Spielberichte

„Jeder hat probiert zu gewinnen“ – Nötsch nimmt nach intensivem 1:1 in Rothenthurn einen Punkt mit

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SV AQUA-DOC Rothenthurn
ATUS Nötsch

In der Unterliga West hat sich SV AQUA-DOC Rothenthurn in der 8. Runde mit ATUS VFI-Center Nötsch 1:1 getrennt. Nach einer flotten, intensiven Partie sprach Nötsch-Trainer Thomas Gilgenreiner von einem gerechten Unentschieden. Seine Mannschaft musste nach dem frühen Rückstand zunächst viel Laufarbeit verrichten, steigerte sich dann aber vor allem nach der Pause und nahm trotz einiger Ausfälle einen Punkt mit.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rothenthurn legt vor, Nötsch arbeitet sich in die Partie

Dass die Gäste mit dem Zähler gut leben konnten, hatte vor allem mit der Entwicklung der ersten Halbzeit zu tun. Gilgenreiner sah seine Mannschaft zunächst in einer Phase, in der Rothenthurn klar besser hineinfand. „Im Großen und Ganzen war es eine recht flotte Partie, intensiv und mit viel Laufarbeit“, sagte der Nötsch-Trainer, und genau in dieser Anfangsphase hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. In der 17. Minute brachte Thomas Klingbacher Rothenthurn mit 1:0 in Führung. Für Nötsch war das aber kein Bruch, sondern eher der Zeitpunkt, an dem die Mannschaft langsam besser hineinkam. „Rothenthurn ist besser in die Partie gestartet und hat das 1:0 gemacht. Dann sind wir ein bisschen besser ins Spiel gekommen und haben den Ausgleich gemacht“, fasste Gilgenreiner die erste Hälfte zusammen. Der Ausgleich fiel in der 30. Minute durch Nicolas Francis Janschitz, der damit den Spielstand wieder auf Anfang stellte. Bis zur Pause blieb es beim 1:1.

Nach der Pause offen in beide Richtungen

Der zweite Abschnitt verlief dann so, wie man es bei einem engen Spiel zweier Mannschaften aus dem oberen Bereich erwarten konnte: ohne klaren Dauerdruck einer Seite, aber mit dem Eindruck, dass beide auf den Sieg gehen wollten. Gilgenreiner beschrieb diese Phase sehr treffend: „In der zweiten Halbzeit ist es hin und her gegangen. Jeder hat Chancen gehabt, jeder hat probiert zu gewinnen.“ Genau daraus leitete der Nötsch-Coach auch seine Bewertung ab, wer näher am Dreier gewesen sei. Für ihn gab es darauf keine klare Antwort. „Ich glaube nicht, dass einer näher am Sieg war. Rothenthurn hat Chancen gehabt, wir haben Chancen gehabt. Auf jeder Seite wäre ein Lucky Punch zum 2:1 möglich gewesen“, meinte er. Auch bei den Situationen im Strafraum sah er die Partie auf Augenhöhe. Entscheidend wären aus seiner Sicht eher Kleinigkeiten gewesen, etwa zweite Bälle oder ein etwas sauberer letzter Pass. Am Ende blieb es deshalb bei dem Resultat, das für ihn am besten zum Spiel passte.

Kompakt geblieben und trotz Ausfällen ordentlich gelöst

Aus Sicht der Nötscher war der Punkt auch deshalb wertvoll, weil die Mannschaft personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Gilgenreiner hob genau diesen Umstand nach dem Spiel besonders hervor und verband ihn mit einem klaren Lob an seine Spieler. „Wir sind wieder recht kompakt gestanden und waren sehr lauffreudig“, sagte er. Vor allem das geschlossene Auftreten gefiel ihm, auch wenn im ersten Durchgang am Ball noch nicht alles sauber war. „In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht so ballsicher. Das hat sich in der zweiten Halbzeit sehr gebessert. Da haben wir ein gutes Passspiel gehabt und sind besser ins Spiel gekommen“, erklärte der Trainer. Dass seine Mannschaft unter diesen Voraussetzungen dennoch stabil blieb, wertete er entsprechend positiv. „Ein Lob an die Mannschaft: Wir hatten einige Ausfälle, aber wir haben super zusammengehalten. Jeder hat sich reingehauen, jeder ist gerannt. Es ist top, dass wir einen Punkt daraus geholt haben.“

Ein Remis, mit dem beide Seiten leben konnten

Gilgenreiner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass aus seiner Sicht nicht viel zu einem Sieg gefehlt habe, allerdings eben auch nicht auf eine Art, die ein Unentschieden ungerecht erscheinen lassen würde. „Es fehlt eigentlich nichts. Das waren Nuancen. Vielleicht ein Schritt schneller, ein Pass besser, dann wäre es vielleicht gegangen. Aber man muss mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte er. Den Gegner erlebte er dabei genauso, wie er es erwartet hatte: „Sehr lauffreudig, sehr beweglich, mit gutem Passspiel. Sie wollten uns in die Hälfte drücken, das ist ihnen in den ersten zwanzig, dreißig Minuten auch gelungen.“ Auch den Schiedsrichter wollte der Nötsch-Coach nicht zum großen Thema machen. Der Schiedsrichter habe eine „halbwegs gute Leistung“ gezeigt, es gebe „nichts zu bekritteln“. Unterm Strich blieb damit genau das Bild, das der Spielverlauf auch hergab: ein intensives 1:1, bei dem beide Mannschaften ihre Phasen hatten und Nötsch nach schwierigem Beginn verdient einen Punkt mitnahm.

Unterliga West: SV Rothenthurn : Nötsch - 1:1 (1:1)

  • 30
    Nicolas Francis Janschitz 1:1
  • 17
    Thomas Klingbacher 1:0