Am 11. Spieltag der Kärntner Liga setzte sich SAK Klagenfurt gegen SV Sportastic Spittal mit 4:0 durch und unterstrich damit seine Rolle im Spitzenfeld. Für Spittals sportlichen Leiter Wolfgang Oswald war der Sieg der Gastgeber "in Summe mehr als verdient", auch wenn seine Mannschaft schon in Minute sieben die große Chance auf eine andere Anfangsphase hatte. Am Ende blieben aus Spittaler Sicht vor allem die Eigenfehler und die vielen Ausfälle hängen.

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Der Abend hätte für die Gäste allerdings mit einem ganz anderen Gefühl beginnen können. Schon in der siebenten Minute verzeichnete Spittal einen Stangenschuss, der laut Oswald das mögliche 1:0 gewesen wäre. "Aber hätte, wäre, zählt im Fußball nicht", sagte der Sportliche Leiter und brachte damit die erste Schlüsselszene aus seiner Sicht auf den Punkt. Danach nahm der SAK das Spiel immer mehr in die Hand, hatte laut Oswald rund 70 Prozent Ballbesitz und belohnte sich auch auf der Anzeigetafel. In der 14. Minute traf Sinan Samardzic zum 1:0, in der 27. Minute legte Mark Serbec nach. Mit dem 2:0 zur Pause war die Richtung der Partie bereits klar vorgegeben. Oswald ordnete die Leistung der Klagenfurter entsprechend deutlich ein: "In Summe war es ein verdienter Sieg für den SAK. Sie haben an diesem Spieltag eindrucksvoll bewiesen, warum sie ganz vorne stehen und zu den Titelkandidaten gehören."
Auch nach dem Seitenwechsel fand Spittal keinen Weg zurück in die Partie. Statt einer Aufholjagd folgte in der 56. Minute das 3:0, erneut durch Samardzic, womit der SAK seine Überlegenheit auch im Ergebnis weiter ausbaute. Oswald machte kein Geheimnis daraus, wie er die Kräfteverhältnisse gesehen hat: "Der Gegner war über 90 Minuten spielbestimmend und hatte rund 70 Prozent Ballbesitz." In der 65. Minute wurde es für die Gäste zusätzlich schwierig, weil Sasa Blagojevic die Rote Karte sah. Oswald meinte dazu: "Vielleicht war die Rote Karte etwas hart, aber ich war nicht so nahe dran wie der Schiedsrichter." Den Schlusspunkt setzte schließlich Gaston Mavuzi Nkutu in der 88. Minute zum 4:0. Damit stand am Ende ein Ergebnis, das aus Sicht des Spittaler Funktionärs den Spielverlauf deutlich widerspiegelte.
Dass Spittal an diesem Abend nicht in Bestbesetzung antreten konnte, wollte Oswald nicht als alleinige Erklärung für die klare Niederlage gelten lassen, ganz ausblenden wollte er diesen Umstand aber ebenfalls nicht. "Wir hatten heute sechs Ausfälle von Spielern, die sonst in der Startelf stehen", sagte er. Gerade deshalb hob er einen anderen Punkt besonders hervor. "Wir sind sehr froh und stolz, dass wir heute zehn Spieler unter 20 Jahren am Spielbericht hatten. Das ist ein starkes Zeichen für die Zukunft." Für Spittal war das in einem schwierigen Auswärtsspiel zumindest ein Aspekt, den der Verein mitnehmen will. Oswald stellte klar, dass der Nachwuchs im Klub nicht nur mitläuft, sondern tatsächlich seine Chance bekommt: "Der Nachwuchs erhält in Spittal die Chance." Damit bekam die Niederlage zumindest noch eine Perspektive, die über diesen Abend hinausreicht.
Die sportliche Analyse fiel deshalb trotz aller personellen Probleme ziemlich deutlich aus. "Alle vier Gegentore haben wir uns durch Eigenfehler selbst produziert", sagte Oswald und nannte damit den Punkt, der ihn nach dem Schlusspfiff am meisten beschäftigte. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Spittal den eigenen Plan nicht konsequent genug auf den Platz brachte. "Einerseits war die Eigenfehlerquote zu hoch, andererseits war das taktische Konzept, das wir uns vorgenommen hatten, aufgrund von Eigenfehlern nicht umsetzbar." Gleichzeitig verteilte Oswald auch ein klares Lob an die Gastgeber und an das Schiedsrichterteam. Der SAK habe laut ihm eindrucksvoll gezeigt, warum er zu den Titelkandidaten zählt, und "das Schiedsrichterteam war über 90 Minuten hervorragend". Für Spittal geht es nun darum, die Fehler rasch aufzuarbeiten, ehe am kommenden Samstag zu Hause das nächste Spiel gegen Nußdorf wartet.