch wenn ihm klar war, dass bei nur einem Tor Vorsprung immer etwas passieren kann. Umso mehr Gewicht bekam dann die Phase direkt nach Wiederbeginn. Als Lukas Pietsch in der 51. Minute auf 2:0 stellte, war das für Launsdorf der Treffer zum genau richtigen Zeitpunkt. „Wir waren zur Pause 1:0 vorne, das war okay. Und kurz nach der Pause haben wir gleich das 2:0 nachgelegt“, sagte Proprentner. Danach zog seine Mannschaft bis auf 4:0 davon, ehe Hanno Morgenstern in der 90. Minute noch auf 4:1 verkürzte.

Viel wegverteidigt und kaum etwas zugelassen

Dass der Sieg am Ende so klar ausfiel, begründete der Launsdorf-Coach vor allem mit der Arbeit gegen den Ball. Seeboden suchte laut Proprentner immer wieder den direkten Weg, dazu kam bei Standards die Gefahr durch körperlich starke Spieler. „Das musst du erst einmal immer wieder wegverteidigen, und das haben wir wirklich ausgezeichnet gemacht“, meinte der Trainer. Gerade in solchen Phasen habe seine Mannschaft sehr konzentriert gearbeitet und nicht viel angeboten. Besonders zufrieden war Proprentner deshalb mit der letzten Linie. Davor Ponjavic, Maximilian Tragner und Nico Wernig hob er dabei ausdrücklich hervor, weil sie gemeinsam mit ihren Nebenleuten viele Bälle entschärften und die Angriffe der Gäste früh stoppten. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: „Wir haben in 90 Minuten keine hundertprozentige Torchance von ihnen zugelassen.“ Auch den späten Gegentreffer ordnete er nicht als Bruch in der Leistung ein, weil Launsdorf das Spiel zuvor schon klar in seine Richtung gezogen hatte.

Von Pohlin bis Hasenbichler: Launsdorf nutzte die Möglichkeiten

Bei den Treffern konnte Proprentner jede Szene genau erklären, und das passt zu einem Nachmittag, an dem bei den Gastgebern vieles zusammenlief. Vor dem 1:0 zog Lukas Pietsch von der halbrechten Seite ab, der Ball wurde zentral abgewehrt, und Zan Luka Pohlin staubte zum 1:0 ab. Das 2:0 fiel nach einem Eckball, bei dem der Ball ins Zentrum kam und Pietsch am schnellsten reagierte. Beim 3:0 setzte Michael Höfferer stark nach, erkämpfte sich im Strafraum den Ball und schob ins lange Eck ein. Das größte Lob des Tages hob sich der Trainer aber für das 4:0 auf. Der Treffer von Stefan Hasenbichler aus rund 30 Metern war für ihn „ein Jahrhunderttor“. Proprentner sagte sogar: „Ich gehe seit 50 Jahren auf den Fußballplatz, aber so ein Tor habe ich überhaupt noch nie gesehen.“ Mehr Anerkennung kann es für einen Distanzschuss wohl kaum geben.

Top-Einstellung als Grundlage und jetzt wartet das Derby

Über den reinen Spielverlauf hinaus sieht Proprentner derzeit vor allem die Haltung seiner Mannschaft als großen Pluspunkt. Er sprach von einer „Top-Einstellung“ im Training und davon, dass jeder Spieler seinen Beitrag leistet. Für ihn ist das keine leere Floskel, sondern ein Punkt, den man im Spiel klar erkennen konnte. „Jeder Spieler ruft hundert Prozent ab“, sagte der Trainer, und genau diese Bereitschaft verbinde sich im Moment auch mit der nötigen Leidenschaft, Spiele wirklich gewinnen zu wollen. Dass das nicht nur für die Startelf gelte, betonte er ebenfalls ausdrücklich. „Egal, ob die Starter oder die Spieler, die später eingewechselt wurden, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir heute einen souveränen Sieg gefeiert haben.“ Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt in Launsdorf aber ohnehin nicht, denn schon jetzt richtet sich der Blick auf das nächste Bezirksderby. Dazu kommt der klare Wunsch des Trainers, im Herbst weiter anzuschreiben und die gute Ausgangslage zu halten.

Kärntner Liga: Launsdorf : Seeboden - 4:1 (1:0)

  • 90
    Hanno Morgenstern 4:1
  • 80
    Stefan Hasenbichler 4:0
  • 63
    Michael Wolfgang Höfferer 3:0
  • 51
    Lukas Pietsch 2:0
  • 21
    Zan Luka Pohlin 1:0