In der 1. Klasse Nord hat sich SC Großengersdorf gegen USV Schrick nach 0:1-Pausenrückstand noch mit 2:1 durchgesetzt. Trainer Patrick Groher sah zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten: Vor der Pause war seine Mannschaft nicht im Spiel, nach dem Seitenwechsel zeigte sie laut Coach "ihr wahres Gesicht", kämpfte sich zurück und gewann am Ende verdient. Ausschlaggebend war laut Groher vor allem der schnelle Ausgleich durch Brian Brem.

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Der Start gehörte zunächst klar den Gästen. USV Schrick ging in der 11. Minute durch Pascal Lackner mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Pause. Viel mehr als das nackte Ergebnis störte Patrick Groher dabei aber die Art und Weise des Auftritts seiner Mannschaft. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel und lagen auch in der Halbzeit hinten", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu kam, dass der Gegner genau das auf den Platz brachte, was SC Großengersdorf Probleme bereitete. "Der Gegner war unangenehm zu bespielen. Er war sehr aggressiv und hat es uns nicht leicht gemacht", so Groher.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. SC Großengersdorf wurde gegen den Ball aggressiver, spielte laut Groher sicherer und kam nun auch zu deutlich mehr Offensivaktionen. Den entscheidenden Moment dieser Wende sah der Trainer klar in der 52. Minute. "Das Freistoßtor von Brian Brem zum Ausgleich war der Dosenöffner", sagte Groher. Das 1:1 beschrieb er außerdem als "traumhaft schönes" Tor. Mit diesem Treffer war Großengersdorf endgültig in der Partie angekommen. Was vor der Pause noch schwerfällig wirkte, sah nun viel aktiver aus, und die Hausherren blieben in dieser Phase am Drücker.
Dass die Partie am Ende tatsächlich noch komplett gedreht wurde, lag dann erneut an Brian Brem. In der 87. Minute machte er das 2:1 und sorgte damit für die Entscheidung in einer Begegnung, die nach der Pause immer stärker in Richtung der Heimischen kippte. Groher schilderte die Szene so: Brem habe "die Eins-gegen-eins-Situation im Sechzehner gewonnen und mit dem linken Fuß in die lange Ecke geschlenkt". Damit belohnte sich SC Großengersdorf für eine zweite Halbzeit, die der Trainer ausdrücklich hervorhob. "Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir aggressiv gegen den Ball, haben sicher gespielt und uns sehr viele Chancen herausgespielt. Ich kann die Mannschaft nur loben", sagte Groher.
Unterm Strich bleibt für SC Großengersdorf ein Sieg, der klar aus der Steigerung nach der Pause entstand. Vor der Halbzeit lief wenig zusammen, danach kam genau jene Reaktion, die Patrick Groher von seiner Mannschaft sehen wollte. Deshalb fiel auch sein Urteil nach dem Schlusspfiff eindeutig aus: Großengersdorf habe "verdient gewonnen". Dass es daneben keine Nebenschauplätze gab, passte zum nüchternen Gesamtbild des Trainers. "Der Schiedsrichter hat eine gute Arbeit geleistet. Ich bin absolut mit der Schiedsrichterleistung zufrieden", sagte Groher. So stand am Ende ein 2:1, das vor allem wegen der starken zweiten Halbzeit Bestand hatte.