Spielberichte

„Aufbruchsstimmung“: Horvath will Mannersdorf stabilisieren und Eigenbauspieler forcieren

ASK Mannersdorf

Nach einer zähen Saison in der 2. Landesliga Ost zieht der ASK Mannersdorf Bilanz: Platz 15, 20 Punkte – und viele knappe Spiele, die trotz starker Auftritte verloren gingen. Obmann Johannes Horvath spricht von einer „äußerst durchwachsenen“ Saison mit zahlreichen Verletzten, blickt aber positiv nach vorne: „Es ist Aufbruchsstimmung da.“ Mit Stürmer Taner Sen (Hellas Kagran) steht der erste Neuzugang fest, die Vorbereitung startet am 6. Juli. Ziel: in der Gebietsliga stabil bleiben und den Eigenbau stärken.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Rückblick mit klaren Worten: „über weite Strecken ebenbürtig, aber verloren“

Johannes Horvath lässt an der zurückliegenden Saison keinen Zweifel: „Der Rückblick ist sehr durchwachsen. Wir waren in vielen Partien ebenbürtig oder sogar besser und haben die Spiele trotzdem verloren.“ Dass sich diese Phase wie ein roter Faden durchzog, erklärt er mit der Verletztenliste, die vor allem zu Beginn der zweiten Saisonhälfte lang war. „Wir hatten mit sehr vielen Verletzungen zu kämpfen“, betont der Obmann. In der Endabrechnung stehen 20 Zähler und Rang 15 – Zahlen, die die schwierige Situation untermauern. Trotzdem überwiegt bei Horvath nicht die Klage, sondern der nüchterne Befund: Viele knappe Spiele sind in die falsche Richtung gekippt, häufig aus einer Position, in der man „eigentlich im Spiel war“. Genau dort will Mannersdorf ansetzen, damit sich Leistung wieder häufiger in Punkten niederschlägt.

Kader, Genesungen und erste Fixpunkte: Sen kommt, zwei Rückkehrer in Sicht

Im Kader tut sich bereits etwas, auch wenn noch nicht alles öffentlich ist. „Es gab schon einige Abgänge und auch Neuzugänge, die wir derzeit noch nicht bekannt geben können“, sagt Horvath. Eine Ausnahme steht fest: „Der Taner Sen, der Stürmer von Hellas Kagran, ist bereits als Neuzugang bestätigt.“ Auch medizinisch hellt sich die Lage auf. „Es gibt zwei angeschlagene Spieler: Muhammed Keskin und Romeo Lazarevic. Beide sind aber auf einem guten Weg und sollten im Herbst relativ bald wieder spielen können“, berichtet der Obmann. Strukturell bleibt alles ruhig: „Nein“, sagt Horvath knapp auf die Frage nach Veränderungen im Betreuerteam oder Umfeld. Und individuelle Lichtblicke? „Fällt mir jetzt niemand ein“, sagt er und will den Fokus bewusst auf die Gruppe legen. 

Fahrplan, Ziele und Messlatte: kompakte Mannschaft, oberes Drittel als Anspruch

Die Eckdaten für den Sommer stehen. „Das Training beginnt am 6. Juli“, sagt Horvath. „Das erste Testspiel gegen Ankerbrot ist am 11. Juli. Dann spielen wir am 17. Juli gegen 1980 Wien.“ Der Höhepunkt folgt am 24. Juli: die #manaschdooaaf-Trophy mit ASK Ebreichsdorf, ASK Mannersdorf, FV Austria XIII (Wien) und SV Wimpassing – ein kompaktes Vorbereitungsturnier, das laut Horvath „sicher interessante Spiele“ verspricht. Inhaltlich ist die Richtung abgesteckt: „Durch die vielen Neuzugänge wollen wir bis zum Saisonstart eine kompakte und gute Mannschaft finden.“ Die Ziele sind ebenso klar wie bodenständig: „Wir wollen uns in der Gebietsliga stabilisieren, uns halbwegs gut verkaufen, im oberen Drittel mitspielen.“ Woran wird intern gemessen? „Die Vorbereitung geht in die richtige Richtung, wenn wir positive Ergebnisse abliefern und überzeugend auftreten. Und bei den Jungen zählen am Ende die Einsatzminuten – je mehr, desto besser.“ Damit ist auch der Kurs für den Eigenbau definiert: forcieren, ranführen, Vertrauen geben – und sich Schritt für Schritt belohnen.