Spielberichte

USC Kronberg triumphiert 3:1 in Hausbrunn – Felix Wallner: "Das war heute eine sensationelle Teamleistung“

SV Hausbrunn
USC Kronberg

Ein mutiger Plan, viel Improvisation und am Ende strahlende Gesichter bei USC Kronberg: Trainer Felix Wallner blickte nach dem Auswärtsspiel bei SV Hausbrunn in der 1. Klasse Nord auf eine fordernde, zugleich stimmungsvolle Partie zurück. Nach zahlreichen Ausfällen – er sprach von acht Änderungen – aktivierte Kronberg Reservespieler und sogar den Co-Trainer. Dazu kamen System- und Pressing-Umstellungen, die griffen und die Atmosphäre prägten.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Früher Strahlmoment und viel Mut

Die Gäste waren sofort da, spielten mutig und setzten ihre Umstellungen selbstbewusst um. Früh fiel die 1:0-Führung – und wie. Wallner ordnete den Auftakt so ein: "Das 1:0 haben wir aus einem Distanzschuss mit dem linken Fuß von Kevin Steiner gemacht. Das war für mich ein Tor des Jahres." Der Treffer fiel in der 8. Minute zur 1:0-Führung. Danach meldete sich Hausbrunn mit gefährlichen Szenen und ließ laut Wallner zwei große Chancen liegen, während Kronberg es verpasste, auf 2:0 zu stellen. Mit 1:0 ging es schließlich in die Pause – ein Zwischenstand, der das konsequente, mutige Auftreten der Gäste belohnte.

Druckphase der Hausherren, Erlösung nach Ecke

Gleich nach Wiederbeginn drehte Hausbrunn auf, presste aggressiv und schnürte Kronberg bis etwa zur 55. Minute hinten ein. Die Gäste lösten sich zunächst nur über Befreiungsschläge, ehe ein sauberer Konter und der daraus resultierende Eckball die Spielrichtung wieder kippten. In einer Phase, die Wallner als "wirklich günstigen Zeitpunkt" schilderte, nutzte Kronberg den Standard eiskalt: Patrick Bodnar erhöhte in der 54. Minute nach Ecke auf 2:0. Passend dazu sagte Wallner über die ruhenden Bälle: "Hausbrunn war extrem gefährlich durch ihre Eckbälle, die sie mit schönem Effet zwischen Torwart und Stange platziert haben. Wir waren auch nach Ecken gefährlich und haben das 2:0 nach einem Standard gemacht." Im offenen Schlagabtausch behielten die Gäste damit wieder Oberwasser – getragen auch von der breiten Brust der kurzfristig umgebauten Mannschaft. Wallner lobte ausdrücklich die Geschlossenheit: "Aufgrund der Ausfälle war es heute eine überzeugende Leistung aller Kaderspieler. Auch jene, die sonst nicht von Beginn an spielen, haben eine Topleistung gebracht – unser Zusammenhalt und unsere Teamleistung sind sensationell."

Elfmeter, Rot und die finale Entlastung

Hausbrunn kam noch einmal zurück, als Kronbergs Torhüter auf dem nassen Geläuf wegrutschte und einen Strafstoß verursachte. Wallner machte daraus keinen Hehl: "Der Elfmeter war klar – mein Tormann ist weggerutscht und hat den Spieler getroffen." Kevin Nemecek verkürzte in der 73. Minute per Elfmeter auf 2:1. Kurz darauf schwächten sich die Gastgeber selbst: Vaclav Novotny sah in der 79. Minute Rot nach gefährlichem Spiel gegen den Kopf. Mit einem Mann mehr übernahm Kronberg wieder klar die Kontrolle; insgesamt sah Wallner zuvor einen leichten Ballbesitzvorteil für Hausbrunn, in Unterzahl dann Vorteile für seine Mannschaft. In der Nachspielzeit setzten die Gäste den Schlusspunkt: Der eingewechselte Co-Trainer Wolfgang Schellner legte mit einem feinen Lupfer in die Tiefe auf – Daniel Jiras vollendete in der 95. Minute zum 3:1. Die Erleichterung und Zufriedenheit klangen im Fazit des Trainers deutlich durch: "Wir nehmen die drei Punkte auf jeden Fall gerne mit. Außerdem sind wir seit längerer Zeit ungeschlagen und möchten diese Serie so lange wie möglich aufrechterhalten."

1. Klasse Nord: Hausbrunn : Kronberg - 1:3 (0:1)

  • 95
    Daniel Jiras 1:3
  • 73
    Kevin Nemecek 1:2
  • 54
    Patrick Bodnar 0:2
  • 8
    Kevin Steiner 0:1