Spielberichte

„Der Elfmeter war ein Knackpunkt“ – USV 1950 Hauskirchen startet mit Auswärtssieg

ASV Asparn/Zaya
USV Hauskirchen

In der 1. Klasse Nord ist der ASV Asparn/Zaya zum Auftakt gegen den USV 1950 Hauskirchen mit 0:1 leer ausgegangen. Für Sektionsleiter Julian Trötzmüller war vor allem der gehaltene Elfmeter vor der Pause ein Schlüsselmoment. Danach nützte Florian Schön den entscheidenden Ballgewinn nach dem Seitenwechsel, während die Gäste laut Trötzmüller „mit viel Leidenschaft und viel Kampf“ einen verdienten Auswärtssieg absicherten.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Ausgeglichen begonnen, vor der Pause hielt Steglegger die Null

Julian Trötzmüller sah über weite Strecken eine enge Partie, auch wenn der ASV Asparn/Zaya nach seiner Einschätzung etwas mehr vom Spiel hatte. „Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen. Es war eine recht ausgeglichene Partie, wobei der ASV Asparn/Zaya sicher mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz gehabt hat“, sagte der Sektionsleiter des USV 1950 Hauskirchen. Entscheidend war für ihn aber, dass aus diesem Übergewicht nicht allzu viele klare Möglichkeiten entstanden. Die erste ganz große Chance gehörte sogar dem USV 1950 Hauskirchen, als Patrick Weber für Stefan Zeiner auflegte und dieser im Eins-gegen-eins knapp am Tor vorbeischoss. Auf der anderen Seite wurde der ASV Asparn/Zaya laut Trötzmüller vor allem über Standardsituationen und weite Einwürfe gefährlich. „Vom Spiel heraus haben wir wenig zugelassen“, hielt er fest. Kurz vor der Pause wurde es dann trotzdem brenzlig, als nach einem Handspiel auf Elfmeter für den ASV Asparn/Zaya entschieden wurde. Bernhard Steglegger parierte aber stark und nahm diesen Moment mit in die Kabine. Für Trötzmüller war genau das ein Wendepunkt: „Der Elfmeter war schon ein Knackpunkt. Da habe ich mir gedacht, an Bernhard Steglegger wird es heute schwer vorbeizukommen.“

Nach dem Seitenwechsel schlug das Umschaltspiel zu

Mit dem 0:0 zur Pause war für den USV 1950 Hauskirchen noch alles offen, und genau so trat die Mannschaft nach Wiederbeginn auch auf. Trötzmüller hatte das Gefühl, dass sein Team in der zweiten Hälfte sogar noch besser in die Partie fand und den Gegner früher unter Druck setzte. „Wir sind für mich in der zweiten Halbzeit besser rausgekommen, haben guten Druck ausgeübt und den Gegner zu Fehlern gebracht“, sagte er. Einer dieser Fehler brachte dann auch die Entscheidung. Nach einem Ballverlust im Aufbau des ASV Asparn/Zaya ging es schnell nach vorne, der Ball kam zu Stefan Gstaltner, der querlegte, und Florian Schön vollendete in der 55. Minute zum 0:1. Trötzmüller ordnete diesen Treffer als besonders wichtig ein: „Für den Spielverlauf war es natürlich top, dass wir in der 55. Minute das 1:0 erzielt haben.“ In der Folge blieb der USV 1950 Hauskirchen mit seinem Umschaltspiel gefährlich, ließ aber die Chance liegen, frühzeitig alles klarzumachen. Ein Abseitstor von Stefan Zeiner zählte nicht, Florian Schön kam noch zu zwei sehr guten Möglichkeiten und auch Filip Kukucka hatte am Ende eine Gelegenheit auf das 0:2. „Da hätten wir uns das Leben leichter machen müssen“, sagte Trötzmüller, weil der ASV Asparn/Zaya durch Standards und Einwürfe bis zum Schluss im Spiel blieb.

Geschlossener Auftritt als Basis, bei der Chancenverwertung bleibt Luft nach oben

Dass es am Ende trotzdem beim 0:1 blieb, lag für Trötzmüller nicht nur an Bernhard Steglegger, der nach dem Seitenwechsel noch zwei- bis dreimal stark hielt, sondern vor allem an der mannschaftlichen Geschlossenheit. „Die größte Stärke von der Mannschaft war der geschlossene Auftritt, die Teamleistung. Jeder für den anderen“, sagte er und hob damit weniger einzelne Namen als vielmehr die Bereitschaft seiner Mannschaft hervor. Genau diese Bereitschaft war für ihn auch der Hauptgrund, warum der Auswärtssieg unterm Strich verdient war. „Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt, mit viel Kampf, haben den Kampf wahrgenommen“, so Trötzmüller. Ganz ohne Kritik wollte er den gelungenen Auftakt aber nicht stehen lassen. Vor allem bei der Chancenverwertung sieht er noch Arbeit, weil der USV 1950 Hauskirchen das zweite Tor mehrfach auf dem Fuß hatte. Dazu kommt für ihn die Frage, wie seine Mannschaft in manchen Phasen noch ruhiger mit dem Ball werden kann. „Verbesserungspotenzial gibt es in diesem Spiel auf jeden Fall bei unserer Chancenverwertung. Vielleicht müssen wir in manchen Situationen auch noch reifen, wie wir das Spiel beruhigen können, wenn wir den Ball haben“, sagte Trötzmüller. Den Gegner ordnete er trotz der Niederlage weiterhin hoch ein: „Der ASV Asparn/Zaya ist nach wie vor eine sehr, sehr gute Mannschaft und sicher ein Favorit.“ Für den USV 1950 Hauskirchen steht zum Auftakt damit aber trotzdem ein 1:0-Auswärtssieg, der vor allem über Einsatz, Disziplin und einen starken Tormann abgesichert wurde.

1. Klasse Nord: Asparn/Zaya : Hauskirchen - 0:1 (0:0)

  • 55
    Florian Schön 0:1