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„Normal müssten wir 3:0 führen“ – Thal/Assling lässt gegen Gmünd trotz starker Leistung den Heimsieg liegen

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URC Thal/Assling
ASKÖ Gmünd

Im Spitzenspiel der Unterliga West hat URC Thal/Assling gegen ASKÖ Gmünd ein 1:1 geholt, obwohl für Markus Hanser deutlich mehr drin war. Der Trainer der Gastgeber sah seine Mannschaft in der Flutlichtpartie über weite Strecken im Vorteil und machte vor allem die fehlende Konsequenz vor dem Tor als Grund dafür aus, dass der frühe Vorsprung am Ende nicht zum Sieg reichte.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, aber zu wenig daraus gemacht

Der Abend begann für die Gastgeber eigentlich genau so, wie sie sich das gegen den Tabellendritten vorgestellt hatten. Schon in der 9. Minute brachte Pascal Oliver Kofler Thal/Assling mit 1:0 in Führung, und für Hanser war das nur ein Teil einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft deutlich mehr vom Spiel hatte. „Wir haben von der ersten Minute weg sehr viel Druck erzeugt. Normal müssten wir zur Pause 3:0 führen“, sagte der Trainer. Vor allem über die linke Seite habe sein Team immer wieder Lösungen gefunden, Hanser hob dabei besonders Samuel Schönegger hervor. Zur Halbzeit stand dennoch nur das knappe 1:0, obwohl der Trainer diese Phase klar bei seiner Mannschaft sah.

Nach der Pause blieb Thal/Assling am Drücker

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Thal/Assling nach Darstellung seines Trainers das aktivere Team. Hanser sprach von weiteren Möglichkeiten über Ludovico Costan, Uros Palibrk und Luis Felder und hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft die Partie unter Kontrolle hatte, sich aber nicht entscheidend belohnte. „Wir waren wieder drückend überlegen“, sagte er. Gerade deshalb tat der Ausgleich in der 78. Minute besonders weh, als Daniel Pichorner für Gmünd zum 1:1 traf. Hanser ordnete diese Szene als unglücklichen Verlauf aus Sicht seiner Mannschaft ein und sprach von einem abgefälschten Weitschuss. In der Schlussphase drückte Thal/Assling noch einmal, dazu kam laut Hanser auch noch ein Aluminiumtreffer von Luis Felder, doch zum Sieg reichte es nicht mehr.

Robust gegen jung, aggressiv im Auftritt

Im Rückblick überwog bei Hanser deshalb nicht die Unzufriedenheit mit der Leistung, sondern vor allem das Gefühl, dass seine Mannschaft sich um den Ertrag gebracht hat. „Wir waren klar die bessere Mannschaft“, meinte der Trainer und schob gleich nach, dass gegen eine „kampfkräftige und körperlich robuste“ Gmünder Elf trotzdem jeder Zweikampf hart erarbeitet werden musste. Mit der eigenen Spielweise war er dennoch einverstanden: „Wir waren sehr aggressiv, da war ich absolut zufrieden.“ Ein wenig habe seinem Team die Geduld gefehlt, manches hätte konsequenter über die Seite und sauberer zu Ende gespielt werden können. Dass Gmünd mit viel Robustheit verteidigte, wertete Hanser auch als Lernschritt für seine junge Mannschaft. Den Schiedsrichter wollte er nicht als Thema aufmachen: „Im Großen und Ganzen hat er keine Fehlentscheidung gemacht.“

Kein Rückschlag, aber ein klarer Auftrag

Auch deshalb fiel die Einordnung des Trainers trotz des verpassten Heimsiegs ruhig aus. Hanser machte klar, dass dieses 1:1 für ihn im größeren Bild kein Grund zur Unruhe ist. „Es ist überhaupt nichts passiert“, sagte er, und verwies darauf, dass seine Mannschaft weiterhin vorne mitspielt. Gerade gegen einen direkten Konkurrenten wie Gmünd nehme er aus dem Abend mit, dass Intensität und Spielanlage gestimmt haben. Der Ärger über die ausgelassenen Chancen war direkt nach dem Schlusspfiff zwar da, der Blick geht aber schon weiter. „Da müssen wir uns in der Chancenauswertung steigern, dann wäre die Partie viel früher entschieden gewesen“, sagte Hanser und genau das war an diesem Abend der Punkt.

Unterliga West: Thal : Gmünd - 1:1 (1:0)

  • 78
    Daniel Pichorner 1:1
  • 9
    Pascal Oliver Kofler 1:0