Im Spitzenspiel der Kärntner Liga hat SC St. Veit das Bezirksderby gegen SC Launsdorf mit 3:1 gewonnen und bleibt damit Tabellenführer. Trainer Arno Paul Kozelsky sprach nach dem 11. Saisonspiel von einem „richtigen Fußballabend“ und sah den frühen Doppelschlag als Grundlage. Ebenso wichtig war für ihn, dass seine Mannschaft nach dem Anschlusstreffer nicht ins Wanken geriet, sondern sofort wieder nachlegte.

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Schon der Rahmen dieser Partie hatte für Kozelsky viel von dem, was ein Derby im Unterhaus ausmacht. „Es war ein Bezirksderby mit richtig vielen Zuschauern und einer lässigen Stimmung, wie man es sich nur wünschen kann“, sagte der St.-Veit-Trainer. Auf dem Platz passte für seine Mannschaft zunächst ebenfalls vieles zusammen. Raphael Lukas Kulterer brachte die Gastgeber in der 11. Minute mit 1:0 in Führung und legte in der 18. Minute das 2:0 nach. Für Kozelsky war das der entscheidende Einstieg in den Abend. „Wir sind super in die Partie reingekommen. Wenn du nach 18 Minuten 2:0 führst, ist das sehr positiv“, sagte er. Ganz einseitig blieb die erste Halbzeit aus seiner Sicht dennoch nicht. Launsdorf wurde nach rund einer halben Stunde aggressiver und kam besser ins Spiel, St. Veit nahm den Vorsprung aber mit einem verdienten 2:0 in die Pause.
Dass St. Veit derzeit ganz oben steht, erklärte Kozelsky nach dem Derby vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft die Spiele anlegt. Der Trainer hob nicht nur die frühen Tore hervor, sondern vor allem das Auftreten mit Ball. „Wir sind im Ballbesitz schon den ganzen Herbst sehr gut, machen wenig unnötige Fehler und geben dem Gegner wenig Chancen, unsere Fehler auszunutzen“, sagte er. Genau das war auch gegen Launsdorf ein wichtiger Punkt. St. Veit spielte nach seiner Einschätzung clever und kontrolliert, ohne die Partie unnötig wild werden zu lassen. Kozelsky betonte außerdem, dass seine Mannschaft regelmäßig zu Chancen komme und sich diese Überlegenheit nicht nur in diesem Derby, sondern über die bisherigen Wochen hinweg gezeigt habe. Der Sieg war für ihn deshalb kein Zufallsprodukt, sondern die Fortsetzung eines Musters, das sich durch den bisherigen Herbst zieht.
Nach dem Seitenwechsel veränderte St. Veit laut seinem Trainer ein paar Dinge, am Grundbild der Partie änderte das aber zunächst wenig. „Wir haben das Spiel eigentlich kontrolliert“, sagte Kozelsky. Dann kam in der 74. Minute doch noch einmal Bewegung hinein, als die Gastgeber durch ein Eigentor von Raphael Lukas Kulterer das 2:1 kassierten. Der St.-Veit-Coach machte keinen Hehl daraus, dass dieser Moment heikel war. „Durch einen Eigenfehler haben wir den Anschlusstreffer bekommen, da kann die Partie natürlich kippen“, sagte er. Genau deshalb war die Reaktion umso wichtiger. Nur drei Minuten später stellte Maximilian Gert Rupitsch auf 3:1 und nahm der Begegnung damit wieder die Spannung. „Gott sei Dank haben wir in der nächsten Aktion das 3:1 gemacht“, meinte Kozelsky. Danach sei die Sache für seine Mannschaft im Wesentlichen erledigt gewesen. Launsdorf gab zwar nie auf, St. Veit brachte den Vorsprung aber kontrolliert über die Zeit.
Bei aller Zufriedenheit mit dem eigenen Auftritt verlor Kozelsky den Gegner nicht aus dem Blick. Er kenne die Launsdorfer Mannschaft gut, sagte der Trainer, und er habe gewusst, was auf sein Team zukommt. Entsprechend fiel seine Einordnung respektvoll aus: „Sie haben alles versucht, aber an dem Tag waren wir einfach zu stark.“ Auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams war er einverstanden. „Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine gute Leistung von den drei Unparteiischen. Sehr unauffällig. Genau so soll es sein“, sagte Kozelsky. So stand am Ende nicht nur ein Derby-Sieg gegen den Tabellendritten, sondern auch ein Abend, der dem Trainer wegen der Kulisse besonders in Erinnerung bleiben wird. „Das war ein richtig schöner Fußballabend“, sagte er und genau so dürfte dieser 3:1-Erfolg in St. Veit in Erinnerung bleiben.