Im letzten Spiel der 1. Klasse Nord musste der ATSV W.E.B Auersthal gegen den SV Bad Pirawarth eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Nach einer zähen Anfangsphase gerieten die Gastgeber nach einem Eckball in Rückstand, kämpften sich nach der Pause zwar zum 1:1, kassierten aber zwei eiskalte Antworten der Gäste. Co-Trainer Karl Pikal sprach von müden Beinen und einem Knackpunkt: „Das 1:0 war der Dosenöffner.“ Auch wenn es in der Nachspielzeit noch zum 2:3 reichte, blieb es beim bitteren Ausklang des Saisonfinales. Auersthal wollte dem Trainer noch einmal einen Punkt schenken, doch am Ende fehlte die letzte Frische.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie begann so, wie es Co-Trainer Karl Pikal später schilderte: „Am Anfang waren wir überhaupt nicht im Spiel.“ Viel lief über lange Bälle und zweite Bälle, echte Abschlüsse blieben auf beiden Seiten Mangelware. „Chancenmäßig war auf beiden Seiten sehr wenig, eigentlich nur Halbchancen“, meinte Pikal. In Minute 28 nutzte Bad Pirawarth dann die erste klare Möglichkeit – und zwar nach einem ruhenden Ball. „Wir haben ein dummes Tor nach einer Standardsituation bekommen, nach einem Eckball“, ärgerte sich Pikal. Sebastian Kastner stellte für die Gäste auf 0:1. Auersthal brauchte bis zur Pause, um Struktur zu finden, doch bis zum Halbzeitpfiff blieb es beim 0:1 und dem Gefühl, dem Spiel hinterherzulaufen.
Nach dem Seitenwechsel kam Auersthal wacher heraus. Der Lohn folgte nach knapp einer Stunde: Halil Günay traf in der 59. Minute zum 1:1 und brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Der Moment hätte ein Startschuss sein können, doch Bad Pirawarth konterte schnell. In der 67. Minute stellte Sandro Krizso wieder auf 1:2, und als Jiri Svrcek in der 79. Minute auf 1:3 erhöhte, war der Vorsprung der Gäste komfortabel. Pikal brachte es auf den Punkt: „Die wollten den Sieg einfach mehr und haben die Chancen eiskalt genutzt, die wir ihnen gegeben haben.“ In der Nachspielzeit verkürzte Oliver Bauer zwar noch auf 2:3 (90.+2), mehr als Ergebniskosmetik war es aber nicht. „Man hat gesehen, dass die Luft schon eher raus war“, sagte Pikal mit Blick auf das letzte Match.
In seiner Analyse blieb Pikal sachlich. „Es war trotzdem eine ausgeglichene Leistung von beiden Mannschaften“, betonte er, verwies aber sofort auf den Knackpunkt: „Das 1:0 war der Dosenöffner – schade eigentlich.“ Auch die besondere Gemengelage spielte eine Rolle: „Es war das letzte Match, alle wollten für den Trainer spielen, aber die Luft war draußen.“ Diskussionen über den Unparteiischen gab es keine. „Strittige Szenen gab es im Prinzip keine, die Schiedsrichterleistung war okay“, so Pikal. Mit dem 2:3 beschließt Auersthal die Meisterschaft mit 32 Punkten, Bad Pirawarth kommt auf 37 Zähler. Jetzt bleibt Zeit, die Köpfe freizubekommen und die Pause zu nützen. Auersthal will die positiven Teile dieser Leistung mitnehmen – und im neuen Anlauf wieder frisch und gierig auftreten.