Spielberichte

"Wir haben Geduld gezeigt": Dölsach belohnt klare Überlegenheit erst nach der Pause

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FC Dölsach
FC Sillian

In der Unterliga West hat sich Sportverein FC Dölsach im Osttiroler Derby gegen FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels am Freitagabend mit 3:0 durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 0:0, danach machte Dölsach den klaren spielerischen Vorteil auch im Ergebnis sichtbar. Sportlicher Leiter Herbert Fürhapter sprach von viel Geduld, klaren Vorteilen im Ballbesitz und einem Auftritt, bei dem seine Mannschaft das Spiel von Beginn an in die Hand genommen habe.

Torwart in grüner Dress hockend

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zur Pause noch offen, danach fällt der Bann

Dass es nach 45 Minuten noch torlos stand, passte für Fürhapter eigentlich nicht zum Spielbild. Aus seiner Sicht hatte Dölsach vom Anpfiff weg mehr vom Spiel und setzte genau das um, was man sich vorgenommen hatte. "Wir haben sofort das Konzept übernommen", sagte der sportliche Leiter. Vor allem über die Seiten sei seine Mannschaft immer wieder gut nach vorne gekommen. Schon vor der Pause habe es laut Fürhapter "zwei Tausenderchancen" gegeben, die ungenutzt blieben, obwohl die Angriffe sauber herausgespielt worden seien. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gastgeber schon da das aktivere Team waren. Nach dem Wechsel wurde der Druck noch größer. "Wir haben nach der Halbzeit wieder gedrückt, gedrückt, gedrückt", schilderte Fürhapter. Erst in der 72. Minute wurde die Überlegenheit auch am Spielstand sichtbar, als Philipp Hochegger das 1:0 erzielte. Thomas Zraunig legte in der 79. Minute das 2:0 nach, ehe Pascal Obergantschnig in der 85. Minute den 3:0-Endstand fixierte.

Viel Ballbesitz, viel Geduld und Respekt für den Gegner

Einen einzelnen Schlüsselmoment wollte Fürhapter trotz des klaren Ergebnisses nicht herausheben. Für ihn lag der Unterschied weniger in einer einzelnen Szene als in der Art, wie Dölsach das Spiel über weite Strecken angelegt hat. "Wir haben wirklich Geduld gezeigt", betonte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein klares Plus im Ballbesitz. Fürhapter sprach von einem Verhältnis von "vielleicht 70:30" und legte auch bei den Möglichkeiten nach: "Wenn ich die Chancenverhältnisse hernehme, war es etwa 15:1." Dass es danach noch deutlicher geworden sei, erwähnte er ebenfalls, ohne daraus die Hauptgeschichte des Abends zu machen. Viel wichtiger war ihm, den Gegner trotz der Niederlage zu würdigen. "Ich muss Sillian ein großes Lob aussprechen. Sie haben gebissen, gekratzt und gekämpft", sagte Fürhapter. Die Gäste hätten defensiv verteidigt, ihre taktischen Vorgaben gut eingehalten und sich nie aufgegeben. Gerade deshalb wertete Dölsach den Sieg als umso sauberer herausgespielt.

Über die Flügel stark, vor dem Tor noch Luft nach oben

Besonders zufrieden war Fürhapter damit, dass seine Mannschaft spielerisch den Ton angegeben hat. Er sprach von einem "sehr guten Derby" und davon, dass Dölsach auf beiden Seiten viel Druck gemacht habe. Immer wieder sei man über außen durchgebrochen und in gefährliche Zonen gekommen. Auch die Entstehung des 1:0 beschrieb er genau in diesem Muster: über die Seite, mit Tempo ins Zentrum und am Ende mit einem starken Abschluss. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass das Ergebnis bei besserer Verwertung auch schon früher klar hätte sein können. "Die Chancenverwertung war nicht gegeben", sagte Fürhapter offen. Gerade darin sieht er noch Luft nach oben, zumal seine Mannschaft laut eigener Einschätzung in dieser Saison schon Punkte liegen gelassen habe. Umso mehr wertet er das 3:0 als Schritt in die richtige Richtung. "Jetzt kommen wir schön langsam dorthin, wo wir wirklich voll punkten", meinte er mit Blick auf die nächsten Wochen. In der Unterliga mit 15 Teams hat Dölsach noch sechs Spiele vor sich, und Fürhapter machte keinen Hehl daraus, was er sich erwartet: "Da möchten wir natürlich so viele Punkte wie möglich machen." Zum Schluss zog er ein klares Fazit: "Die Mannschaftsleistung war sehr stark."

Unterliga West: FC Dölsach : FC Sillian - 3:0 (0:0)

  • 85
    Pascal Obergantschnig 3:0
  • 79
    Thomas Zraunig 2:0
  • 72
    Philipp Hochegger 1:0