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„Wer das erste Tor schießt, hätte wahrscheinlich gewonnen“ – Rapid Lienz bleibt gegen Egg beim 0:0

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Rapid Lienz
SV Egg

In der Unterliga West hat sich Rapid Lienz am 9. Spieltag im Heimspiel gegen SV Egg mit einem 0:0 getrennt. Trainer Georg Peter Rohracher sprach nach der Partie von einem gerechten Unentschieden, weil beide Mannschaften ihre Momente hatten, in den entscheidenden Zonen aber nicht konsequent genug waren. Aus seiner Sicht hätte jener Treffer, der nie gefallen ist, das Spiel wohl entschieden.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Eine Partie auf Augenhöhe blieb bis zum Schluss offen

Viel trennte die beiden Mannschaften nach Einschätzung von Georg Peter Rohracher nicht. Der Lienzer Trainer beschrieb die 90 Minuten als sehr ausgeglichene Angelegenheit und lieferte damit auch die passende Einordnung für das torlose Resultat. „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten und im Endeffekt ein gerechtes Unentschieden“, sagte Rohracher. Dass schon zur Pause ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand, passte zu diesem Bild. Auch danach blieb es beim engen Verlauf, in dem sich keine Seite entscheidend absetzen konnte und in dem bis zum Ende der Eindruck blieb, dass ein einzelner Treffer alles verändert hätte.

Der fehlende letzte Schritt vor dem Tor

Genau dort setzte Rohracher in seiner Analyse auch an. Für ihn lag der Knackpunkt nicht darin, dass eine Mannschaft klar mehr vom Spiel hatte, sondern darin, dass in den entscheidenden Aktionen die letzte Konsequenz fehlte. „Wer das erste Tor schießt, hätte wahrscheinlich gewonnen“, sagte der Rapid-Coach, weil die Partie seiner Meinung nach jederzeit auf beide Seiten hätte kippen können. Noch deutlicher wurde er bei der Frage, was seiner Mannschaft zum Sieg gefehlt hat: „Die letzte Entschlossenheit im letzten Drittel.“ Damit sprach Rohracher jenes Detail an, das bei einem Spiel auf Augenhöhe oft den Unterschied ausmacht und dieses Mal eben nicht vorhanden war.

Lienz stand kompakt, Egg brachte Qualität mit

Trotz des fehlenden Treffers nahm Rohracher aus Sicht seiner Mannschaft auch Positives mit. „Sicherlich die defensive Kompaktheit und auch die nötigen Umschaltmomente nach vorne“, nannte er als jene Punkte, die bei Rapid funktioniert haben. Gerade in einem Spiel gegen einen Gegner wie Egg war das für ihn ein wesentlicher Faktor. Den Auftritt der Gäste ordnete der Trainer durchaus respektvoll ein: „Egg ist eine sehr gute Mannschaft mit schnellen Flügelspielern und guten Ballverteilern im Zentrum. Das ist eine kompakte Truppe.“ Vor diesem Hintergrund bekam das Remis zusätzlich Gewicht, weil Lienz gegen einen aktuell im oberen Tabellendrittel stehenden Gegner stabil blieb und sich in einer offenen Partie nicht aus der Ordnung bringen ließ.

Ein Punkt, der zur Lage passt

Am Ende blieb also ein 0:0, das weder durch große Diskussionen noch durch einen späten Lucky Punch auf eine Seite gezogen wurde. Auch die Schiedsrichterentscheidungen wollte Rohracher nicht zum Thema machen. „Die Entscheidungen waren nicht spielentscheidend. Es war auf beiden Seiten gleich“, hielt er fest und beließ es damit. Für Rapid Lienz bedeutet das Remis nach neun Spielen sieben Punkte und Rang zwölf, Egg hält bei 16 Zählern und bleibt im Vorderfeld dabei. Aus Lienzer Sicht bleibt vor allem hängen, dass die Grundlage mit Kompaktheit und Ordnung gestimmt hat. Was zum vollen Ertrag noch fehlt, hat der Trainer nach dem Schlusspfiff allerdings ebenso klar benannt: mehr Entschlossenheit dort, wo Spiele entschieden werden.