In der Unterliga West ging es bis zum letzten Spieltag denkbar knapp zu, vier Vereine hatten noch die Möglichkeit, den Meistertitel zu holen, am Ende konnte sich die SG aus Steinfeld durchsetzen und tritt in der Kärntner Liga an. Wie die Saison verlaufen ist und welche Ziele sich der Verein unter Obmann Hans Egger steckt, hat unterhaus.at in einem interessanten Gespräch herausgefunden.
Die SG Steinfeld gewann von 30 Spielen 15 Partien, außerdem wurden sieben Unentschieden geholt und acht Niederlagen mussten verkraftet werden. Das zeigt eigentlich schon wie ausgeglichen die ganze Saison war. Die Niederlagen kassierte man hauptsächlich in der Fremde, gleich sechs Mal trat man die Heimreise ohne Punkte an. Außerdem konnte gegen Nußdorf und Radenthein weder zuhause noch auswärts gepunktet werden. Auch gegen Seeboden, Rothenthurn, Arnoldstein und Lurnfeld musste man je ein Mal eine Niederlage hinnehmen.
Zuhause sammelte die SG Steinfeld 29 Punkte, das sind vier Punkte weniger als Matrei und so muss man sich in dieser Bilanz mit dem zweiten Platz begnügen. Aber auch Seeboden und der FC Mölltal holten ebenso viele Zähler wie der Meister, nur das Torverhältnis ist ein schlechteres. Auch in der Fremde liegt man in der Statistik mit 23 Punkten an zweiter Stelle, Lurnfeld konnte einen Punkt mehr holen, Penk liegt mit ebenfalls 23 Zählern an dritter Stelle.
Die Hinrunde wurde von der SG Steinfeld dominiert, gleich 27 Punkte konnten bejubelt werden, Radenthein liegt mit 26 Zählern auf Platz zwei und Rothenthurn und Matrei sammelten 25 Punkte. In der Rückrunde ließ Steinfeld etwas aus, 25 Punkte bedeuten den fünften Platz in dieser Statistik. Auf Platz eins liegt Lurnfeld mit 32 Zählern, auch Greifenburg, Magdalen und Matrei platzierten sich vor dem Aufsteiger in die Kärntner Liga.
Der Saisonverlauf spricht eine deutliche Sprache, es ging Auf und Ab, vor allem im Herbst, obwohl man die Hinrunde dominiert hat. Auch das ist ein Beweis dafür, dass es bis zum Schluss ziemlich eng zuging in der Unterliga West. Aber ab der 18. Runde ließ sich Steinfeld das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen, der erste Platz wurde bis zur letzten Runde auf Biegen und Brechen verteidigt.
Der Meister erzielte in 30 Runden 60 Tore, das ist ein Schnitt von zwei Toren pro Spiel. Bei den Gegentreffern musste man 42 in Kauf nehmen, da waren andere Teams, wie zum Beispiel der FC Lurnfeld (35 Gegentore) oder die WSG Radenthein (35 Gegentore), deutlich besser. Mit 23 Toren konnte sich Roman Gaspersic den ersten Platz in der internen Torschützenliste sichern, an zweiter Stelle liegt Miha Znidarsic mit 18 Toren. Danach klafft ein großes Loch, den dritten Platz teilen sich, mit je fünf Treffern, Andreas Allmayer und Franz Mussnig.
Obmann Hans Egger lässt die Saison noch einmal kurz Revue passieren: "Unser Ziel war es schon, um den Aufstieg mitzuspielen und wir sind sehr stolz darüber, dass wir es zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte geschafft haben, in die Kärntner Liga aufzusteigen." Außerdem betont Egger des weiteren, dass nicht viele junge Spieler oft die Chance haben werden, in der höchsten Landesliga spielen zu können. Auf die Zielsetzung angesprochen erklärt Obmann Egger abschließend: "Natürlich wollen wir den Klassenerhalt schaffen und in der Liga eine gute Figur abgeben." Ob man dieses Ziel erreichen kann, wird die kommende Saison zeigen, leicht wird es für den Aufsteiger aber mit Sicherheit nicht.
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von Almut Smoliner