Spielberichte

„Man hat gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten“ – Radenthein gewinnt das Derby 3:0

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WSG Radenthein
FC Bad Kleinkirchheim

In der Unterliga West hat WSG VAO Radenthein das Derby gegen den FC Bad Kleinkirchheim mit 3:0 gewonnen. Nach einem 2:0 zur Pause legten die Gastgeber in der zweiten Hälfte nach und untermauerten damit einen Auftritt, den Trainer Manuel Lips als durchgehend aktiv, zweikampfstark und konsequent einordnete. Für ihn war es kein Sieg eines einzelnen Moments, sondern einer Haltung über die gesamten 90 Minuten.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die Tore fielen rund um die Pause

Radenthein hatte nach Darstellung von Lips von Beginn an mehr vom Spiel und blieb bis zum Schlusspfiff das aktivere Team. „Wir waren vom Beginn bis zum Schluss grundsätzlich die aktivere und zweikampfstärkere Mannschaft, auch von den Chancen her“, sagte der Trainer nach dem Derby. Lange blieb die Partie dennoch offen, ehe sich die Hausherren kurz vor der Pause auch am Spielstand belohnten. In der 36. Minute brachte Markus Steinwender die WSG mit 1:0 in Führung. Lips schilderte die Szene so, dass sich Steinwender am Sechzehner mit einem leichten Haken den nötigen Platz verschaffte und den Ball dann neben dem Tormann einschob. Nur fünf Minuten später legte Max Unterwandling nach, weil er bei einem abgeprallten Ball des Torhüters aufmerksam blieb und zum 2:0 einschoss. Damit nahm Radenthein eine klare Führung mit in die Kabine.

Kein einzelner Knackpunkt, sondern eine durchgehende Linie

Einen einzigen Moment wollte Lips dem Sieg bewusst nicht überstülpen. Für ihn lag der Unterschied nicht in einer Szene, sondern darin, wie seine Mannschaft das Spiel über die volle Distanz angenommen hat. „Einen entscheidenden Moment für den Sieg gab es nicht. Es war ein erkämpfter Sieg von Anfang bis zum Schluss“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er mit einem zweiten Satz, der gut zum Auftritt seiner Mannschaft passte: „Mit keiner Minute haben wir gezeigt, dass wir den Sieg heute nicht wollten.“ Das dritte Tor in der 75. Minute passte dann genau in dieses Bild. Wieder war es Unterwandling, der traf und mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte. Lips nannte das 3:0 „das i-Tüpfelchen“ und beschrieb den Abschluss als ansatzlosen Schuss mit dem linken Fuß ins kurze Eck. Spielentscheidend sei dieses Tor nicht mehr gewesen, es habe den Auftritt aber sauber abgeschlossen.

Einsatz stimmt, im Ballbesitz sieht Lips noch Luft nach oben

Dass Radenthein das Derby am Ende klar gewann, führte Lips vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Gut funktioniert haben der Einsatz und die Bereitschaft, für den anderen einzustehen“, sagte er. Genau dieser Punkt zog sich durch seine Analyse wie ein roter Faden. Gleichzeitig beließ es der Trainer nicht beim Lob, sondern sprach auch offen an, wo seine Mannschaft noch besser werden kann. „Wir müssen viel ruhiger werden und die Situationen fertig spielen“, forderte Lips. Statt zu schnell den letzten Ball zu suchen, wünscht er sich mehr Geduld und mehr flache Lösungen. Auch den Gegner stellte er dabei nicht klein. Bad Kleinkirchheim sei „in der einen oder anderen Phase sehr unangenehm“ gewesen, gerade weil in einem Derby oft viel über Zweikämpfe und Präsenz läuft.

Unterliga West: Radenthein : Bad Kleinkirchheim - 3:0 (2:0)

  • 75
    Max Unterwandling 3:0
  • 41
    Max Unterwandling 2:0
  • 36
    Markus Steinwender 1:0