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"Mit dem 1:0 ist das Spiel endgültig in unsere Richtung gelaufen" – Grafenstein gewinnt 4:1 in Seeboden

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SV Seeboden
TSV Grafenstein

In der Kärntner Liga hat SV Seeboden am Millstättersee gegen TSV Grafenstein mit 1:4 verloren. Für Trainer Alexander Stroj war der Auswärtssieg seiner Mannschaft vor allem deshalb so wertvoll, weil er auf einem schwierigen Platz und gegen einen unangenehmen Gegner zustande kam. Grafenstein war laut Stroj von Beginn an das klar aktivere Team, ließ zunächst aber mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Viel Ballbesitz, aber lange noch ohne Belohnung

Alexander Stroj hatte schon früh den Eindruck, dass seine Mannschaft die Partie grundsätzlich im Griff hatte. "Wir waren von Anfang an sehr dominant", sagte der Trainer nach dem Spiel und machte damit klar, wie er die Kräfteverhältnisse in Seeboden gesehen hat. Ganz so einfach war die Aufgabe für seine Elf dennoch nicht, denn der Gegner blieb für ihn trotz dieser Dominanz ständig gefährlich. Vor allem die langen Bälle auf die beiden großen Stürmer der Gastgeber sprach Stroj ausdrücklich an. Genau darin sah er einen Punkt, der das Spiel in der Anfangsphase offen hielt. "Bis zum ersten Tor haben wir drei, vier Top-Chancen liegen gelassen", sagte er, und gerade deshalb blieb für ihn das Gefühl, dass die Partie auch anders hätte kippen können. Wenn Seeboden in dieser Phase getroffen hätte, wäre das Match laut Stroj durchaus in Richtung der Heimelf gelaufen.

Walzl bringt Ruhe, Rabitsch und Sorger machen es klar

Der Moment, an dem sich das Spiel aus Sicht der Gäste wirklich zu drehen begann, kam in der 34. Minute. Bernhard Walzl erzielte das 1:0 für Grafenstein, und genau diesen Treffer stellte Stroj in den Mittelpunkt seiner Analyse. "Der wichtigste Moment war das 1:0 von Bernhard Walzl, als er super auf den gerade eingewechselten Torhüter durchläuft, den Ball erkämpft und das 1:0 macht", sagte der Trainer. Für ihn war das der Treffer, ab dem die Partie nicht nur spielerisch, sondern auch ergebnismäßig in die gewünschte Richtung lief. Kurz vor der Pause legte Lukas Rabitsch in der 44. Minute das 2:0 nach, womit Grafenstein schon mit einem ordentlichen Polster in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rabitsch in der 61. Minute auf 3:0. Stroj fand dafür klare Worte: "Das 3:0 war ein unglaublicher Distanzschuss mit dem linken Fuß von Lukas Rabitsch." Dass Seeboden nur drei Minuten später durch Mirsad Ramic auf 1:3 verkürzte, änderte am Gesamtbild nicht mehr viel. In der 73. Minute setzte Nico Sorger mit dem 4:1 den Schlusspunkt.

Hinten stabil, vorne konsequent genug

Dass Grafenstein am Ende vier Tore mitnahm, war für Stroj aber nicht nur eine Frage der Offensive. Er hob vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor und war mit dem gesamten Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. "Unser Abwehrverhalten war heute gut bis sehr gut. Auch im Umschaltverhalten haben wir wenig zugelassen", sagte er. Gerade auf einem Platz wie in Seeboden, den er als schweres Auswärtsspiel einordnete, war das für ihn ein ganz wesentlicher Punkt. Umso bemerkenswerter ist seine Einordnung des Gegners, denn trotz der klaren Niederlage sprach er der Heimelf die Qualität keineswegs ab. "Gerade vorne haben sie extreme Qualität. Mit den beiden Stürmern beschäftigen sie eine Hintermannschaft die ganze Zeit", sagte Stroj über Seeboden und ergänzte: "Über Seeboden mache ich mir grundsätzlich keine Sorgen. Das ist eine gute Mannschaft." Für Grafenstein bedeutet der Auswärtssieg in Runde elf jedenfalls einen wichtigen Schritt: Die Mannschaft hält nun bei 21 Punkten und bleibt damit vorne dran.

Kärntner Liga: Seeboden : Grafenstein - 1:4 (0:2)

  • 73
    Nico Sorger 1:4
  • 64
    Mirsad Ramic 1:3
  • 61
    Lukas Rabitsch 0:3
  • 44
    Lukas Rabitsch 0:2
  • 34
    Bernhard Walzl 0:1