Spielberichte

„Die zwei verschossenen Elfmeter haben uns das Genick gebrochen“ – Egg verliert trotz spätem Comeback

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SV Egg
SV Malta

In der Unterliga West hat SV Egg das Heimspiel gegen den SV Malta mit 2:3 verloren. Trainer Thomas Warmuth machte nach der Partie vor allem die zwei vergebenen Elfmeter als Knackpunkt aus. Dazu kam, dass Egg nach einem frühen 0:2-Rückstand lange hinterherlief, sich in der Schlussphase zwar noch einmal herankämpfte, den Ausgleich aber nicht mehr schaffte.

Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Malta nutzt die Anfangsphase, Egg lässt die große Chance liegen

Für die Gastgeber begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Malta war in der Anfangsphase effizient und stellte schon früh die Weichen. In der 11. Minute brachte Samuel Zettauer die Gäste mit 1:0 in Führung, nur sechs Minuten später legte Manuel Dullnig das 2:0 nach. Damit stand Egg schon sehr schnell unter Druck, obwohl Warmuth den Auftritt seiner Mannschaft nicht grundsätzlich schlecht gesehen hat. „Gestern ist alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann im Fußball“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Vor allem deshalb, weil seine Mannschaft nach rund zwanzig Minuten besser in die Partie fand, mehr Zugriff bekam und sich auch Möglichkeiten erspielte. Gerade in dieser Phase taten die zwei vergebenen Elfmeter besonders weh. Warmuth formulierte es deutlich: „Die zwei verschossenen Elfmeter haben uns das Genick gebrochen.“ Aus seiner Sicht waren beide Strafstöße gerechtfertigt und gut herausgeholt, der Tormann der Gäste habe aber stark pariert.

Nach dem 0:3 kommt Egg noch einmal zurück

Mit dem 0:2 zur Pause war für Egg noch nichts verloren, doch der nächste Rückschlag folgte in der 57. Minute. Luca Christian Pertl erhöhte für Malta auf 3:0 und machte die Ausgangslage für die Heimelf noch schwieriger. Trotzdem gab sich Egg nicht auf. Warmuth betonte, dass der Einsatzwille da gewesen sei und seine Mannschaft bis zum Ende dranblieb. „Wir haben bis zum Schluss gefightet, sind noch auf drei zu zwei herangekommen, aber an diesem Tag war alles verhext“, sagte er. In der 76. Minute verkürzte Lukas Kogler auf 1:3 und brachte noch einmal Leben in die Partie. In der 89. Minute wurde es dann tatsächlich noch einmal eng, als Manuel Dullnig ein Eigentor zum 2:3 unterlief. Mehr sprang für Egg aber nicht mehr heraus, obwohl die Gastgeber bis in die Schlussphase auf den Ausgleich drängten. Warmuth brachte auch die Stärke des Gegners auf einen einfachen Nenner: „Sie haben vier Chancen gehabt und drei Tore gemacht.“

Lob für die Mannschaft, Lob für die Zuschauer und der Blick nach vorne

So groß der Ärger über die verpassten Punkte auch war, einen Vorwurf beim Einsatz wollte Warmuth seiner Mannschaft nicht machen. Im Gegenteil: „Der Einsatzwille war vorhanden“, stellte der Egg-Trainer klar und schob gleich ein Lob hinterher, weil seine Mannschaft sich auch nach dem 0:3 nicht hängen ließ. Ebenso sprach er die Unterstützung von außen an. „Unsere Zuschauer sind natürlich sehr gut. Es waren wieder 250 Zuschauer. Das passt eigentlich wirklich sehr gut in Egg“, sagte Warmuth. Auch an der Spielleitung wollte er nichts festmachen. „Die Schiedsrichterleistung war okay, es gab keine gravierenden Fehlentscheidungen.“ Unter dem Strich blieb für Egg damit eine Niederlage, die aus Sicht des Trainers vor allem wegen der ausgelassenen Möglichkeiten schmerzt. In der Tabelle steht Egg nach zehn Runden mit 16 Punkten auf Rang fünf, Malta hält nun bei zwölf Zählern. Warmuths Schlusswort war trotz allem klar: „Nichtsdestotrotz werden wir weiterkämpfen und uns nach vorne orientieren.“

Unterliga West: SV Egg : SV Malta - 2:3 (0:2)

  • 89
    Eigentor durch Manuel Dullnig 2:3
  • 76
    Lukas Kogler 1:3
  • 57
    Luca Christian Pertl 0:3
  • 17
    Manuel Dullnig 0:2
  • 11
    Samuel Zettauer 0:1