In der Unterliga West hat ATUS VFI-Center Nötsch das Heimspiel gegen SV Raika Greifenburg mit 4:0 gewonnen. Trainer Thomas Gilgenreiner sah seine Mannschaft von Beginn an klar tonangebend, auch wenn es bis zur Führung etwas Geduld brauchte. Nach dem 1:0 zur Pause legten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel rasch nach und brachten die Partie danach sehr souverän ins Ziel.

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Für Gilgenreiner war der Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken sehr eindeutig. "Von Anpfiff an haben wir die Partie im Griff gehabt, das Spiel dominiert und probiert zu spielen", sagte der Nötscher Trainer nach dem Schlusspfiff. Greifenburg stand aus seiner Sicht tief und wartete vor allem auf Fehler des Gegners. Genau das sprach Gilgenreiner auch offen an: "Der Gegner hat eigentlich nur auf Passfehler oder Stellungsfehler von uns gewartet." Trotzdem blieb Nötsch die aktivere Mannschaft, hatte viel Ballbesitz und arbeitete konsequent daran, den tiefen Block zu knacken. Dass es bis zur Führung dauerte, passte daher zwar nicht ganz zum Kräfteverhältnis, änderte für den Trainer aber nichts am grundsätzlichen Bild dieser ersten Hälfte.
In der 27. Minute belohnte sich Nötsch dann für die Geduld. Alessandro Ventre traf zum 1:0, und auch die Beschreibung des Trainers zeigte, wie zufrieden er mit diesem Angriff war. Gilgenreiner sprach von einer "richtigen Zauberkombination", eingeleitet mit einem tiefen Ball auf Christian Lussnig, der den ersten Kontakt klug ablegte, ehe Andreas Orter noch einmal durchsteckte und Ventre vollendete. Mit dem knappen Vorsprung ging es auch in die Pause, doch direkt nach Wiederbeginn fiel jener Treffer, den der Nötscher Coach als Knackpunkt der Partie bezeichnete. In der 53. Minute erhöhte Christian Lussnig auf 2:0, nachdem Edin Avdic einen Ball per Kopf abgelegt hatte und Lussnig aus rund 25 Metern volley ins Eck traf. "Der entscheidende Moment war das 2:0. Damit haben wir noch mehr Sicherheit bekommen und der Gegner war gebrochen", sagte Gilgenreiner. Genau so entwickelte sich das Spiel danach auch weiter.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken hatte Nötsch die Partie endgültig auf seine Seite gezogen. Gilgenreiner formulierte es sehr klar: "Dann haben wir die restlichen Minuten souverän runtergespielt und noch zweimal nachgelegt." Das spiegelte sich auch auf der Anzeigetafel wider. In der 75. Minute stellte Alessandro Ventre mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:0, nur vier Minuten später erhöhte Andreas Orter auf 4:0. Der Trainer hob nach dem Spiel hervor, dass seine Mannschaft die Tore nicht einfach irgendwie erzwungen, sondern sauber herausgespielt habe. Das galt in seinen Augen nicht nur für die ersten beiden Treffer, sondern auch für die späte Phase, in der Nötsch weiter aktiv blieb, durch die Mitte Lösungen fand und sogar nach einem kurz abgespielten Corner noch gefährlich wurde. Aus einer zunächst klar kontrollierten Partie wurde so am Ende auch ein deutliches Ergebnis.
Gilgenreiner machte nach dem Schlusspfiff auch deutlich, womit er insgesamt besonders zufrieden war. "Wir haben viel Ballbesitz gehabt, ein ordentliches Passspiel gezeigt, sind gut ins letzte Drittel gekommen und auch viel gelaufen", fasste er die Leistung seiner Mannschaft zusammen. Dazu passte sein Lob für einzelne Spieler, ohne dass er den geschlossenen Auftritt der gesamten Mannschaft kleinreden wollte. "Generell ein Lob an die Mannschaft, aber herausheben muss man Christian Lussnig, der sehr viel gearbeitet hat im Mittelfeld", sagte der Trainer. Auch Andreas Kröll erwähnte er ausdrücklich, weil er nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit noch einmal Schwung über die linke Seite brachte. Über den Gegner fand Gilgenreiner ebenfalls klare Worte: Greifenburg habe im tiefen Block verteidigt und auf schnelle Umschaltsituationen gehofft, "aber vom Umschalten war nicht viel da". Weil die Partie insgesamt ruhig blieb, hatte auch der Unparteiische nach Einschätzung des Trainers einen eher einfachen Nachmittag. Für Nötsch bleibt damit vor allem ein Auftritt stehen, der laut Trainer von Kontrolle, Geduld und sauber ausgespielten Angriffen geprägt war.