Spielberichte

Bernd Sommer (Trainer ASKÖ Irschen): "Das Unentschieden geht in Ordnung"

Rapid Lienz
ASKÖ Irschen

In der Unterliga West trennten sich Rapid Lienz und ASKÖ Irschen mit 0:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ließ Irschen große Chancen auf die Führung liegen, nach der Pause hatte Lienz mehr vom Spiel und traf gleich dreimal Aluminium. Am Ende stand die Punkteteilung, die für Gäste-Trainer Bernd Sommer passt: "Wenn man die Möglichkeiten auf beiden Seiten zusammenrechnet, geht das Remis in Ordnung. Lienz hatte zum Schluss mehr Luft, wir hatten am Freitag ein Nachtragsspiel in den Beinen."

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Irschen lässt dicke Chancen liegen, Lienz trifft dreimal Aluminium

Die Partie begann offen, ohne dass sich eines der beiden Teams früh absetzte. Genau so hat es Bernd Sommer gesehen: "In der ersten Halbzeit waren Irschen und Lienz ebenbürtig." Aus seiner Sicht lag der Führungstreffer für seine Mannschaft aber auf: "Wir müssen normalerweise 2:0 in Führung gehen." Besonders bitter: Einmal verfehlte Irschen sogar das leere Tor, zuvor war bereits eine Großchance liegen geblieben. Weil die Gäste ihre Möglichkeiten nicht nutzten, ging es mit 0:0 in die Kabinen – zur Pause stand es ohne Treffer, obwohl die Gelegenheiten da gewesen wären. Nach dem Seitenwechsel kippte das Bild: "In der zweiten Halbzeit war Lienz besser und hatte insgesamt drei Stangenschüsse", so Sommer. Lienz blieb am Drücker, Irschen hielt kämpferisch dagegen, brachte aber die eigenen Umschaltmomente nicht mehr konsequent zu Ende.

Nachtragsspiel in den Beinen – Lienz mit mehr Luft im Finish

Warum das Pendel nach der Pause in Richtung Lienz ausschlug, erklärte Sommer deutlich mit der Belastung der vergangenen Tage: "Lienz hat zum Schluss mehr Luft gehabt, weil Irschen am Freitag ein Nachtragsspiel bestritten hat. Kräftemäßig waren wir da im Nachteil, und das war ein Riesenvorteil für Lienz." Dass seine Mannschaft dennoch geschlossen auftrat, war ihm wichtig zu betonen: "Es hat jeder alles gegeben, man kann keinem einen Vorwurf machen." Genau in dieser Mischung aus großem Einsatz und schwindenden Körnern fand die Schlussphase ihr Bild: Lienz drängte, hämmerte den Ball dreimal an die Stange, Irschen verteidigte tapfer und rettete den Punkt. Was gefehlt hat, um die drei Zähler mitzunehmen, möchte der Trainer erst aufarbeiten: "Das müssen wir analysieren." Unterm Strich blieb für ihn das faire Fazit: "Das Unentschieden geht so in Ordnung."

Punkteteilung passt – Lob für Gegner und Unparteiische, Blick nach vorne

Auch den Gegner bewertete Sommer respektvoll: "Lienz war eigentlich ebenbürtig, der Sieg wäre für beide in Ordnung gewesen. Besonders stark war bei Lienz die gesamte Mannschaftsleistung." Passend zu einer intensiven, aber fairen Partie fiel seine Einschätzung zur Leitung aus: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, es gab keine strittigen Szenen."

In der Tabelle hilft der Zähler beiden nur bedingt: Nach 21 Runden hält Lienz bei 17 Punkten und rangiert auf Platz 12, Irschen bleibt mit sechs Zählern auf Rang 14. Für die Gäste zählen jetzt Regeneration und ein klarer Kopf. Die verpassten Hochkaräter aus Halbzeit eins sollen in der nächsten Trainingswoche aufgearbeitet werden, denn die Basis stimmt: Einsatz, Zusammenhalt und das Bewusstsein, dass es mit mehr Effizienz wieder drei Punkte werden können.