In der 1. Klasse Nord hat SC mapo Marchegg am Samstag gegen SC Orth/Donau ein 0:0 mitgenommen und damit den ersten Punkt der noch jungen Saison angeschrieben. Ganz zufrieden war man im Lager der Gastgeber trotzdem nicht, weil aus ihrer Sicht mehr drinnen gewesen wäre. Obmann Torsten Chladek sprach von einer sehr guten Leistung, sah seine Mannschaft über weite Strecken besser und machte vor allem die fehlende Konsequenz im Abschluss als Grund aus.

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Die Begegnung begann nach Chladeks Eindruck zunächst auf Augenhöhe. „In der ersten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir die bessere Mannschaft waren“, sagte der Marchegg-Obmann. Aus seiner Sicht hatte seine Elf schon vor der Pause genug Argumente für eine Führung gesammelt. Ein Treffer zum 1:0 wurde wegen Abseits aberkannt, wobei Chladek diese Entscheidung klar anders sah. Kurz vor dem Seitenwechsel blieb dann noch eine große Möglichkeit aus kurzer Distanz ungenützt, als ein Marchegger Abschluss auf der Linie landete. Für den Funktionär war das genau die Phase, in der seine Mannschaft das Spiel eigentlich auf ihre Seite hätte ziehen müssen. „Da hätten wir eigentlich 1:0 oder 2:0 führen müssen“, brachte er die verpassten Möglichkeiten auf den Punkt.
Auch nach der Pause änderte sich an diesem Eindruck aus Marchegger Sicht wenig. Chladek sah seine Mannschaft weiter am Drücker und gerade in der Schlussphase noch einmal ganz nah am möglichen Sieg. Rund eine Viertelstunde vor dem Ende köpfte Andrej Vasko nach einem Freistoß den Ball ins Tor, doch auch dieser Treffer zählte wegen einer Abseitsentscheidung nicht. „Das war eigentlich die entscheidende Situation. So hätten wir 1:0 gewonnen“, meinte Chladek. Entsprechend deutlich fiel danach auch seine Bewertung der Spielleitung aus. „Der Schiedsrichter hatte keinen guten Tag und hat leider bei zwei Abseitssituationen unsererseits die falsche Entscheidung getroffen“, sagte der Obmann, der in diesen beiden Szenen den Hauptgrund dafür sah, dass es am Ende beim 0:0 blieb.
Abseits des Ärgers über diese Entscheidungen stellte Chladek seiner Mannschaft dennoch ein gutes Zeugnis aus. „Wir waren über neunzig Minuten die ganz klar bessere Mannschaft und hätten uns aufgrund der Chancen den Sieg verdient“, sagte er. Dazu passte für ihn auch der Eindruck vom Gegner. Orth habe personelle Ausfälle gehabt, „das hat man gesehen“, erklärte Chladek, der deshalb meinte, dass die Gastgeber über die gesamte Spielzeit mehr vom Match hatten. Gerade deshalb blieb bei aller Zufriedenheit über den ersten Zähler auch das Gefühl, dass hier nicht bloß ein Punktgewinn, sondern ebenso eine verpasste Gelegenheit zu Buche stand. Das torlose Remis wurde im Lager der Marchegger also nicht als glückliches Ergebnis gesehen, sondern eher als Spiel, in dem der Ertrag hinter der Leistung zurückblieb.
Am Ende überwog bei den Gastgebern trotzdem nicht nur der Frust. Nach drei Runden ohne Zählbares war das torlose Remis zumindest ein kleiner Schritt, und genau so ordnete es Chladek auch ein. „Wir sind mit dem 0:0 zufrieden, da wir jetzt den ersten Punkt gemacht haben“, sagte er. Gleichzeitig benannte er sehr klar, was zum ersten Sieg noch fehlt. „Die letzte Konsequenz vorm Tor“ sei abgegangen, zudem hätte man die eine oder andere Situation besser fertigspielen können. Dass diese Worte nach einem Spiel gegen einen Gegner fielen, den Chladek als Titelanwärter bezeichnete, gibt dem Auftritt aus seiner Sicht zusätzlich Gewicht. Für Marchegg bleibt damit ein Auftritt, der Mut machen kann, auch wenn der Sieg nach Meinung der Gastgeber diesmal liegen geblieben ist.