Spielberichte

„Wir haben uns von Minute zu Minute gesteigert“ – Landskron dreht gegen den KAC ein 0:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Landskron
KAC 1909

In der Kärntner Liga hat SC Landskron am Samstag gegen KAC 1909 einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Heimsieg verwandelt. Trainer Stefan Stresch sah dabei keinen starken Start seiner Mannschaft, dafür aber eine klare Steigerung nach rund zwanzig Minuten. Genau darin lag für ihn auch der Schlüssel: Landskron wurde kompakter, aggressiver und belohnte sich nach der Pause mit dem Doppelschlag von David Gräfischer.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Der KAC erwischt den besseren Start

Der Beginn gehörte aus Sicht von Stefan Stresch klar den Gästen. Landskron kam nicht richtig in die Partie und hatte vor allem in den ersten zwanzig Minuten Probleme, Zugriff zu bekommen. „Der Gegner war besser im Spiel. Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, waren zu weit weg vom Gegner und haben viele Räume offengelassen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu kam, dass seine Mannschaft im Umschalten nicht kompakt genug agierte und die Abstände zu groß waren. In diese Phase fiel auch das 0:1 durch Jan Noah Pecksieder in der 15. Minute. Stresch sagte offen, dass der Rückstand in dieser Phase nicht unverdient war, weil der KAC für ihn die besseren Lösungen hatte und Landskron zunächst zu wenig Aggressivität auf den Platz brachte.

Ab Minute 20 kommt Landskron ins Spiel

Genau diese erste Phase war für den Landskron-Coach aber auch der Ausgangspunkt für die Wende. Denn nach rund zwanzig Minuten sah er eine Mannschaft, die sich Schritt für Schritt stabilisierte. „Dann sind wir viel besser ins Spiel gekommen, von Minute zu Minute. Wir waren viel kompakter, viel aggressiver gegen den Ball, haben sehr viele Zweikämpfe und sehr viele zweite Bälle gewonnen“, erklärte Stresch. Für ihn lag die Veränderung nicht nur im Einsatz gegen den Ball, sondern auch im eigenen Spielaufbau. Landskron fand laut seinem Trainer bessere Lösungen, verlagerte gut und kam so auch zu Möglichkeiten. Vor der Pause blieb der Ausgleich zwar noch aus, doch Stresch hatte schon da das Gefühl, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg war. Besonders wichtig war für ihn, dass sein Team nicht die Geduld verlor und am Matchplan festhielt.

Gräfischer trifft doppelt, das Muster beider Tore war ähnlich

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Landskron den Druck weiter, und genau das entsprach laut Stresch der Vorgabe. „Wir sind nach der Pause noch höher draufgegangen, waren im Pressing sehr aggressiv und haben versucht, hohe Bälle zu gewinnen“, sagte er. Diese Entwicklung spiegelte sich dann auch im Ergebnis wider. In der 70. Minute erzielte David Gräfischer das 1:1, nur drei Minuten später legte er mit dem 2:1 nach. Stresch beschrieb beide Treffer als sehr ähnlich. Beim ersten Tor sei Landskron nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schnell über die Seite hinter die letzte Kette gekommen und habe einen Stanglpass im Zentrum verwertet. Beim zweiten Treffer sei wieder ein Pass hinter die letzte Linie gekommen, ehe im Strafraum erneut der Ball quergelegt und im Zentrum abgeschlossen worden sei. „Das war fast eine Wiederholung von Tor eins“, sagte der Trainer, der gerade diese Klarheit im Umschalten hervorhob.

„Wir haben nicht nachgelassen“

In seiner Gesamtbewertung sprach Stresch deshalb von einem verdienten Sieg, auch wenn er die Leistung nicht über die gesamten neunzig Minuten auf dem höchsten Niveau seiner Mannschaft sah. Entscheidend war für ihn, dass seine Elf nie den Glauben verlor. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment geben. Ich habe gespürt, dass wir den Sieg unbedingt wollten, dass wir daran geglaubt haben bis zum Schluss und nicht aufgegeben haben“, sagte der Landskron-Trainer. Dass sein Team im Verlauf des Spiels immer wieder zulegen konnte, war für ihn der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Gleichzeitig verteilte Stresch auch Respekt an den Gegner, den er als junge, aber qualitativ gute Mannschaft mit gutem Positionsspiel bezeichnete. Umso höher ordnete er den Heimsieg ein. In der Tabelle zieht Landskron damit nach elf Runden mit 20 Punkten an einem direkten Konkurrenten vorbei und setzt sich in der engen Kärntner Liga im oberen Bereich fest.

Kärntner Liga: Landskron : KAC 1909 - 2:1 (0:1)

  • 73
    David Gräfischer 2:1
  • 70
    David Gräfischer 1:1
  • 15
    Jan Noah Pecksieder 0:1