In der 1. Klasse Nord hat sich ASV Asparn/Zaya im Spitzenspiel gegen SC Orth/Donau mit 1:0 durchgesetzt und damit den Anschluss nach ganz oben gewahrt. Trainer Mario Konrad sah seine Mannschaft vor allem vor der Pause im Vorteil, sprach von einer sehr geschlossenen Leistung und brachte den Unterschied nach dem Schlusspfiff auf einen einfachen Nenner: „Wir waren dem Tor einfach näher.“

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Das 0:0 zur Halbzeit passte zu dem Bild, das Konrad nach dem Spiel zeichnete. Asparn hatte nach seinen Worten in der ersten Hälfte „viel mehr vom Spiel“ und war die klar bessere Mannschaft, auch wenn sich das nicht in einer Fülle an Großchancen niederschlug. Orth stand kompakt, verteidigte diszipliniert und ließ insgesamt wenig zu. Trotzdem sah der Asparn-Coach seine Elf im Vorteil, weil sie den Ball kontrolliert im Spielaufbau hielt, aktiv blieb und den Gegner kaum einmal in gefährliche Räume kommen ließ. Die beste Szene vor dem Seitenwechsel war laut Konrad ein Schuss an Stange und Latte nach einem Eckball, dazu kamen noch einige Halbschancen. Auf der anderen Seite ließ Asparn nach Einschätzung seines Trainers überhaupt keine echte Torchance zu und nahm so ein torloses, aber durchaus kontrolliertes 0:0 mit in die Kabine.
Die Entscheidung fiel dann unmittelbar nach der Pause. In der 46. Minute traf Alexander Pipal zum 1:0, und Konrad sprach von einem Angriff, der „wirklich sehr schön rausgespielt“ war. Jakub Fiala führte dabei den Ball aus der Innenverteidigung nach vorne, spielte den weiten Pass in die Tiefe und fand Pipal, der mit links sehenswert ins lange Eck abschloss. Für den Asparn-Trainer war das nicht nur der entscheidende Treffer, sondern auch der beste Spielzug seiner Mannschaft an diesem Nachmittag. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, was danach folgte: „Wir haben den Rest des Spiels sehr, sehr gut verteidigt als Mannschaft.“ Orth versuchte in der zweiten Hälfte zwar mehr Druck zu machen, kam laut Konrad aber nicht wirklich zwingend vor Asparns Tor. Es gab einige Abschlüsse, doch sie gingen über das Tor oder seitlich vorbei, ohne dass der Heimsieg ernsthaft ins Wanken geraten wäre.
Gerade deshalb ordnete Konrad den Heimsieg auch als klassische Mannschaftsleistung ein. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute alles reingeworfen“, sagte der Trainer, der vor allem das gemeinsame Verteidigen hervorhob. Gegen einen Gegner, der aus seiner Sicht sehr kompakt steht und generell nur wenige Gegentore zulässt, musste sich Asparn den Erfolg geduldig erarbeiten. „Das größte Plus war heute die Mannschaftsleistung“, meinte er, weil seine Elf vorne aktiv bleiben wollte und hinten „mit Leidenschaft verteidigt“ habe. Auch zur Leitung der Partie fand er klare, aber sachliche Worte: In manchen Szenen hätte man Entscheidungen anders auslegen können, insgesamt sei die Leistung des Schiedsrichters aber „in Ordnung“ gewesen. Unter dem Strich blieb für ihn daher ein knapper, aber verdienter Sieg, weil Asparn dem Tor näher war und Orth ohne echte Großchance hielt.
Für die Tabelle ist dieser Erfolg jedenfalls mehr als nur ein weiterer Heimsieg. Asparn hält nach zehn Runden bei 21 Punkten, liegt damit vor Orth und bleibt in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen. Genau das wollte die Mannschaft laut ihrem Trainer erreichen. „Wir wollten diesen Sieg unbedingt, um wieder ganz vorne dabei zu sein“, sagte Konrad. Dass es in einem engen Spitzenspiel kein Spektakel, sondern eher ein Spiel für geduldige Arbeit und sauberes Verteidigen wurde, störte ihn dabei überhaupt nicht. Aus Sicht der Gastgeber zählte vor allem, dass die Mannschaft über 90 Minuten stabil blieb, den einen guten Angriff nutzte und sich für einen konzentrierten Auftritt auch mit drei Punkten belohnte.