In der Unterliga West trennten sich SV AQUA-DOC Rothenthurn und SV Raika Greifenburg mit 2:2. Aus Sicht der Gäste passte dieses Ergebnis zum Charakter der Partie: viel Kampf, viele Zweikämpfe und lange Zeit kaum Vorteile für eine Seite. Greifenburg holte damit trotz großer Personalsorgen einen Punkt, den Michael Neuwirther vor allem mit Moral, Geschlossenheit und einer starken Leistung der jungen Spieler erklärte.

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Der Spielverlauf unterstrich genau das, was Neuwirther nach Schlusspfiff mehrfach betonte. „Das Spiel war extrem ausgeglichen auf beiden Seiten, sehr kampfbetont, sehr zweikampfstark. Beide Mannschaften haben mit großem Einsatz gespielt, am Ende war es ein gerechtes Unentschieden“, sagte der sportliche Leiter der Greifenburger. Aus seiner Sicht hätte die Partie aber früh eine andere Richtung nehmen können, weil Kevin Tomsic die erste große Möglichkeit der Gäste im Eins-gegen-eins mit dem Tormann hatte. „Wenn wir da das 1:0 schießen, hätte das Spiel eine andere Wendung nehmen können“, meinte Neuwirther. Zunächst ging aber Rothenthurn in der 33. Minute durch Aliu Ceesay 1:0 in Führung. Greifenburg blieb dennoch im Spiel und kam noch vor der Pause zum Ausgleich, als Tomsic in Minute 41 das 1:1 erzielte. Nach dem Seitenwechsel brachte Dean Djurdjevic die Gastgeber in der 74. Minute erneut in Front, ehe in der 86. Minute ein Eigentor von Maximilian Kohlmaier den Endstand von 2:2 herstellte.
Gerade wegen der personellen Lage hatte dieser Punkt für die Gäste zusätzliches Gewicht. Neuwirther erinnerte daran, dass Greifenburg seit Wochen mit Ausfällen zu kämpfen hat und diesmal gleich fünf Stammspieler ersetzen musste. Dazu kamen vier 17-jährige Nachwuchsspieler in die Startelf, die in einem intensiven Auswärtsspiel von Anfang an gefordert waren. „Das Kollektiv, der Einsatz und der Wille speziell der jungen Spieler und der routinierten Führungsspieler waren heute ausschlaggebend“, sagte er. Dass sich seine Mannschaft in dieser Besetzung in Rothenthurn behauptete, war für ihn deshalb mehr als nur eine Randnotiz. „Es hat uns keiner einen Punkt zugetraut heute. Den nehmen wir natürlich sehr gerne mit.“ Neuwirther sprach dabei nicht von einem zufälligen Ergebnis, sondern von einem verdienten Zähler, weil Greifenburg aus seiner Sicht über die gesamte Spielzeit sehr gut dagegenhielt und nie den Faden verlor.
Auch über den Gegner verlor der Greifenburger Funktionär kein schlechtes Wort. Rothenthurn sei „eine sehr kompakte, sehr robuste und sehr clevere Mannschaft“, dazu mit einem starken Abwehrchef Yannick Brandner. Umso höher bewertete Neuwirther den Auftritt seiner Elf, weil sie sich auf diese Art des Spiels eingestellt hatte. „Wir waren sehr gut vorbereitet, konnten ihre Offensivspieler sehr gut aus dem Spiel nehmen und immer wieder gefährliche Umschaltsituationen kreieren“, erklärte er. Gefehlt habe am Ende nur „das Quäntchen Glück in den entscheidenden Situationen“. Auch mit der Leitung des Unparteiischen konnte er leben. Der Schiedsrichter habe viel laufen lassen und das Spiel gut geführt. In der Tabelle steckt Greifenburg zwar weiter im unteren Drittel, Neuwirther verwies aber erneut auf die vielen Verletzten. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht, denn nächste Woche wartet das Derby. „Wir sind heiß drauf, freuen uns auf nächste Woche und wollen endlich wieder drei Punkte einfahren“, sagte er.