Spielberichte

Mit Video: „Wir haben zu unserer alten Stärke bei Standards zurückgefunden“ – Kronberg gewinnt 3:1

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SG Hohenau/Hausbrunn II
USC Kronberg

In der 1. Klasse Nord hat USC Kronberg am Samstagabend bei SG Hohenau/Hausbrunn II mit 3:1 gewonnen. Trainer Felix Wallner sah dabei zwei starke Standardsituationen als wichtigen Schlüssel zum Auswärtssieg. Ganz zufrieden war der Kronberg-Coach trotzdem nicht, weil ihn die Chancenauswertung und das spielerische Auftreten seiner Mannschaft trotz der drei Punkte nicht losließen.

Torwart in grüner Dress hockend

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Ballbesitz, frühe Führung und ein schneller Dämpfer

Wallner erlebte einen Beginn, in dem Kronberg zwar viel vom Spiel hatte, sich im neuen System aber erst finden musste. „Wir haben ein anderes Spielsystem probiert. Offensiv hat das relativ gut funktioniert, defensiv waren wir aber nicht gut abgestimmt“, sagte der Trainer. Genau diese Mischung prägte die erste Phase. Die Gäste hatten den Ball, liefen aber auch in Konter, weil die Gastgeber defensiv gut organisiert standen und immer wieder auf Umschaltmomente warteten. Laut Wallner suchte Hohenau/Hausbrunn II dabei häufig mit langen, hohen Bällen den Weg nach vorne und kam so in den ersten 15 Minuten zu mehreren guten Abschlüssen. Kronberg setzte dann aber den ersten Treffer. Mit der ersten Standardsituation und der ersten richtig großen Chance brachte David Duric die Gäste in Minute 14 mit 1:0 in Front. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. „Postwendend haben wir das 1:1 nach eigenem offensiven Einwurf bekommen“, sagte Wallner. Ali Mert Dursun glich nur zwei Minuten später aus, und damit war die Partie früh wieder offen. Für Kronberg war das ärgerlich, auch weil vor der Pause noch einiges möglich gewesen wäre. Wallner sprach von drei oder vier ganz großen Möglichkeiten, die seine Mannschaft liegen ließ, einmal landete der Ball auch an der Stange. Eine Systemumstellung ab Minute 30 brachte wieder mehr defensive Stabilität. 

David Duric stellt die Weichen, Mark Ibl macht spät alles klar

Nach der Pause nahm Kronberg das Spiel laut Wallner wieder mehr in die Hand und blieb die aktivere Mannschaft. Der Coach hatte vor allem nach dem neuerlichen Führungstreffer das Gefühl, dass sich die Partie in die gewünschte Richtung bewegt. „Mit dem 2:1 war mir klar, dass der Gegner defensiv aufmachen muss und wir dadurch immer wieder zu weiteren Chancen kommen werden“, erklärte er. Dieses 2:1 fiel in der 65. Minute erneut nach einer Standardsituation, wieder war David Duric zur Stelle. Genau darin sah Wallner einen wesentlichen Punkt des Abends. „Unsere Standardsituationen haben diesmal wirklich gut geklappt. Wir waren in den letzten vier bis fünf Runden sehr unzufrieden, weil wir kein Tor erzielt haben und auch nie wirklich gefährlich wurden“, sagte er. Das Thema sei angesprochen und im Training bearbeitet worden. Nach dem 2:1 investierten die Gastgeber mehr, wurden aus Sicht des Kronberg-Trainers aber nicht mehr wirklich zwingend. Auf der anderen Seite blieb seine Mannschaft gefährlich, vergab jedoch weitere Möglichkeiten. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung. Kevin Steiner setzte sich links nach einem Doppelpass mit Drago Durcevic durch, spielte in den Rückraum, Romen Sarwari traf zunächst die Stange und Mark Ibl drückte den Ball danach zum 3:1 über die Linie.

Verdienter Sieg, aber Wallner sieht noch viel Arbeit

Auch wenn Wallner den Erfolg als verdient einstufte, wollte er nach dem Schlusspfiff nicht einfach nur die drei Punkte mitnehmen und zur Tagesordnung übergehen. Dafür störten ihn einige Dinge zu sehr. „Von den neunzig Minuten haben wir maximal zehn Minuten so gespielt, wie wir es trainieren und wie wir es uns vorstellen“, sagte der Kronberg-Trainer deutlich. Vor allem spielerisch sieht er Luft nach oben. Seine Mannschaft habe relativ oft mit hohen Bällen agiert, obwohl das gar nicht dem entspreche, was eigentlich trainiert werde. „Vor allem auf einem kleinen und engen Platz wie in Hausbrunn war das kein gutes Mittel. Da müssen wir mutiger Fußball spielen“, forderte Wallner. Gleichzeitig hob er aber auch hervor, warum Kronberg dieses enge Spiel am Ende doch auf seine Seite ziehen konnte. „Die größte Stärke war, dass wir bis zum Schluss nicht aufgegeben haben, zu unserer alten Stärke bei Standardsituationen zurückgefunden haben und in Summe das komplettere Team mit der größeren Qualität sind“, sagte er. Den Gegner nahm er dabei ausdrücklich ernst. Hohenau/Hausbrunn II sei defensiv gut organisiert gewesen und habe die Umschaltmomente stark ausgespielt. Gerade deshalb hatte der Auswärtssieg für Kronberg Gewicht: Es war kein Spaziergang, sondern ein Spiel, in dem die Gäste ihre Überlegenheit erst mit Geduld, zwei Treffern nach Standards und dem späten dritten Tor sauber absichern mussten.

Video zum Spiel USC Kronberg - SG Hohenau/Hausbrunn II

1. Klasse Nord: SG Hohenau/Hausbrunn II : Kronberg - 1:3 (1:1)

  • 93
    Mark Ibl 1:3
  • 65
    David Duric 1:2
  • 16
    Ali Mert Dursun 1:1
  • 14
    David Duric 0:1