Der SC Katzelsdorf blickt nach einem Jahr mit Licht und Schatten in der 2. Landesliga Ost nach vorn. Nach der Trainerumstellung im Winter setzte SC Katzelsdorf auf mehr Offensivdrang und landete letztlich auf Rang acht. Sportlicher Leiter Patrick Kadletz lobt die spielerische Entwicklung, sieht aber klare Hausaufgaben: „Offensiv waren wir gut, defensiv zu anfällig.“ Der Kader bleibt weitgehend beisammen, zwei Abgänge stehen zwei Neuzugängen gegenüber.

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Patrick Kadletz setzt den Rahmen gleich zu Beginn: „Nach der Trainerumstellung im Winter wollten wir wieder offensiveren Fußball spielen. Das ist uns gut gelungen.“ Die Erinnerung an die Rückrunde klingt nach Aufbruch, doch die Tabelle erzählt auch von verpassten Chancen. „Defensiv waren wir zu anfällig, zu viele Eigenfehler. Deshalb ist es am Ende nur Platz acht geworden“, sagt der Sportliche Leiter. Das passt zur Saisonkurve: Katzelsdorf schnupperte in den ersten Runden an den Spitzenplätzen, bewegte sich zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei und drei, ehe es sich im Frühjahr im gesicherten Mittelfeld einpendelte. Dass vorne viel stimmte und hinten zu viel anbrannte, ist die nüchterne Zusammenfassung eines Jahres, in dem Mut nicht immer belohnt wurde.
Für den Sommer ist die Marschroute eindeutig. „Ziel ist, die Defensive zu verbessern und zu stabilisieren“, stellt Kadletz klar. Am generellen Ansatz will man nicht rütteln. „Wir wollen attraktiven Offensivfußball zeigen, damit die Zuschauer gern kommen und die Mannschaft unterstützen.“ Die Stimmung sei „sehr gut, alle sind top motiviert“. Bewusst verzichtet der Klub darauf, Einzelne herauszuheben. „Wir heben niemanden heraus, es war eine gute Mannschaftsleistung“, betont Kadletz. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl soll auch helfen, einfache Fehler zu reduzieren. Denn genau dort lag in der Vorsaison der Hund begraben: nicht im fehlenden Willen, sondern in Momenten, in denen Kleinigkeiten große Wirkung hatten. Konstanz hinten, Mut vorne – so lautet das Arbeitsprogramm.
Personell setzt Katzelsdorf auf Kontinuität. „Es gibt zwei Abgänge und zwei Neuzugänge, sonst bleibt der Kader im Großen und Ganzen so, wie er ist“, erklärt Kadletz. Zwei Langzeitverletzte fehlen noch, weshalb Geduld gefragt ist: „Sie sind seit dem Winter raus und kommen hoffentlich im späten Herbst oder Winter zurück.“ Trotzdem richtet sich der Blick nach vorne. Auch der Blick auf die Gegner fällt gelassen aus. „Viele spielen guten Fußball, es war oft auf Augenhöhe“, sagt Kadletz, ohne jemanden gesondert herauszuheben. Genau das soll auch künftig der Maßstab sein: jedes Wochenende an die eigene Obergrenze kommen, hinten wenig zulassen und vorne die Lust am Risiko behalten – mit dem Ziel, die Zuschauer wieder regelmäßig zu begeistern.