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„Es war eine Saison zum Vergessen“ – FC Angern zieht nach Rang 14 eine schonungslose Bilanz

FC Angern

In der 1. Klasse Nord ist die Bilanz des FC Angern nach 26 Runden deutlich ausgefallen: Rang 14, nur acht Punkte und eine lange Phase am Tabellenende. Obmann Nikolaus Piller-Pöltner spart in seiner Einschätzung nicht mit Kritik. „Die Saison war eigentlich sehr schlecht“, sagt er offen und bringt die Lage damit schnell auf den Punkt. Auch für den Sommer kündigt sich beim Schlusslicht damit einiges an.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Der Absturz kam früh und blieb bis zum Schluss

Ein Blick auf den Verlauf der Meisterschaft zeigt, warum die Worte aus Angern so klar ausfallen. Nach der ersten Runde lag FC Angern auf Platz zwölf, nach Runde zwei sogar kurz auf Rang fünf. Dieses kleine Hoch blieb aber nur eine Momentaufnahme. In den Wochen danach ging es Schritt für Schritt nach hinten, ab Runde neun stand die Mannschaft durchgehend auf dem letzten Tabellenplatz und kam dort bis zum Ende auch nicht mehr weg. Gerade die Schlussphase unterstrich das noch einmal deutlich. In den letzten fünf Spielen setzte es Niederlagen gegen ASV Asparn/Zaya, SV Bad Pirawarth, SV AUST-BAU Großkrut, SV Großebersdorf und USC Kronberg. So wurde aus einer schwierigen Saison eine, die sich am Ende auch tabellarisch nicht mehr schönreden ließ.

Obmann spart nicht mit Kritik

Piller-Pöltner wählt in seiner Analyse keine ausweichenden Formulierungen. „Verbesserungsbedarf gibt es auf jeder Position“, sagt der Obmann, und genau diese Aussage macht deutlich, wie umfassend der Handlungsbedarf im Verein gesehen wird. Es geht also nicht um ein einzelnes Problem oder um ein paar Kleinigkeiten, die man rasch korrigieren könnte. Aus Sicht des Vereins war die Mannschaft in der abgelaufenen Saison insgesamt nicht konkurrenzfähig genug, um sich aus dem Tabellenkeller zu lösen. Dass der Obmann dann noch nachlegt und von einer „Saison zum Vergessen“ spricht, zeigt ebenfalls, wie groß die Enttäuschung nach dieser Spielzeit ist. Nach nur acht Punkten aus 26 Partien fällt das Urteil entsprechend hart, aber es passt zur gesamten Entwicklung über die Saison hinweg.

Bewegung im Kader für den Neustart

Dass sich im Sommer personell etwas tun wird, ist nach dieser Bilanz nur folgerichtig. Als fixen Abgang nennt Piller-Pöltner Daniel Suppan. Auch Kevin Gani hat den Verein verlassen, wie der Obmann erklärt: „Kevin Gani ist zu seinem ursprünglichen Verein zurückgegangen.“ Darüber hinaus sprach Piller-Pöltner noch von weiteren Veränderungen. Auf der Zugangsseite ist mit Gabriel Hernani de Paulo Neves ein erster Name bekannt. Er kommt laut Piller-Pöltner von Hundsheim, und der Obmann beschreibt ihn so: „Gabriel Hernani de Paulo Neves ist ein Spieler, der im Mittelfeld alles spielen kann.“ Außerdem wurden mit Stefan Pecirep und Mark Pecirep zwei weitere Neuzugänge genannt, zu denen im Gespräch aber noch keine genaueren Details vorlagen.

Der Sommer soll die Wende einleiten

Viel beschönigt wird in Angern derzeit nicht, und genau das macht diese Bestandsaufnahme glaubwürdig. Der Verein kennt seine Ausgangslage, er kennt die Zahlen, und er weiß auch, dass es nach einer so schwachen Saison nicht reichen wird, nur an kleinen Schrauben zu drehen. Wenn der Obmann davon spricht, dass praktisch überall Verbesserungsbedarf besteht, dann ist das gleichzeitig Kritik an der vergangenen Spielzeit und Arbeitsauftrag für die kommende. Die personellen Änderungen sind damit wohl erst der Anfang. FC Angern steht vor einem Sommer, in dem die Basis für einen besseren Neustart gelegt werden muss. Nach einer Saison, die laut Piller-Pöltner „eigentlich sehr schlecht“ war, ist klar: Der Verein will das Kapitel abhaken, aber vergessen wird man es so schnell nicht.