In der 1. Klasse Nord hat ASV Asparn/Zaya am Samstag gegen SC Großengersdorf mit 3:0 gewonnen und nach zwei Niederlagen wieder angeschrieben. Trainer Mario Konrad sprach von einem „überzeugenden Auftritt“, auch wenn seine Mannschaft nicht glänzte. Ausschlaggebend war für ihn die Geduld im eigenen Spiel, dazu kam eine Führung kurz vor der Pause, die den Gastgebern den weiteren Nachmittag spürbar erleichterte.

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Konrad hatte seine Mannschaft über weite Strecken klar im Vorteil gesehen. „Es war von Anfang an ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft, ohne wirklich zu glänzen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Vor allem mit der Art und Weise war er zufrieden, wie Asparn die Partie angelegt hatte. „Über das ganze Spiel gesehen hatten wir die Kontrolle“, meinte er, und genau dieses Bild zeigte sich auch bis zum Führungstor. Asparn blieb ruhig, suchte nicht ständig den schnellen Ball nach vorne, sondern arbeitete geduldig an den Lücken. „Wir sind geduldig geblieben, haben unsere Chancen vorbereitet und nicht immer gleich den Ball in die Tiefe gesucht, sondern den Gegner in Bewegung gebracht“, erklärte Konrad. Belohnt wurde das kurz vor der Pause. In der 38. Minute kam der Ball nach einer Aktion über die Seite scharf in den Rücken der Abwehr, wo Jan Köppel auf der zweiten Stange zur Stelle war und zum 1:0 abschloss. Für den Torschützen war es ein besonderer Treffer, weil er laut seinem Trainer nach sieben bis acht Wochen Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand.
Dass die Führung noch vor dem Seitenwechsel fiel, war für Konrad ein ganz zentraler Punkt. „Das 1:0 vor der Pause hat uns sehr gut getan“, sagte er, weil sich das Spiel damit in die Richtung bewegte, die Asparn haben wollte. Großengersdorf musste in der Folge etwas mehr investieren, stand nicht mehr ganz so tief und bot damit auch Räume an. Genau daraus entstand nach der Pause das 2:0. In der 54. Minute bekam Asparn einen Elfmeter zugesprochen, den David Mrkvica sicher verwertete. Konrad hatte an der Entscheidung keinen Zweifel. Für ihn war es „ein klarer Elfmeter“. Ganz fehlerfrei sah er den Auftritt seiner Mannschaft trotzdem nicht. „Wir hatten wieder 15 bis 20 Minuten drinnen, wo wir viel zu hektisch waren, sehr leichte Ballverluste hatten und es dem Gegner sehr leicht gemacht haben“, sagte er. Wirklich gefährlich wurde es in dieser Phase aber nur einmal, als Großengersdorf beim Stand von 0:2 nach einer Standardsituation die Stange traf. Mehr ließ Asparn laut seinem Trainer über 90 Minuten nicht zu.
Konrad fand nach dem Schlusspfiff auch für den Gegner faire Worte. Er bescheinigte Großengersdorf einen sauberen Beginn und eine Mannschaft, die „Fußball spielen will“. Aus seiner Sicht starteten die Gäste „sehr kontrolliert“, versuchten die Räume eng zu machen und wollten geordnet auftreten. Nach vorne fehlte jedoch über weite Strecken die Durchschlagskraft. Gleichzeitig hatte Asparn mehr vom Spiel und blieb die Mannschaft, die das Geschehen bestimmte. Im Laufe der Partie sah Konrad dann einen weiteren Vorteil für sein Team. „Über 90 Minuten hat Großengersdorf etwas an Kraft nachgelassen, und daraus haben wir dann natürlich auch den einen oder anderen Schwung gezogen“, sagte er. Diese Einschätzung passt zum Verlauf, weil Asparn auch nach dem 2:0 nicht den Faden verlor und weiter zu Möglichkeiten kam. Der Trainer sprach mehrfach davon, dass das Ergebnis am Ende sogar höher hätte ausfallen können, weil seine Elf weitere Chancen vorfand, sich aber nicht in jeder Situation belohnte.
Den Endstand stellte Alexander Pipal in der Nachspielzeit her, als er in der 93. Minute zum 3:0 traf. Konrad ordnete auch diesen Treffer ehrlich ein und sagte: „Das war ein Tor von der Marke: Den muss man halten.“ Für ihn passte es aber auch zum Spiel, dass gerade so ein Ball noch hineinging, nachdem seine Mannschaft zuvor einige leichtere Möglichkeiten ausgelassen hatte. Insgesamt überwog bei Asparn klar die Zufriedenheit. „Unterm Strich war es ein sehr souveräner Auftritt. Ich war zufrieden“, sagte der Trainer. Der Sieg hat für die Gastgeber auch tabellarisch Gewicht. Nach zuletzt zwei Niederlagen blieb Asparn mit nun 18 Punkten vorne dran und behauptete Rang vier. Konrad brachte die Bedeutung deshalb knapp, aber treffend auf den Punkt: „Wir sind froh, dass wir nach zwei Niederlagen wieder eine Partie gewonnen haben und den Anschluss in der Tabelle halten konnten.“ Dass die Partie dabei ohne große Aufregung über die Bühne ging, gefiel ihm ebenfalls. Dem Schiedsrichter stellte er ein gutes Zeugnis aus und sprach von einer „souveränen“ und „ruhigen“ Leitung.