In der Unterliga West hat sich Sportverein FC Dölsach im Heimspiel gegen SV Egg mit einem 1:1 getrennt. Aus Sicht von Egg-Trainer Thomas Warmuth fühlte sich der Punkt nach dem Rückstand zwar ordentlich an, wirklich zufrieden war er mit dem Ergebnis aber nicht. Weil seine Mannschaft nach verhaltenem Beginn immer besser ins Spiel fand und sich nach dem Ausgleich aus seiner Sicht sogar mehr hätte holen können.

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Der Start gehörte zunächst den Gastgebern. Dölsach ging in der 11. Minute durch Sandro Hils mit 1:0 in Führung und erwischte damit genau jene Phase, die Warmuth später offen ansprach. "Die ersten fünfzehn Minuten haben wir ein bisschen verschlafen", sagte der Trainer. Für ihn war das der Abschnitt, in dem seine Mannschaft nicht richtig Zugriff bekam. Danach habe sich das Bild aber klar verändert. "Dann kamen wir großartig ins Spiel und hatten eigentlich das Spiel unter Kontrolle", erklärte Warmuth. Noch vor der Pause blieb es zwar beim 1:0 für Dölsach, doch aus Sicht des Egg-Coachs war seine Mannschaft da bereits das aktivere Team und über weite Strecken die spielbestimmende Elf.
Belohnt wurde diese Steigerung schließlich nach dem Seitenwechsel. In der 65. Minute erzielte Matej Verstovsek den Ausgleich zum 1:1, und auch die Entstehung des Treffers gefiel Warmuth. "Das war richtig gut von der rechten Seite herausgespielt. Abdulmomen Bashir spielte den Ball super zur Mitte und Matej köpfte zum 1:1 ein", schilderte er die Szene. Für Egg war dieser Treffer kein Zufallsprodukt, sondern die logische Folge einer längeren guten Phase. Warmuth sprach sogar davon, dass seine Mannschaft in Dölsach "die stärkere" und "die spielbestimmende" Mannschaft gewesen sei. Entsprechend eindeutig fiel auch seine Einordnung des Resultats aus: "Von den Chancen her geht das für mich überhaupt nicht in Ordnung. Wir hätten uns eher den Sieg verdient, aber wir haben den Punkt mitgenommen. So ist Fußball."
Vor allem die letzte halbe Stunde blieb dem Trainer im Gedächtnis. Warmuth sagte, dass seine Mannschaft ab der 70. Minute "eigentlich super Torchancen" gehabt habe, der zweite Treffer aber einfach nicht fallen wollte. Gerade darin sah er den Hauptgrund, warum es am Ende beim Remis blieb. "Unsere Kaltschnäuzigkeit vorm Tor fehlt uns halt ein bisschen", meinte der Egg-Coach, ohne seine Mannschaft deshalb kleiner zu machen. Im Gegenteil: "Ich glaube, meine Jungs werden schon wieder treffen vorne, und dann sind wir eine richtig starke Mannschaft." Diskussionen um den Unparteiischen gab es aus seiner Sicht nicht. "Die Schiedsrichterleistung war okay", sagte Warmuth und hielt fest, dass es für ihn keine Fehlentscheidungen gegeben habe.
Trotz des verpassten Sieges überwog bei Warmuth am Ende also nicht der Ärger, sondern der positive Eindruck vom eigenen Auftritt. Dass seine Mannschaft nach dem Rückstand zurückkam und bis zum Schluss dranblieb, wertete er klar als starke Reaktion. "Ich bin richtig zufrieden mit meiner Truppe. Wir waren 1:0 hinten, kamen zum Ausgleich und kämpften bis zum Schluss. Es war ein richtig gutes Spiel in Dölsach von meiner Mannschaft", sagte der Trainer. Besonders freute ihn auch die Unterstützung von außen. "54 Mitgereiste waren heute vom SV Egg dabei. Das macht mich richtig stolz", betonte Warmuth. In der Tabelle bleibt Egg damit nach elf Runden bei 17 Punkten und auf Rang vier. Das 1:1 nimmt der SV mit, auch wenn aus seiner Sicht in Dölsach mehr drinnen gewesen wäre.