In der 1. Klasse Nord hat sich USV Schrick im Derby gegen USV Gaweinstal mit 2:0 durchgesetzt, musste dafür aber bis in die Schlussphase warten. Trainer Alexander Bitter sah seine Mannschaft über weite Strecken klar am Drücker, nur der Ertrag fehlte lange. Erst in den letzten Minuten wurde der hohe Aufwand belohnt – für Schrick ein Sieg, der laut Bitter auch fürs Selbstvertrauen und den weiteren Weg im Mittelfeld viel wert ist.

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Alexander Bitter zeichnete nach dem Schlusspfiff ein recht klares Bild dieser Partie. „Wir wollten von der ersten Minute an Druck machen und ständig den Ball haben“, sagte der Schrick-Trainer, und genau das war aus seiner Sicht der rote Faden über die gesamten 90 Minuten. Seine Mannschaft hatte viel Ballbesitz, suchte immer wieder spielerische Lösungen und war über weite Strecken das aktivere Team. Dass es zur Pause trotzdem noch 0:0 stand, lag für Bitter weniger am eigenen Ansatz als an der kompakten Arbeit des Gegners. Gaweinstal stand tief, machte die Räume eng und verlangte Schrick läuferisch wie kämpferisch alles ab. „Es war ein hartes Brett, da durchzukommen“, sagte Bitter und verteilte dabei ausdrücklich ein Kompliment an die Gäste. Gerade in den ersten 20 Minuten und generell in der ersten Halbzeit sah er bei seiner Mannschaft noch Mängel im Passspiel und bei den zweiten Bällen, wodurch sich Schrick trotz Überlegenheit noch nicht entscheidend festsetzen konnte.
Mit Fortdauer der Partie, so schilderte es Bitter, wurde Schrick in der gegnerischen Hälfte klarer und sauberer. „In der zweiten Halbzeit war das deutlich besser. Auch die Positionierung in der gegnerischen Hälfte war viel besser, sodass wir jeden zweiten Ball ergattert haben“, erklärte der Trainer. Genau daraus entstand jener Dauerdruck, den er als Schlüssel für den späten Erfolg sah. Bitter sagte sogar: „Es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis wir das Tor machen.“ Dass es dennoch bis zur 85. Minute dauerte, lag nach seiner Einschätzung auch am starken Gaweinstaler Tormann, der mehrere gute Möglichkeiten entschärfte. Dann fiel aber doch das 1:0: Nach einer Flanke auf den langen Pfosten landete ein Kopfball zunächst an der Latte, den Abpraller drückte Joker Philipp Jorganovic über die Linie. Schrick blieb damit nicht nur am Drücker, sondern nutzte auch gleich die veränderte Lage. „Nach dem 1:0 habe ich gewusst, dass Gaweinstal riskieren wird“, sagte Bitter. Genau so kam es. In der 90. Minute machte erneut Philipp Jorganovic alles klar, nachdem er bei einem weiten Ball dazwischengegangen war und den Tormann überhob.
Bitter sah den entscheidenden Unterschied in der Ballsicherheit seiner Mannschaft. „Wir waren ballsicherer, wollten immer den Ball haben und haben auch nicht viel zugelassen“, sagte er. Gleichzeitig stellte er klar, dass Gaweinstal die Aufgabe alles andere als leicht gemacht habe. Der Gegner sei „sehr gut organisiert“ gewesen, habe kompakt verteidigt und mit viel Leidenschaft gespielt. Bitter nannte die Partie ein „richtiges Derby“ und verwies auch auf die gute Stimmung vor knapp 400 Zuschauern. Eine Szene blieb ihm dennoch hängen: Aus seiner Sicht wurde ein reguläres Schrick-Tor wegen Abseits aberkannt. Den Schiedsrichter nahm er dabei nicht grundsätzlich ins Visier, sondern ordnete ein: „Im Großen und Ganzen war es eine sehr souveräne Spielleitung.“ Umso größer war nach dem späten Durchbruch die Erleichterung auf Schrick-Seite. Bitter sprach von einem „ganz, ganz wichtigen Sieg“ und betonte, dass dieser Erfolg doppelt zähle, weil es laut seiner Aussage der erste Pflichtspielsieg Schricks gegen Gaweinstal war. Dazu kommen drei Punkte, mit denen sich Schrick weiter im Mittelfeld festsetzt und mit einem guten Gefühl in die nächsten Aufgaben gehen kann.