In der 1. Klasse Nord hat SV Bad Pirawarth eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben und gegen SV AUST-BAU Großkrut mit 2:4 verloren. Aus Sicht der Gäste war vor allem der gehaltene Elfmeter der Wendepunkt. Obfrau Corinna Weingartshofer sprach von einer Partie, in der Großkrut lange die bessere Mannschaft gewesen sei, sich dafür zunächst aber nicht belohnte und erst nach dem Rückstand richtig zurückfand.

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Der Spielverlauf sprach zunächst nicht für die Gäste, auch wenn Weingartshofer die Kräfteverhältnisse anders einschätzte. "Wir waren die stärkere Mannschaft", sagte sie rückblickend und machte damit deutlich, dass Großkrut aus ihrer Sicht über weite Strecken mehr im Spiel war, die eigenen Möglichkeiten aber nicht in Tore ummünzen konnte. Stattdessen geriet Großkrut kurz vor der Pause in Rückstand, als in der 44. Minute ein Eigentor von Dominik Graf das 1:0 für Bad Pirawarth brachte. Damit ging es auch in die Halbzeit. Noch schwieriger wurde die Ausgangslage dann zehn Minuten nach Wiederbeginn, als Jiri Svrcek für die Gastgeber auf 2:0 stellte. Für Großkrut war das ein doppelter Rückschlag, weil aus einer ordentlichen Leistung zunächst überhaupt kein Ertrag wurde.
Dass die Partie danach trotzdem noch kippte, erklärt Weingartshofer vor allem mit einer Szene, die für ihre Mannschaft zum Auslöser der Aufholjagd wurde. "Der gehaltene Elfer hat uns die Moral zurückgebracht", sagte sie. Besonders an dieser Situation war, dass Großkruts Tormann laut Weingartshofer erstmals nach einer Verletzung wieder im Einsatz war. Die Gäste konnten sich danach wieder sammeln und brachten neuen Glauben in ihr Spiel. Auf der Anzeigetafel zeigte sich das wenig später ganz deutlich: Filip Palkovic verkürzte in der 68. Minute auf 2:1, Benjamin Bruckner stellte in der 80. Minute auf 2:2 und nur eine Minute später drehte erneut Palkovic die Partie mit dem 2:3 komplett. "Der Ausgleich hat gezeigt, dass das unser Match wird", sagte Weingartshofer über jene Phase, in der das Spiel endgültig auf die Seite der Gäste kippte.
Gerade diese Reaktion ist für die Großkruter der Punkt, der über das bloße Endergebnis hinausgeht. "Obwohl wir zurückgelegen sind, haben wir uns wieder ins Match gekämpft und weitergespielt", sagte Weingartshofer und beschrieb damit auch gleich die größte Stärke ihrer Mannschaft an diesem Abend. Bad Pirawarth habe durch die eigenen Tore zwischenzeitlich an Selbstvertrauen gewonnen, dennoch sei Großkrut motiviert geblieben und habe den Faden nicht verloren. Dass Kevin Gentzelmann in der 85. Minute noch das 2:4 nachlegte, passte deshalb gut ins Bild einer Mannschaft, die nach dem Ausgleich nicht stehen blieb, sondern sofort weiter am Drücker war. Weingartshofers Resumee "Wir müssen dranbleiben und die Torchancen besser nutzen", sagte sie mit Blick auf das, was noch besser werden kann. Nach neun Runden hält Großkrut nun bei zwölf Punkten und nimmt aus Bad Pirawarth vor allem mit, dass sich Beharrlichkeit an diesem Abend klar ausgezahlt hat.