In der Unterliga West setzte sich der SV Raika Greifenburg mit 4:2 gegen ATUS VFI-Center Nötsch durch. Mann des Abends war Tobias Boris Mikulan mit einem Viererpack, für die Gäste traf Alessandro Ventre doppelt. Trainer Marcel Pirker sprach von einem schwierigen Beginn, einem verdienten 2:1 zur Pause und davon, dass seine Elf den Sieg letztlich mehr wollte. „Heute waren alle voll dabei“, sagte der Coach, der im Sommer aufhört und die Saison noch zu Ende betreut.

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Nötsch erwischte den besseren Start – „sie sind besser hineingekommen“, bestätigte Marcel Pirker –, doch den ersten Stich setzte Greifenburg. Nach 13 Minuten brachte Tobias Boris Mikulan die Heimischen 1:0 in Front. Die Gäste blieben aber im Spiel und glichen durch Alessandro Ventre zum 1:1 aus (24.). Greifenburg arbeitete sich immer besser hinein, wie Pirker erklärte: „Wir hatten eine kleine Umstellung, dann sind wir von Minute zu Minute besser geworden und haben verdient 2:1 vorne gelegen.“ Diesen Vorsprung stellte erneut Mikulan in der 36. Minute her, zur Pause stand es 2:1. Direkt nach Wiederbeginn meldete sich Nötsch noch einmal zurück: Wieder war Ventre zur Stelle und besorgte das 2:2 (50.). Die Antwort der Heimischen ließ nicht lange auf sich warten. Nur sechs Minuten später schnürte Mikulan seinen Hattrick und stellte auf 3:2 (56.). In der Schlussphase blieb Greifenburg am Drücker und machte den Deckel drauf: Mikulan traf in Minute 83 zum 4:2 und setzte seinem starken Auftritt die Krone auf.
Im Anschluss hob der Greifenburg-Trainer die mannschaftliche Leistung hervor – ohne Umschweife und mit Nachdruck. „Heute muss ich die ganze Mannschaft hervorheben, besonders Mikulan“, sagte Pirker. Der Vierfach-Torschütze war der Unterschied im Strafraum, doch der Coach ließ keinen Zweifel daran, dass die Basis im Kollektiv lag: „Heute waren alle voll dabei.“ Zu den Treffern selbst blieb er bodenständig: „Alle Tore waren wichtig. Das erste war sicher sehr schön, das letzte auch. Eigentlich waren alle schön.“ Entscheidend war für ihn aber nicht nur die Effizienz, sondern die innere Haltung seines Teams. Pirker brachte es auf den Punkt: „Wir wollten den Sieg mehr. Und das reicht oft in diesen Klassen.“ Schon zur Pause fühlte er sich bestätigt: „Je länger die erste Halbzeit gedauert hat, desto besser sind wir reingekommen und haben verdient 2:1 vorne gelegen.“ Genau diese Mischung aus Arbeit, Glaube und Kaltschnäuzigkeit trug Greifenburg durch die heiklen Phasen.
Auch für den Gegner fand Pirker respektvolle Worte. „Man sieht, dass Nötsch sehr gut am Ball ist. Es ist eine spielerische Mannschaft“, sagte er. Aus seiner Sicht fehlte den Gailtalern am Ende die Wucht nach vorne: „Nach vorne waren sie vielleicht nicht so gefährlich. Vielleicht waren es die Temperaturen.“ Auf Nachfrage zu diskutablen Szenen blieb er gelassen: „Es waren ein, zwei Elfmeterentscheidungen, über die man diskutieren kann, aber er hat gepfiffen und fertig.“ In der Tabelle liegen beide Vereine eng beisammen – Nötsch mit 32 Punkten auf Rang sechs, Greifenburg mit 31 auf Rang acht –, umso wichtiger wirkt dieser Dreier für das Heimteam. Und dann noch eine Nachricht abseits des Rasens: „Ich mache bis Sommer noch fertig. Ab Sommer bin ich nicht mehr Trainer“, erklärte Pirker. Wie es für ihn weitergeht, ist offen: „Weiß ich noch nicht.“ Bis dahin will er mit seiner Mannschaft den eingeschlagenen Weg bestätigen und die restlichen Runden mit derselben Konsequenz angehen.