Der Schritt in die Unterliga West war für den FC Bad Kleinkirchheim der verdiente Lohn einer starken Saison und zugleich der Start in eine Spielzeit, in der es vor allem um Stabilität gehen wird. „Die letzte Saison ist sehr gut verlaufen, da wir aufgestiegen sind“, sagt Alexander Peter Ertl, Trainer des FC Bad Kleinkirchheim, im Gespräch mit Ligaportal. Der Kern der Mannschaft bleibt, dazu kommen junge Kräfte. Das erste Ziel ist klar: der Klassenerhalt.

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In Bad Kleinkirchheim blickt man mit guten Gründen zufrieden zurück. Der Aufstieg aus der 1. Klasse war für den Verein nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch das Ergebnis einer Mannschaft, die laut Ertl über die gesamte Saison hinweg als Einheit funktioniert hat. „Die positiven Aspekte waren, dass die Mannschaft zusammengehalten hat und eine Einheit war“, sagt der Trainer.
Besonders tief eingeprägt hat sich die Relegation. Dort gelang der entscheidende Schritt nach oben unter Umständen, die in Erinnerung bleiben. „Wir haben zum Schluss in der Relegation in vier Minuten den Aufstieg geschafft, mit einem Mann weniger. Das war natürlich das Highlight des Jahres“, sagt Ertl. Gerade solche Momente erklären, warum der Verein den Sprung in die Unterliga nicht als Zufallsprodukt versteht, sondern als Lohn für Geschlossenheit und Widerstandskraft.
Im Sommer setzt der Aufsteiger nun nicht auf einen großen Umbau, sondern auf gezielte Ergänzungen. Die Richtung ist klar: Frische Kräfte sollen den Kader verbreitern, ohne das bestehende Gerüst zu verändern. „Wir möchten uns mit den Jungen verstärken“, sagt der Trainer.
Konkret gibt es mit Julian Gruber vom SC Reichenau einen Neuzugang, der in der Innen- wie auch in der Außenverteidigung eingesetzt werden kann. Damit bekommt die Defensive zusätzliche Optionen. Gleichzeitig vertraut der Verein jener Mannschaft, die den Aufstieg geschafft hat. Ertl sagt, man wolle der bisherigen Truppe mit dieser Verstärkung die Chance geben, sich nun auch in der Unterliga zu beweisen.
Auf der Abgangsseite stehen Dion Walker, ein linker Mittelfeldspieler, der nach Berg wechselt, sowie der zentrale Mittelfeldspieler Thomas Dabernig, den es nach Feffernitz zieht. Es sind Abgänge, die personell ins Gewicht fallen, ohne dass der Verein deshalb seinen Kurs verändert. Im Mittelpunkt steht kein radikaler Neuaufbau, sondern die Frage, wie schnell die jungen Spieler integriert werden und wie rasch sich die Mannschaft an das neue Niveau anpasst.
Nicht ganz sorgenfrei ist die Lage bei Daniel Aufegger. Der Defensivspieler fehlt dem Verein bereits seit einigen Monaten mit einem Kreuzbandriss. Nach aktuellem Stand soll er ab der Wintervorbereitung wieder dazustoßen. Für einen Aufsteiger, der in der Breite ohnehin genau rechnen muss, ist ein längerfristiger Ausfall dieser Art ein Faktor, den man im Saisonverlauf einkalkulieren muss.
Bei den Zielen verzichtet Ertl auf jede Ausschmückung. Auf die Frage nach der kommenden Saison kommt die Antwort knapp und eindeutig: „Klassenerhalt.“ Mehr braucht es im Moment auch nicht. Nach einem Aufstieg ist genau diese Nüchternheit oft ein realistischer Zugang.
Bad Kleinkirchheim geht die neue Liga also mit viel Selbstvertrauen aus dem Vorjahr an, aber ohne sich in großen Ankündigungen zu verlieren. Der Verein weiß, woraus er seine Stärke gezogen hat: aus Zusammenhalt, aus einer funktionierenden Gruppe und aus der Fähigkeit, in entscheidenden Momenten da zu sein. In der Unterliga muss sich nun zeigen, wie tragfähig dieses Fundament eine Klasse höher ist.
Abseits des Rasens steht am Samstag, 18. Juli, zudem das Fischfest in Feld am See an, bei dem der Verein ausschenkt. Auch das gehört zum Bild dieses Klubs: sportlicher Aufbruch auf der einen Seite, enge Verwurzelung im Vereinsleben auf der anderen. Für die Fans beginnt damit ein Sommer, in dem die Erinnerung an den Aufstieg noch frisch ist und in dem sich alles daran orientiert, diesen Platz in der Unterliga auch zu behaupten.