In der 1. Klasse Nord hat SV AUST-BAU Großkrut das Derby gegen USV 1950 Hauskirchen mit 3:2 gewonnen. Aus Sicht der Gäste war das Ergebnis verdient, auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde. Sektionsleiter Julian Trötzmüller machte nach der Partie vor allem die fehlende Bereitschaft und zu viele einfache Fehler im eigenen Spiel für die Niederlage verantwortlich. Für ihn hatte Großkrut von Beginn an die richtige Derby-Einstellung.

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Schon der Blick auf den Spielverlauf passte zur Analyse aus Hauskirchen. Großkrut ging in der 14. Minute durch Jozef Hermann in Führung und legte nur acht Minuten später durch denselben Spieler das 2:0 nach. Hauskirchen lief damit früh einem Rückstand hinterher, konnte die Partie vor der Pause aber zumindest wieder enger machen. Florian Schön verkürzte in der 35. Minute auf 2:1, mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. Für Trötzmüller erklärte sich diese erste Hälfte klar: "Wir waren nicht reif genug für ein Derby-Spiel. Alle Tugenden, die man im Fußball braucht, haben wir nicht auf den Platz gebracht, deswegen haben wir verdient verloren." Damit beschrieb er nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem den missglückten Beginn seiner Mannschaft.
Nach dem 2:1 zur Pause war Hauskirchen zwar noch in Schlagdistanz, wirklich drehen konnten die Gäste die Begegnung aber nicht mehr. Statt selbst den Ausgleich nachzulegen, kassierten sie in der 66. Minute das 3:1, erneut war Jozef Hermann zur Stelle und schnürte damit seinen Dreierpack. Der späte Treffer von Christoph Perci in der 87. Minute brachte Hauskirchen noch einmal auf 3:2 heran, mehr als der Anschluss sprang aber nicht mehr heraus. Trötzmüller sah den Knackpunkt dabei nicht in einzelnen Zufällen, sondern in den Basics: "Wir haben in unserem Spielaufbau sehr viele Fehler gemacht, viele einfache Fehlpässe. Dadurch sind auch zwei Tore passiert." Für ihn war ebenso klar, dass Großkrut dem Derby von Beginn an mehr entgegengesetzt hatte: "Sie waren in allen Belangen besser. Sie haben gewollt, sie haben Leidenschaft gezeigt, sie haben Emotionen gezeigt."
Bemerkenswert war, wie deutlich der Hauskirchner Sektionsleiter die Verantwortung bei der eigenen Mannschaft suchte. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Der Schiedsrichter hat uns die Niederlage nicht gekostet, das hat ganz und gar nichts damit zu tun", sagte Trötzmüller. Den Unterschied zwischen beiden Teams brachte er dafür umso knapper auf den Punkt: "Sie haben gewollt und wir nicht." Gerade in einem Derby wie diesem wiegt so eine Aussage schwer. "Bei einem Derby muss man alles am Platz lassen, das haben die Großkruther gemacht", meinte er, während Hauskirchen laut seiner Einschätzung in vielen Bereichen nicht bereit genug war. Nach dem 3:2 in Großkrut wird es für die Gäste nun darum gehen, genau diese Grundtugenden in den kommenden Runden wieder verlässlicher auf den Platz zu bringen.