In der Kärntner Liga trennten sich FC-WR Nußdorf/Debant und SGA Sirnitz torlos 0:0. Für Sirnitz-Trainer Bernhard Rekelj war der Punkt zwar willkommen, wirklich zufrieden war er damit aber nicht. Weil seine Mannschaft laut Rekelj eine der schwächsten Saisonleistungen zeigte und über weite Strecken zu wenig Nachdruck entwickelte, sprach der Gäste-Coach nach dem Schlusspfiff von einem glücklichen Remis. Das Ergebnis stand für ihn damit deutlich freundlicher da als der tatsächliche Auftritt seiner Elf.

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Viel sprach nach dem Spiel dafür, dass die Gastgeber mit diesem Remis deutlich weniger anfangen konnten als Sirnitz. Rekelj machte jedenfalls keinen Hehl daraus, wie er die Kräfteverhältnisse gesehen hat. „Ich denke, dass wir in den entscheidenden Phasen Glück gehabt haben und dann einen Punkt gemacht haben“, sagte der Trainer der Gäste. Schon zur Halbzeit hatte es 0:0 gestanden, und am Ende blieb es auch dabei. Für Rekelj änderte dieses Ergebnis aber nichts am Gesamteindruck, denn aus seiner Sicht hatte Nußdorf über die gesamte Spielzeit die besseren Möglichkeiten. „Nußdorf hat über 90 Minuten die besseren Chancen gehabt. Wir hatten schon auch ein, zwei gute Chancen, haben das Tor aber nicht gemacht“, erklärte er und verwies zusätzlich darauf, dass den Gastgebern beim letzten Pass die letzte Präzision gefehlt habe.
Noch deutlicher wurde der Sirnitz-Trainer bei der Frage, was bei seiner eigenen Mannschaft funktioniert hat. Seine Antwort fiel knapp aus, aber sie sagte viel über seine Stimmung nach dem Abpfiff. „Heute recht wenig. Das war mit Abstand die schlechteste Saisonleistung“, sagte Rekelj. Vor allem in den Grundtugenden sah er klare Defizite. „Der nötige Nachdruck, die Laufbereitschaft, der absolute Wille, das Match gewinnen zu wollen – das hat der Mannschaft leider komplett gefehlt“, meinte er. Damit rückte bei seiner Analyse nicht das 0:0 in den Mittelpunkt, sondern die Art und Weise, wie Sirnitz zu diesem Punkt gekommen ist. Rekelj störte weniger, dass seine Elf torlos blieb, sondern dass sie den Eindruck vermittelte, an diesem Tag nicht mit der nötigen Entschlossenheit in die Partie gegangen zu sein.
Dass Nußdorf dem Sieg näher war, leitete Rekelj auch aus der Herangehensweise des Gegners ab. „Nußdorf war näher am Sieg, weil sie giftiger agiert haben und den Sieg mehr wollten als wir heute“, sagte er. Auch über die Gastgeber verlor er deshalb kein schlechtes Wort. Sie hätten „zackig und stark agiert“ und sich gute Möglichkeiten herausgespielt, so der Sirnitz-Coach. Über den Schiedsrichter gab es von seiner Seite ebenfalls nichts zu beanstanden: „Alles in Ordnung.“ Für Sirnitz bleibt unter dem Strich zwar ein Auswärtspunkt, doch der Trainer verband diesen Zähler klar mit einer Mahnung. In der Tabelle steht Sirnitz nach elf Runden bei zehn Punkten auf Rang 13, Nußdorf hält bei zwei Zählern. Viel wichtiger als diese Zahl dürfte für Rekelj aber sein, dass seine Mannschaft in den nächsten Spielen wieder mehr Laufbereitschaft und mehr Nachdruck auf den Platz bringt.