In der Unterliga West hat SV Egg das Heimspiel gegen SV Union Lind mit 1:0 gewonnen und damit in Runde acht drei wichtige Punkte geholt. Den einzigen Treffer erzielte Gal Zinic schon in der 14. Minute. Trainer Thomas Warmuth sprach danach von einer offenen, hart umkämpften Partie, in der seine Mannschaft zwar die besseren Möglichkeiten hatte, den knappen Vorsprung aber bis zum Schluss verteidigen musste.

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Dass Egg am Ende als Sieger vom Platz ging, hatte viel mit dem frühen Treffer zu tun. Gal Zinic brachte die Gastgeber bereits nach 14 Minuten mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor stellte Warmuth später auch in den Mittelpunkt seiner Einordnung. „Das 1:0 war wichtig für uns“, sagte der Egger Trainer, der das Spiel über die gesamten 90 Minuten als eng und umkämpft erlebte. Zur Pause stand es weiter 1:0, doch von einer klaren Angelegenheit wollte Warmuth ausdrücklich nicht sprechen. Er schilderte vielmehr eine Partie, in der auf beiden Seiten Möglichkeiten da waren. „Ein hart umkämpftes Spiel, Chancen hüben und drüben, aber wir hatten die besseren Chancen und die guten Aktionen“, sagte er. Gerade deshalb wirkte der knappe Vorsprung aus Egger Sicht wertvoll, aber eben nie beruhigend. Warmuth brachte es mit einem Satz auf den Punkt, der auch viel über den Charakter dieses Nachmittags sagte: „Das war heute bis zur 90. Minute spannend und aufregend.“
Warmuth verschwieg nach dem Sieg auch nicht, dass die Partie ebenso in eine andere Richtung hätte kippen können. Vor allem die Anfangsphase blieb ihm in Erinnerung, weil Lind dort zweimal gefährlich wurde. „Es hätte auch anders ausgehen können, weil Lind in der Anfangsphase zwei gute Chancen gehabt hat“, erklärte der Trainer. Für Warmuth waren das ganz wichtige Momente, auch wenn er das Spiel insgesamt nicht auf einzelne Szenen reduzieren wollte. Den Gegner beschrieb er als unangenehm. „Lind war richtig bissig“, sagte er. Gleichzeitig wollte er aus dem 1:0 kein großes Urteil über verdient oder unverdient machen. „Im Großen und Ganzen haben wir das Spiel gewonnen. Was ist verdient im Fußball?“, meinte Warmuth, der damit ziemlich treffend zusammenfasste, wie knapp dieses Spiel trotz des Heimsiegs tatsächlich war.
Wenn Warmuth über die Stärken seiner Mannschaft sprach, wurde er konkreter. Vor allem das Spiel über die Flügel gefiel ihm, und dabei hob er einzelne Akteure auch ausdrücklich hervor. „Über die Seite mit Sebastian Fritz und Fabio Mörtl waren wir richtig gut“, sagte der Trainer. Dazu lobte er die Arbeit im Mittelfeld und verwies darauf, dass auch Jakob Steinwender immer wieder gute Wege über außen fand. Besonders Sebastian Fritz stellte Warmuth nach Spielende noch einmal extra heraus. „Er war sehr stark auf der Seite, hat richtig Tempo reingebracht, gute Pässe reingespielt und war heute richtig aktiv“, sagte er. Ebenso wichtig war für den Coach aber, dass Egg nicht nur nach vorne Akzente setzte, sondern defensiv stabil blieb. „Hinten sind wir sehr gut gestanden“, erklärte Warmuth. Genau diese Mischung aus einer frühen Führung, ordentlichem Spiel über außen und einer konzentrierten Arbeit gegen den Ball half den Eggern schließlich dabei, das knappe Ergebnis bis zum Schlusspfiff zu halten.
Über den Spielverlauf hinaus richtete Warmuth den Blick auch auf das Drumherum und auf die bisherige Saison. Mit dem Auftreten des Schiedsrichterteams zeigte er sich sehr zufrieden und formulierte das ungewöhnlich deutlich. „Heute war das ein richtig gutes Schiedsrichterteam. Das war eine richtig starke Leistung der Schiedsrichter“, sagte er. Auch die Kulisse gefiel dem Egger Trainer. Er sprach von rund 300 bis 350 Zuschauerinnen und Zuschauern und freute sich darüber, dass viele Anhänger sein Team auch von weiter her unterstützen. „Es war wieder eine richtig gute Fangemeinde“, meinte Warmuth. Sportlich ordnete er den Sieg in eine bislang erfreuliche Phase ein. Verbesserungspotenzial gebe es immer, sagte er, aber für das erste Jahr in der Unterliga sei Egg „eigentlich sehr gut dabei“. Das passt auch zur Tabelle, in der sich die Egger nach acht Spielen im oberen Bereich festgesetzt haben. Der knappe Heimsieg gegen Lind war daher nicht spektakulär, für den weiteren Verlauf der Saison aber umso wertvoller.