Spielberichte

Eigenfehler bestraft: „Rothenthurn hat das kaltblütig ausgenutzt“

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SV Egg
SV AQUA-DOC Rothenthurn

In der Unterliga West musste sich SV Egg vor rund 400 Zuschauern in Laatschach dem Tabellenführer SV AQUA-DOC Rothenthurn mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Thomas Warmuth war es „ein kampfbetontes Spiel“, in dem seine Mannschaft zwar „richtig guten Fußball“ zeigte und lange mithielt, am Ende aber zwei Eigenfehler teuer bezahlte. Genau darin lag für den Egg-Coach der Unterschied an diesem Nachmittag.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Zwei Tore, lange offenes Spiel

Der Nachmittag entwickelte sich so, wie Warmuth ihn später beschrieb: intensiv, umkämpft und ohne große Geschenke. Rothenthurn ging in der 18. Minute durch Dean Djurdjevic mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch in die Pause mit. Für Egg war das ein Rückstand, der das Spiel zwar in die Richtung der Gäste kippte, die Partie aber noch nicht entschied. Warmuth sah sein Team weiter ordentlich dagegenhalten und betonte: „Wir haben richtig guten Fußball gespielt und richtig gut mitgefightet.“ Dass Rothenthurn dann in der 76. Minute durch Florian Alfred Hackl auf 2:0 stellte, gab den Gästen schließlich die nötige Ruhe, um den Auswärtssieg über die Zeit zu bringen.

Warmuth sieht Eigenfehler als Knackpunkt

Den Kern der Niederlage machte der Egg-Trainer nicht an fehlender Einstellung fest, sondern an Momenten, in denen seine Mannschaft den Ball nicht sauber klären konnte. „Die Tore basierten auf Eigenfehlern, die Rothenthurn kaltblütig ausnutzte“, sagte Warmuth und wurde noch deutlicher: „Wenn der Ball nicht weggeschlagen oder nicht ausgeputzt wird und der Gegner im Sechzehner leicht zum Ball kommt, dann schießt er ihn ins Tor.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Egg nicht in alle Zweikämpfe so hineinkam, wie es nötig gewesen wäre. Rothenthurn habe genau dort Vorteile gehabt. „Sie waren kompakter, haben körperbetonter gespielt und das souverän nach Hause gebracht“, so Warmuth, der den Gästen außerdem ihre größere Routine in der Unterliga zugestand.

Kritik nach dem Schlusspfiff, Lob für die Kulisse

Trotz der Niederlage wollte Warmuth die Leistung seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Rothenthurn war eine kompakte Mannschaft, stand stabil in der Abwehr und hat mehr Routine in der Unterliga. Aber wir haben richtig gut mitgehalten“, sagte der Egg-Coach. Neben der sportlichen Analyse sprach er auch seine Unzufriedenheit mit der Spielleitung an und meinte: „Es waren zu viele Fehlentscheidungen, und wenn man als Trainer etwas sagt, bekommt man sofort Gelb.“ Viel lieber hob er am Ende allerdings noch etwas anderes hervor: den Rückhalt von draußen. „Es waren heute wieder 400 Zuschauer in Laatschach. Unser Publikum ist großartig und begleitet uns Woche für Woche“, sagte Warmuth. Für Egg bleibt damit ein Nachmittag, an dem man gegen den Tabellenführer lange mithielt, für Fehler aber bestraft wurde. Die Schiedsrichter machen grobe Fehler und wenn man dann etwas sagt, spielen sie die beleidigte Leberwurst und schmeißen mit den Karten herum, als gäbe es kein Morgen. Manche Sachen kann man nicht mal diskutieren. Richtig schlecht war die Schiedsrichterleistung heute, das sagte auch der Gegner Rothenthurn, obwohl sie gewonnen haben, und ich als Trainer des SV Egg werde bestraft, lächerlich.

Unterliga West: SV Egg : SV Rothenthurn - 0:2 (0:1)

  • 76
    Florian Alfred Hackl 0:2
  • 18
    Dean Djurdjevic 0:1