In der Unterliga West hat die SG Gitschtal in Runde 11 beim SV Raika Greifenburg mit 5:2 gewonnen und dabei fast alles erlebt: eine starke erste Hälfte, eine kurze Wackelphase nach der Pause und dann die rasche Antwort. Trainer Philipp Werner Kofler sah den entscheidenden Moment im 4:2, weil damit „der Zwei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt“ war und die Gastgeber nicht mehr herankamen.

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Aus Sicht von Philipp Werner Kofler legte seine Mannschaft den Grundstein sehr früh und vor allem sehr klar. Anton Ereiz brachte Gitschtal schon in der 6. Minute in Führung. Danach blieb seine Mannschaft dran, ließ den Gegner kaum ins Spiel kommen und erhöhte in der 35. Minute durch Lukas Steinwender auf 2:0. Kurz vor der Pause sorgte Mario Santner dann für das 3:0. Kofler sprach davon, dass seine Elf die Partie „vom Anfang an sehr gut im Griff gehabt“ habe. Dazu kam aus seiner Sicht noch eine strittige Szene, die den Vorsprung sogar noch höher hätte ausfallen lassen können. „Beim Stand von 1:0 wurde uns ein klares Tor aberkannt, das war für mich definitiv kein Abseits“, sagte der Trainer. Unabhängig davon war die Führung zur Pause deutlich, und nach dem Verlauf der ersten 45 Minuten ging sie aus Sicht der Gäste auch klar in Ordnung.
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann aber doch noch einmal enger, als es nach der ersten Hälfte zu erwarten gewesen war. Kevin Tomsic verkürzte in der 47. Minute auf 1:3, und als Stefan Norbert Weisinger in der 54. Minute das 2:3 nachlegte, war Greifenburg plötzlich wieder voll in der Partie. Genau diese Phase sprach Kofler nach dem Spiel auch offen an. „Wir haben nach der Pause die ersten zehn Minuten verschlafen“, sagte er, und damit war der Einbruch seiner Mannschaft treffend beschrieben. Für ein paar Minuten drohte die bis dahin klare Linie verloren zu gehen. Umso wichtiger war aus Sicht des Gitschtal-Trainers die unmittelbare Reaktion. Lukas Steinwender stellte nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer auf 4:2, und Kofler nannte genau dieses Tor den wichtigsten Moment des gesamten Spiels. „Nach dem 3:2 ist es noch einmal relativ eng geworden. Mit dem 4:2 war der Zwei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt“, sagte er. Als Jonas Michael Seirer in der 64. Minute auch noch das 5:2 folgen ließ, war die kurze Drangphase der Hausherren endgültig beendet.
Dass Kofler nach dem Schlusspfiff zufrieden war, hatte vor allem mit der Umsetzung des eigenen Plans zu tun. „Wir wollten dem Gegner wenig Platz lassen, läuferisch und kämpferisch überlegen sein. Das hat die gesamte Mannschaft gut umgesetzt“, sagte der Trainer. Genau dieses Bild hatte das Spiel über weite Strecken auch abgegeben. Gitschtal war das aktivere Team, hatte in der ersten Hälfte die bessere Kontrolle und fand nach dem kurzen Hänger nach der Pause rasch wieder in die Spur. Auch die letzten beiden Tore ordnete Kofler positiv ein: Das 4:2 und das 5:2 seien wieder „gut herausgespielt“ gewesen. Den Gegner sah er zudem personell geschwächt, weil bei Greifenburg einige Leistungsträger fehlten. Gleichzeitig stellte er aber auch klar, dass seine eigene Mannschaft mit mehreren Ausfällen ebenfalls nicht komplett gewesen sei. Viel Diskussionsstoff blieb für ihn daher nicht. Für Gitschtal blieb damit ein Auswärtssieg, der nicht nur wegen der fünf Tore auffiel, sondern vor allem wegen der schnellen und klaren Antwort auf die einzige wirklich heikle Phase des Nachmittags.